Ohne Fahrerlaubnis unterwegs: Polizei stoppt überfüllten Kleinwagen mit neun Personen

Am Samstag stoppten Beamte einen vollbesetzten Kleinwagen auf der A7. Im Auto waren neun Personen, darunter fünf Kinder ohne jegliche Sicherung.
Sebastian Willnow/dpa- Polizei stoppt am Samstag auf der A7 überfüllten Kleinwagen mit neun Personen.
- Fahrer ohne Führerschein; fünf Kinder zwischen einem und fünf Jahren ungesichert.
- Fahrer, 26, bereits mehrfach ohne Fahrerlaubnis unterwegs; Strafverfahren eingeleitet.
- Ungesicherte Kinder im Auto: Bußgeld von 60 Euro und ein Punkt in Flensburg.
- Kindersitzpflicht in Deutschland gilt ab der Geburt bis 12 Jahre oder 1,50 Meter.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Samstagnachmittag (23. November) haben Beamte der Verkehrspolizei Günzburg einen vollbesetzten Kleinwagen auf der A7 zwischen Vöhringen und Illertissen gestoppt. In dem Auto saßen insgesamt neun Personen, darunter vier Erwachsene und fünf Kinder, wie die Polizei mitteilt. „Da musste eine Streife der Verkehrspolizei Günzburg schon genau durchzählen“, hieß es in der Pressemitteilung.
Die Kinder waren zwischen einem Jahr und fünf Jahren alt und fuhren ohne jegliche Sicherung mit, waren also nicht angeschnallt. Der diensthabende Leiter der Einsatzzentrale in Kempten, Polizeihauptkommissar Thomas Köster, dazu: „Die Kinder saßen auf dem Schoß der Erwachsenen verteilt und zwischen ihnen.“
Fahrer ohne Führerschein unterwegs
Laut Verkehrspolizeiinspektion Günzburg kam erschwerend hinzu, dass der 26-jährige Fahrer lediglich eine Anmeldung zum Führerschein aus seinem Heimatland vorzeigen konnte. „Der Mann hat keinen Führerschein“, teilte Polizeihauptkommissar Köster auf unsere Nachfrage hin mit. Das Herkunftsland des Fahrers sei ihm nicht bekannt. Im Zuge der weiteren Ermittlungen sei aber bekannt geworden, dass der 26-Jährige in der Vergangenheit bereits mehrfach ohne Fahrerlaubnis unterwegs gewesen sei.
Die Beamten untersagten dem Mann die Weiterfahrt. Den 26-Jährigen erwartet laut Verkehrspolizei Günzburg ein Strafverfahren wegen des vorsätzlichen, wiederholten Fahrens ohne Führerschein. Die Staatsanwaltschaft wird über den Ausgang entscheiden, heißt es in der Pressemitteilung. Die Tatsache, dass fünf Kleinkinder ungesichert im Auto befördert wurden, werde wohl noch erschwerend hinzukommen.
Kinder waren ungesichert im Auto
Wer Kinder ohne jegliche Sicherung befördert, dem droht ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro, sowie ein Punkt in Flensburg. Die Straßenverkehrsordnung regelt, bis zu welcher Größe (1,50 Meter) und welchem Alter (12 Jahre) ein Kindersitz vorgeschrieben ist. Die Kindersitzpflicht in Deutschland gilt ab der Geburt. Wer im Fahrzeug mit vorgeschriebenen Sicherheitsgurten nicht angeschnallt ist, muss mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 30 Euro rechnen. Nimmt man Kinder ohne Kindersitz mit, muss man ebenfalls 30 Euro bezahlen.
