Landratsamt und Gemeinde warnen
: Abkochgebot in Pfaffenhofen wegen Coli-Bakterien

Ab sofort sollten Menschen in Pfaffenhofen vorsorglich ihr Trinkwasser abkochen. Grund sind festgestellte Keime. Zum Händewaschen und Duschen ist das Wasser normal anwendbar. Alle Infos vom Landratsamt.
Von
swp
Pfaffenhofen
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ILLUSTRATION - Eine Hand hält ein Wasserglas unter einen Wasserhahn. (zu dpa: "Keime in Bretzfelder Trinkwasser entdeckt - Abkochgebot") +++ dpa-Bildfunk +++

Keime sind in zwei Brunnen der Wasserversorgung Rauher-Berg-Gruppe festgestellt worden. (Symbolfoto)

dpa
  • Abkochgebot in Pfaffenhofen: Trinkwasser vorsorglich vor Nutzung abkochen.
  • Coliforme Keime in Sammelleitung der Brunnen 8 und 9 festgestellt.
  • Messwerte: 40 Keime/100 ml vor UV, 50 Keime/100 ml nach UV – Grenzwert ist null.
  • Betroffen sind Markt Pfaffenhofen sowie Kommunen in den Landkreisen Neu-Ulm und Günzburg.
  • Abkochen nötig für Trinken und Zubereitung, nicht für Duschen oder Händewaschen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Wasserversorgung Rauher-Berg-Gruppe informiert am Freitag, 26. Juni, über eine mögliche Verunreinigung mit coliformen Keimen. Der Öffentliche Gesundheitsdienst am Landratsamt Neu-Ulm hat deshalb vorsorglich ein Abkochgebot ausgesprochen. Betroffen sind der Markt Pfaffenhofen im Landkreis Neu-Ulm und einige Kommunen im Landkreis Günzburg.

Bei einer Probenahme vom 23. Juni waren der Meldung der Wasserversorgungsgruppe zufolge in der Sammelleitung der Brunnen 8 und 9 (im Maschinenhaus der Wasserversorgung) coliforme Keime festgestellt worden. Die Messwerte lagen vor der UV-Desinfektionsanlage bei 40 Keimen pro 100 Millilitern und nach der UV-Desinfektionsanlage bei 50 Keimen pro 100 ml. Laut der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) liegt der Grenzwert Null Keimen. Das Wasser ist an dieser Stelle also verunreinigt, und die UV-Anlage hat die Keime offenbar nicht abgetötet.

UV-Anlage konnte Keime nicht abtöten

Da eine Verunreinigung des Trinkwassers nicht ausgeschlossen werden kann, gilt zunächst sicherheitshalber das Abkochgebot. „Es wird eine weitergehende Ursachenforschung durchgeführt. Weitere Proben sind geplant“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Ergebnisse werden in den nächsten Tagen erwartet.

Was ist zu tun? Für das betroffene Leitungsnetz gilt ein Abkochgebot, um eventuelle Krankheitserreger abzutöten. „Lassen Sie das Wasser einmalig sprudelnd aufkochen und dann langsam über mindestens zehn Minuten abkühlen“, lautet die Anweisung. Die Verwendung eines Wasserkochers sei aus praktischen Gründen zu empfehlen. Abkochen ist notwendig für: Trinken, Zubereitung von Nahrung, Kaffee- und Tee-Kochen, Waschen von Obst/Gemüse/Salat, Geschirrspülen von Hand, Wassersprudler, Eiswürfelzubereitung, Lösen von Medikamenten, Zähneputzen und Mundduschen.

Mitbürger schnell informieren

Trinkwasserspender an der Wasserleitung sind abzuschalten, heißt es weiter. „Wenn Sie nicht abkochen wollen, verwenden Sie abgepacktes Wasser.“ Offene Wunden sind gegebenenfalls mit sterilen Wundspüllösungen zu behandeln. Abkochen ist nicht notwendig für: Händewaschen, Duschen, Baden, Toilettenspülung, Wäschewaschen in der Waschmaschine, Geschirrspülen mit Spülmaschine. Das Wasserwerk der Rauher-Berg-Gruppe informiert, sobald das Trinkwasser wieder einwandfrei ist.

„Bitte geben Sie diese Information auch an Ihre Mitbewohner und Nachbarn weiter“, schreibt die Wasserversorgungsgruppe. Über den aktuellen Stand der Entwicklungen wird auch laufend auf der Homepage des Marktes Pfaffenhofen an der Roth informiert unter www.markt-pfaffenhofen.de.