Unfallträchtige Kreuzung im Ermstal
: Ampel an Schlössleskurve wird schon wieder umgebaut

Am Knotenpunkt L 380a/K 6712 zwischen Dettingen und Neuhausen hat es schon oft gekracht. Ab Montag wird die Kreuzung zu einer Vollsignal-Anlage umgerüstet.
Von
swp
Dettingen/Neuhausen
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Die Ampelanlage an der Schlössleskurve wird umgerüstet.

Die Ampelanlage an der Schlössleskurve wird umgerüstet.

Thomas Kiehl
  • Unfallträchtige Kreuzung L 380a/K 6712 wird zur Vollsignal-Anlage umgerüstet, Start am 19. Januar.
  • Umbau soll Verkehrssicherheit erhöhen, da trotz Maßnahmen Unfälle nicht ausreichend verhindert wurden.
  • Arbeiten in drei Bauabschnitten bis Ende Februar 2026, Umleitungen und Behinderungen eingeplant.
  • Kosten von 150.000 Euro, Ampelanlage wird verkehrsabhängig geschaltet, nachts außer Betrieb.
  • Nach Abschluss: Tempoerhöhung auf 70 km/h, Auswirkungen auf Unfallgeschehen werden beobachtet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wie das Landratsamt Reutlingen am Donnerstag bekannt gegeben hat, wird die Ampelschaltung an der unfallträchtigen, sogenannten Schlössleskurve am Knotenpunkt L 380a/K 6712 zwischen Dettingen und Neuhausen erneut geändert.

Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 19. Januar. Die bisherige Lückensignalisierung wird zur Vollsignalisierung umgebaut.

Die Umbauarbeiten dienen der Verbesserung der Verkehrssicherheit, da es in den vergangenen Jahren zu vermehrten Unfallhäufungen an diesem Knotenpunkt gekommen ist. Trotz bereits durchgeführter Maßnahmen, wie der Geschwindigkeitsreduktion auf 50 Kilometer pro Stunde, konnten Unfälle nicht ausreichend verhindert werden.

Umbau erfolgt in drei Bauabschnitten

Der Abschluss der Umbaumaßnahmen ist für Ende Februar 2026 geplant. In diesem Zeitraum ist mit Verkehrsbehinderungen und -beeinträchtigungen zu rechnen. Durch die Aufteilung in drei Bauabschnitte soll ein möglichst reibungsloser Verkehrsfluss auch während der Bauarbeiten gewährleistet werden. In den verschiedenen Bauabschnitten wird sich die Verkehrsführung beziehungsweise -regelung regelmäßig ändern.

Im ersten Bauabschnitt kommt es lediglich zu einer Fahrbahnverengung. Im zweiten Baubschnitt besteht keine Ausfahrtsmöglichkeit von Neuhausen kommend in Richtung B 28. Im dritten Bauabschnitt besteht keine Zufahrt von der B 28 kommend nach Neuhausen.
Die erforderlichen Umleitungen werden eingerichtet. Während der Bauarbeiten wird die Ampelanlage am Knotenpunkt nicht in Betrieb sein.

Vollsignalisierung soll Verkehrssicherheit verbessern

Für den Umbau investieren das Land und der Landkreis rund 150.000 Euro. Hierbei wird der Knotenpunkt „vollsignalisiert“. Dies bedeutet, dass alle Fahrtrichtungen mit einem eigenen Ampelmast ausgestattet werden, um ein konfliktfreies Befahren des Knotens sicherzustellen. Die Ampelanlage schaltet verkehrsabhängig je nach Verkehrsaufkommen und Bedarf, indem über Detektoren der Verkehr beobachtet wird.

Für die verkehrsarmen Nachtzeiten wird die Anlage zwischen 21 und 6 Uhr abgeschaltet. In dieser Zeit gelten die entsprechenden Vorfahrtsregelungen. Nach Beendigung der Bauarbeiten wird die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 Kilometern pro Stunde aufgehoben und auf 70 Kilometer pro Stunde erhöht.

Wie sich die Umbaumaßnahmen auf das Unfallgeschehen an dieser Stelle auswirken, werden die Beteiligten weiterhin im Blick behalten.

Das Landratsamt Reutlingen bittet die Verkehrsteilnehmenden um Verständnis, dass Behinderungen und Einschränkungen während der Bauzeit nicht ausgeschlossen werden können. Informationen zu Sperrungen und Umleitungen auf den klassifizierten Bundes-, Landes- und Kreisstraßen können jederzeit auch im Baustellen- und Ereignismanagement (BEMaS) des Landes Baden-Württemberg unter www.verkehrsinfo-bw.de/Baustellen abgerufen werden.