Varieté-Festival in Dettingen
: Zirkus-Weltpremiere mit internationalen Artisten

Der Zirkus öffnet Türe in fremde Welten. Traumtheater-Intendant Dr. Steffen Kromer kennt sich aus mit dem Zauber der Manege. In Dettingen verspricht er ab 29. Mai eine Weltpremiere.
Von
Christina Hölz
Dettingen
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Das Traumtheater Metzingen

Auch Clowns machen ihre Späße. Das Traumtheater des gebürtigen Metzingers Dr. Steffen Kromer gastiert mit einem internationalen Artisten-Spektakel in Dettingen.

Privat
  • Zirkus-Weltpremiere in Dettingen ab 29. Mai
  • Traumtheater mit internationalen Artisten
  • Inklusive Shows, barrierefreier Zugang
  • Förderung durch EU-Programm Leader
  • Karten online und an der Abendkasse

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Durch manche Türen geht man wie Alice ins Wunderland. Das Tor eines Zirkuszelts ist eine solche. Dahinter entführen Artisten die Besucher in die oft verschlossenen Räume der eigenen Vorstellungskraft. Etwa, wenn der Clown Kinder und Erwachsene mitnimmt in seine ganz eigene Welt. Wenn Artisten sich zu atemberaubenden Salti unter der hohen Kuppel aufschwingen. Oder wenn eine Künstlerin, nur mit ihrem eigenen Haar am Seil befestigt, in der Luft schwebt.

Besagte Akrobatin stammt aus Großbritannien, und sie pflegt noch die alte Kunst des Zopfhangs. Kombiniert mit Hula-Hoop, wird sie das Ganze beim Gastspiel des Varieté-Circus „Das Traumtheater“ ab 29. Mai auf dem Gelände neben der Dettinger Schillerschule präsentieren.

Mit dabei sind dann natürlich auch Spaßmacher, vier Minischafe, die eine Schweizer Artistin vor dem Tod durch den Metzger gerettet hat und Dino, der Pudel. Sonst aber kommt das Programm ohne Vierbeiner aus – „auf Wildtiere verzichten wir sowieso“, sagt Traumtheater-Intendant Dr. Steffen Kromer.

Der aus Neuhausen stammende Zirkusdirektor, Artist und Professor für Internationales Management, ist einer, der gerne verschlossene Türen aufschließt. Er hat das „Traumtheater“ gegründet, eine Kunstform, die klassisches Revuetheater wie Gesang und Tanz mit verschiedenen Zirkuselementen wie Akrobatik und Clownerie vereint. Und Steffen Kromer, ein Wahl-Berliner, den es immer wieder in seine Ermstäler Heimat zieht („wenn man weg war und wiederkommt, sieht man das Schöne“), hat Visionen.

Er will bei seinen Gastspielen im Landkreis Reutlingen „eine Welt der Fantasie, Begegnung und Kunst“ auf dem Zirkusgelände schaffen. Dafür sorgen Künstlerinnen und Künstler aus Südamerika, England, Österreich, der Schweiz, Tschechien und Deutschland, die in einer poetisch inszenierten Show ihr Können zeigen. Poetisch auch, weil Kromers Konzept berühren und zum Träumen animieren will, wie er betont.

Aber die Magie des Varietés ist nur das eine. Das andere sind die Begegnungen unter den Menschen. Die zu fördern, hat sich das Traumtheater-Team auf die Fahnen geschrieben. Und gemeint ist hier nicht nur das Miteinander unter den Künstlern, sondern vor allem das gemischte Publikum, das Kromer mit seinem internationalen Programm ansprechen will.

Junge und Alte, Migranten und Einheimische, Menschen mit und ohne Behinderung, Schulen, Vereine und Senioren aus den Heimen: Sie alle sollen Platz finden im Zirkuszelt. Damit das funktioniert, haben die Verantwortlichen die sonst üblichen Essenstische aus dem Zelt entfernt, es gibt nur Stühle – „und freie Sicht von allen Plätzen.“ Barrierefrei soll der Zugang zum Zelt sein, für Rollstuhlfahrer wollen die Veranstalter einfach Stühle aus dem Zeltraum schaffen. „In Kombination mit dem neu aufgelegten Programm handelt es sich dabei um eine Weltpremiere“, sagt der Intendant.

Der Zirkus als inklusives Projekt, das ist Kromers Idee. Niederschwellig soll sein „Traumtheater“ sein, für alle offen. „Wir wollen alle abholen, vom Kleinkind bis zum Senior.“ Damit das möglich ist, müssen viele Aspekte passen, auch die Eintrittspreise. Glücklich ist Steffen Kromer deswegen, dass sein Konzept einen wichtigen Zuschussgeber überzeugt hat. Das Leader-Programm fördert das etwas andere Varieté mit 30.000 Euro. Hinter dem Geldgeber steht die Europäische Union: Die Förderung soll dazu beitragen, neue und innovative Projekte in 20 Landkreisen der Region Neckar-Alb zu ermöglichen, erklärt Pia Münch, die stellvertretende Vorsitzende des Vereins Leader Mittlere Alb.

Unterhaltung über die Sprachbarrieren hinweg

Den Zuschlag erhielt das Traumtheater, „weil Kunst und Kultur wichtige Impulse geben und Menschen zusammenbringen“, betont sie. Und auch Hannes Bartholl, Leader-Regionalmanager, steht voll hinter dem Artisten-Projekt. Das stärkt seiner Ansicht nach den ländlichen Raum, aber auch Toleranz und Heimatverbundenheit. „Außerdem bedeutet es Unterhaltung über Sprachbarrieren hinweg.“

Kurz, dank der Förderung könne Kromer auch die Kartenpreise für das Event mit „hochkarätigen Artisten“ erschwinglich halten, freut sich der Neuhäuser. In Dettingen indessen begrüßen auch die Kulturschaffenden im Rathaus die Initiative der Zirkusmacher und der Zuschussgeber: „Wir sind stolz darauf, dieses außergewöhnliche Vorhaben im Ort zu haben“, sagt Pressesprecherin Ulrike Müller.

Das Traumtheater im Kreis Reutlingen

Im Traumtheater zeigen Artisten aus aller Welt ihr Können. Vom 29. Mai bis zum 1. Juni kann man die Akrobaten in Dettingen bewundern.

Die Vorstellungen beginnen täglich um 18 Uhr, sonntags schon um 15 Uhr. Für Verpflegung ist gesorgt. Gruppenrabatt gibt es ab 10 Personen, Karten auch an der Abendkasse.

Termine

Dettingen (29. Mai - 1. Juni, bei der Schillerschule)

Tickets: www.das-traumtheater.de
Hotline: 01577 9025558