Online-Bekanntschaft geht schief: Junge aus Vöhringen mit KI-Nacktbild erpresst

Ein Jugendlicher aus dem Kreis Neu-Ulm wird mittels KI-erstelltem Nacktbild von sich erpresst. (Symbolfoto)
Elisa Schu/dpa- Junge aus Vöhringen durch KI-generiertes Nacktbild erpresst
- Täter forderte dreistelligen Betrag.
- Täter manipulierte ein Foto des Jungen mit KI-Software und drohte, es an seine Kontakte zu senden.
- Opfer erstattete Anzeige bei der Polizei Illertissen
- Erpressungsmasche „Sextortion“ bekannt.
- Polizei warnt vor leichtfertigem Umgang mit Fotos
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein Jugendlicher aus Vöhringen im Kreis Neu-Ulm ist Opfer eines Erpressers geworden. Der Erpresser hatte mittels Künstlicher Intelligenz ein Nacktbild von ihm erstellt und drohte, es an seine Kontakte zu schicken.
In der ersten Meldung der Polizei hieß es, dass es eine Frau gewesen sei, die erpresst wird. Wie sich auf Nachfrage der SWP herausstellte, handelt es sich bei dem Opfer jedoch um den Sohn der Frau.
Der Jugendliche wurde über eine Social-Media-Plattform von einer unbekannten Person kontaktiert. Es entwickelte sich eine Unterhaltung, in deren Verlauf die unbekannte Person um Übersendung eines Fotos bat. Der Junge kam der Bitte nach und übersandte ein Foto von sich mit normaler Kleidung. Die unbekannte Person sandte das Foto wenig später zurück, allerdings war er auf dem Foto nun komplett nackt abgebildet.
Täter fordert Geld für intime Fotos
Der mutmaßliche Täter hatte offenbar das erhaltene Foto mittels einer KI-gestützten Software verändert und forderte nun von dem Geschädigten die Zahlung eines dreistelligen Betrags, andernfalls würde das Foto an alle Kontakte des Jugendlichen verschickt werden. Der Geschädigte erstattete wenige Stunden später eine Anzeige bei der Polizei Illertissen gegen Unbekannt.
Diese Erpressungsmasche hat sogar einen eigenen Namen: „Sextortion“, zusammengesetzt aus „Sex“ und „extortion“, dem englischen Begriff für Erpressung. Nicht immer werden KI-generierte Nacktbilder verwendet, teilweise schicken Menschen auch freiwillig intime Bilder von sich. Häufig bezahlen die Opfer auch, aus Scham und aus Angst vor Bloßstellung. Die Polizei rät zu einer gesunden Vorsicht im Umgang mit Online-Chats und gibt Tipps, wie man sich schützen kann.

