Protest gegen AfD in Weißenhorn: 250 Teilnehmer protestieren lautstark gegen AfD-Veranstaltung in Stadthalle

Viele waren zum Protest gekommen. Die Polizei sicherte den Eingangsbereich, damit Besucher trotzdem in die Stadthalle gelangen konnten.
Stefan Czernin- Rund 250 Personen protestierten am Sonntag, 14.12., gegen eine AfD-Veranstaltung in Weißenhorn.
- Ein Bündnis rief zu Protesten mit Plakaten, Musik und Sprechchören vor der Stadthalle auf.
- AfD-Politiker Franz Schmid lud Joachim Paul ein, der wegen Zweifeln an seiner Verfassungstreue auffiel.
- Die Polizei sicherte den Zugang zur Stadthalle, Organisatoren kritisierten die Vermietung.
- Bürgermeister-Stellvertreterin Kerstin Lutz protestierte privat gegen die Ziele und Politik der AfD.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Remigriert euch doch selber – ins Abseits!“, stand auf einem Plakat zu lesen. Dazu gab es laute Musik und Anti-AfD-Sprechchöre. Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich am Sonntagabend, 14.12., vor der Stadthalle in Weißenhorn versammelt, um gegen eine Veranstaltung des AfD-Landtagsabgeordneten und Neu-Ulmer Kreisvorsitzenden Franz Schmid zu protestieren. Ein Bündnis hatte dazu aufgerufen. Der AfD-Politiker hatte Joachim Paul eingeladen, der in Ludwigshafen vom dortigen Wahlausschuss von der Oberbürgermeisterwahl ausgeschlossen wurde, weil es Zweifel an seiner Verfassungstreue gibt. Paul lebt in Koblenz und ist Mitglied des Landtags in Rheinland-Pfalz. Die Polizei sicherte den Besuchern der Stadthalle einen ungehinderten Zugang.
Die Veranstalter sprachen von rund 250 Demonstrantinnen und Demonstranten. Treffpunkt war am Weißenhorner Bahnhof um 17.30 Uhr, von dort zogen die Teilnehmer durch die Weißenhorner Innenstadt zur Stadthalle, wo die Veranstaltung um 19 Uhr begann. Zu den Organisatoren gehörte Matthias Schelkle vom Bündnis „Klare Kante gegen rechts“. Ihn ärgert, dass die Stadt die Halle an Schmid vermietet hat. Franz Schmid nehme selbst innerhalb der AfD eine extreme Position ein und werde vom bayerischen Verfassungsschutz beobachtet. „Die Stadt hat ihm den roten Teppich ausgerollt“, kritisierte er.
Auch Kerstin Lutz kommt zum Protest
Unter den Demonstranten befand sich auch Kerstin Lutz. Sie ist die stellvertretende Bürgermeisterin und bewirbt sich um die Nachfolge von Wolfgang Fendt, der nicht mehr antritt. Sie sei aber nicht im Auftrag der Stadt, sondern als Privatperson gekommen, betonte sie. Die Situation sei nicht einfach: Auf der einen Seite solle die Stadt politischen Parteien Räume anbieten, in denen sie sich versammeln können. Dann müsse man notgedrungen damit leben, dass das Angebot auch von Parteien genutzt wird, die man dort eigentlich nicht haben möchte.
„Ich bin gekommen, um Haltung zu zeigen“, erklärte sie. Weil sie die Ziele und Politik der AfD ablehnt. „Das geht gar nicht.“
