Medizinischer Notfall: Großeinsatz für die Rettungskräfte in der Falkensteiner Höhle

Mit einem großen Aufgebot sind die Rettungskräfte derzeit an der Falkensteiner Höhle im Einsatz.
SDMG- Medizinischer Notfall in der Falkensteiner Höhle bei Grabenstetten am Freitagvormittag.
- Ein Höhlengänger in einer geführten Gruppe geriet über einen Kilometer im Inneren in Not.
- Höhlenrettung, Bergwacht, Feuerwehr, Polizei und Notfallhelfer sind mit Großaufgebot vor Ort.
- Verletzungsgrad und Dauer der Rettung sind unklar – Stabilisierung hat Vorrang.
- Der weite Weg im Höhlensystem erschwert die Rettung und macht sie sehr aufwändig.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Freitagvormittag kam es gegen 10.30 Uhr in der Falkensteiner Höhle bei Grabenstetten zu einem medizinischen Notfall bei einem Höhlengänger. Der Mann war mit einer geführten Gruppe bereits mehr als einen Kilometer tief in der Höhle, als das Unglück geschah, wie die Pressestelle der Polizeidirektion Reutlingen auf Nachfrage bestätigt.
Alarmiert wurden daraufhin die Höhlenrettung, die Bergwacht, Feuerwehr, Polizei und medizinische Notfallhelfer, die sich zur Stunde mit einem Großaufgebot vor Ort befinden. Angaben über das Ausmaß der Verletzungen der männlichen Person liegen der Polizei zur Stunde noch nicht vor. Dementsprechend ist auch noch völlig unklar, welche Dimension und welches zeitliches Ausmaß die Aktion noch haben wird. „Oberste Prämisse ist es natürlich zunächst, den Höhlengänger vor Ort zu stabilisieren“, so der Polizeisprecher. Aufgrund des weiten Weges innerhalb der Höhle gestalte sich die Rettung aber auf jeden Fall als sehr aufwändig. Inzwischen sollen sich aber Mitglieder der Höhlenrettung und ein Notarzt bei dem verunglückten in der Höhle befinden.
Großer Rettungseinsatz vor sieben Jahren
Die Aktion jetzt erinnert stark an einen Vorfall aus dem Sommer 2019. Damals waren zwei Höhlengänger von einem Unwetter an der Oberfläche überrascht worden, das zu einem starken Wasseranstieg innerhalb der Höhle geführt hatte. So war den beiden damals der Rückweg versperrt. Aktive der Höhlenrettung Baden-Württemberg waren damals mit Ausrüstung zu den beiden Eingeschlossenen in die Höhle geklettert, wo die Nacht über abgewartet werden musste, bis der sicherste Rettungsweg festgelegt war und der Wasserpegel sich eingestellt hatte. Nach 24 Stunden konnten die beiden Männer damals weitestgehend unverletzt aus der Höhle gebracht werden.
Ob auch in diesem Fall eine Aktion bis in die Nacht hinein bevorsteht, konnte der Polizeisprecher nicht sagen. Gerechnet wird jedenfalls mit einer komplizierten Rettungsaktion. Immerhin, so die Polizei, kommt ein erhöhter Wasserstand dieses Mal nicht erschwerend hinzu.

Ein Bild wie vor Jahren schon:. Rettungskräfte sind auf dem Weg an und in die Falkensteiner Höhle.
Thomas KiehlStraße komplett gesperrt
Damit die Rettungskräfte samt Fahrzeugen ungehindert in die Nähe der Höhle gelangen können, ist die L211 zwischen Grabenstetten und Bad Urach für den Verkehr derzeit komplett gesperrt. Die Polizei rechnet damit, im Laufe des Nachmittags von der weiträumig abgesperrten Höhle weitere Informationen zu erhalten und weitergeben zu können.
Der Vorfall im Jahr 2019 war damals Anlass, um ein Sicherheits- und Einsatzkonzept für die Falkensteiner Höhle zu erarbeiten. Unter anderem wurde zwischenzeitlich ein Funkmast oberhalb des Wanderparkplatzes zur Höhle installiert, um dort in genau solchen, wie dem jetzt wieder eingetreten Fall überhaupt eine Funkverbindung aus dem engen Tal heraus zu haben.
Erst vor wenigen Wochen wurde zudem ein Einsatzkonzept festgelegt, in dem exakt vorgeschrieben ist, welcher Rettungsdienst im Einsatzfall vor Ort für welche Aufgaben zuständig ist.
Höhlengänge in die Falkensteiner Höhle hinein müssen im Vorfeld bei der Gemeinde Grabenstetten angemeldet werden. So soll einerseits sichergestellt werden, dass nicht zu viele Menschen die Höhle besuchen, zum anderen weiß man so, wer sich wann überhaupt in der Höhle befindet. Auch im aktuellen Fall handelt es sich bei dem Mann um ein Mitglied einer angemeldeten Gruppe.
