Rückschlag bei seltener Erkrankung: Illertisserin braucht lebensrettende OP

Sarah Gradtke nach ihrer OP in Barcelona und ein Bild aus besseren Tagen mit Hündin Dia.
Privat- Illertisserin Sarah Gradtke hat schwere kraniozervikale Instabilität (CCI).
- Sturz 2022 als Auslöser; Diagnose erst nach langem Ringen in Barcelona.
- OP in Barcelona im März 2025, zunächst Besserung bis Oktober 2025.
- Ende 2025 Verschlechterung; Neurochirurg empfiehlt dringende zweite OP.
- Kosten ca. 90.000 Euro; Spenden über „Aktion 100 000 und Ulmer helft“ erbeten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Sarah Gradtke aus Illertissen leidet an einer schweren kraniozervikalen Instabilität (CCI), einer Instabilität im Übergang zwischen Schädel und oberer Halswirbelsäule. Auslöser der Kopfgelenksinstabilität war ein Sturz im Jahr 2022. Die gelernte Bürokauffrau sagt: „Ich sehe die Welt seitdem immer nur vom Liegen aus.“ Denn die 36-Jährige ist bettlägerig, seit ihrer Erkrankung ein Pflegefall. In der Wohnung, in der sie zusammen mit Freund Nico lebt, kann sie sich kaum allein bewegen. Lange hatte sie in Deutschland um eine Diagnose gerungen, die sie erst etwa zwei Jahre nach ihrem Sturz von einem Experten in Barcelona erhielt. Dort wurde sie im März 2025 operiert.
Unterstützung von der Krankenkasse erhielt sie nicht. „Das wird wohl so bleiben“, vermutet Gradtke. Die rund 90.000 Euro für Diagnostik, Transport und Operation konnte sie auch dank zahlreicher Spenden aufbringen. Zwischen August und Oktober 2025 ging es ihr besser: „Ich konnte mich mit viel Kraftaufwand und Physiotherapie tagsüber oft im aufrechten Zustand in der Wohnung aufhalten.“ Teilweise sei sie sogar ohne Halskrause in der Wohnung herumgelaufen oder mit dem Rollstuhl in Begleitung von Hündin Dia spazieren gegangen.
Ende 2025 bemerkte sie eine Verschlechterung. Sie sei erneut in die Bettlägerigkeit gerutscht. Bei einem CT in Ulm seien dann „Auffälligkeiten in der Kopfstellung“ entdeckt worden. Die Instabilitätssymptome, die sie vor der OP hatte, seien wieder vollständig da, so die 36-Jährige. Deshalb habe sie Kontakt mit ihrem Neurochirurgen in Barcelona aufgenommen. Diesem zufolge müsse sie schnellstmöglich erneut operiert werden. Eine zweite OP hätte zur Folge, dass die Beweglichkeit ihrer Wirbelsäule weiter eingeschränkt werden müsste, um sie zu stabilisieren.
Zusätzlich zu CCI leidet Gradtke am Ehlers-Danlos-Syndrom, einer Überdehnbarkeit der Haut und überbeweglichen Gelenken. Gradtke sieht zur OP keine Alternative, obwohl eine weitere Versteifung der Hals- und Rückenwirbel bedeutet, dass sie mit noch mehr körperlichen Einschränkungen leben müsste. „Der Operateur hält die OP für lebensnotwendig.“ Schmerzen habe sie ohnehin, aber so hätte sie die Chance, weiterhin am Leben teilzuhaben.

Sarah Gradtke in der Klinik.
PrivatEine OP in Barcelona – für Gradtke ein Kraftakt. „Um hinzukommen, muss ich einen medizinischen Transport in Anspruch nehmen.“ Das koste viel. Privat auf Straßen nach Barcelona zu fahren, sei unmöglich. „Es sind so starke Erschütterungen. Wenn ich ohnmächtig werde, weil sich die Wirbel verschieben, bringt das nichts.“ Diagnostik, Transport, Klinikaufenthalt und OP werden erneut um die 90.000 Euro kosten, schätzt sie. Ende April, mitte Mai könnte sie zur Diagnostik nach Barcelona, danach operiert werden. Nun hofft sie auf Spenden.
Aktion 100 000 und Ulmer helft
Wer Sarah Gradtke unterstützen möchte, kann dies über die Konten der Aktion 100 000 und Ulmer helft: Sparkasse Ulm, IBAN: DE4763 0500 0000 0010 0003 oder Volksbank Ulm-Biberach, IBAN: DE7963 0901 0000 0236 4018, Verwendungszweck ist „Sarah Gradtke“. Spendenmöglichkeiten gibt es auch unter www.aktion100000.de.

