Die Elternbeiräte der Reuttier Grundschule sind sauer. Weil Geld, das im Investitionsetat 2023 für die Sanierung des Schulhofes gestrichen wurde. Dort ist der Hartplatz vergammelt, die Fußballtore sind zusammengebrochen. Ein kleines Klettergerüst für die knapp 150 Kinder ist knapp bemessen. Die Befürchtung der Eltern: Jetzt herrscht auf dem Pausenhof wieder auf unabsehbare Zeit Stillstand, es wird nichts gemacht. Einen Tag nachdem die Eltern ihre Kritik über unsere Zeitung öffentlich gemacht hatten, reagierte die Neu-Ulmer OB Katrin Albsteiger mit einer umfänglichen Stellungnahme.

Maßnahmen nicht gestrichen, sondern vertagt

So seien die 300 000 Euro für die Sanierung nicht gestrichen, das Vorhaben lediglich vertagt worden. „Daher sind für das aktuelle Jahr auch keine 300 000 Euro mehr im Haushalt eingestellt.“ Der Grund für die Verschiebung sei der Umstand, dass eine Sanierung des Hartplatzes losgelöst von den anstehenden baulichen Veränderungen – die Mittagsbetreuung soll einen Anbau bekommen – wenig Sinn mache. „Es kann nicht zuerst der Außenbereich inklusive Hartplatz saniert werden und anschließend fahren zur Schulerweiterung die Bagger über den neu gestalteten Bereich.“ Zumal in diesem Bereich im Erdreich auch Leitungen verliefen.

So geht es mit der Mittagsbetreuung weiter

Wie geht es nun mit der Mittagsbetreuung weiter, die schon Jahre lang im Keller der Schule untergebracht ist? „Hier sind wir längst aktiv und die Planungen laufen bereits.“ Im November habe sich der Rat dafür ausgesprochen, die notwendigen Schritte zum Ausbau an der Grundschule Reutti voranzutreiben. Das gehe über reine Bauarbeiten hinaus. „Die Schule wird mit kommunalen Mitteln bei der Erstellung des pädagogischen Konzepts für den offenen Ganztag und der Erstellung eines Raumfunktionsbuches begleitet“, teilt Albsteiger mit. „Bereits Anfang Februar findet die Auftaktveranstaltung für die Pädagogen statt.“
2023 soll ein Vorentwurf für die Außenanlagen erstellt werden. Darauf aufbauend folgen dann ab 2024 die konkrete Planung für die Sanierung des Hartplatzes und dann die Umsetzung. „Der Pausenhof kann sinnvollerweise erst nach der baulichen Umsetzung der Ganztageserweiterung saniert werden“, so Albsteiger.

Tore können kurzfristig angeschafft werden

Die Kinder der Grundschule hatten Albsteiger auch einen Brief geschrieben, in dem sie sich neue Tore für den Hartplatz gewünscht hatten. Das scheint kurzfristig möglich zu sein. „Was die Tore anbelangt, so habe ich selbst die Schülerinnen und Schüler mit einem Brief bereits vergangenes Jahr darüber informiert, dass die Schule neue Tore anschaffen kann.“