Hugo Boss aus Metzingen
: Umsatz des Modekonzerns leicht rückläufig, aber Gewinn stabil

Der Modekonzern aus Metzingen trotzt schwierigen Marktbedingungen. Die Unsicherheit der globalen Märkte schmälert die Umsatzentwicklung.
Von
swp
Metzingen
Jetzt in der App anhören
Die Hugo Boss AG ist mit dem Jahr 2023 zufrieden⇥

Der Modekonzern Hugo Boss hat die Zahlen fürs dritte Quartal bekannt gegeben.

Peter Kiedaisch
  • Hugo Boss verzeichnete im Q3 2025 einen Umsatzrückgang von 1 % (währungsbereinigt).
  • Starker Umsatzanstieg in Amerika (+3 %) gleicht Rückgänge in Europa (-2 %) und Asien (-4 %) aus.
  • Digitalgeschäft wuchs um 2 %, stationärer Einzelhandel stabil, Großhandel sank um 5 %.
  • EBIT-Marge stieg im Q3 auf 9,6 %, Free Cashflow legte um 63 % zu.
  • Unsicherheiten durch Markt- und Wechselkursschwankungen bleiben eine Herausforderung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Modekonzern Hugo Boss hat im dritten Quartal 2025 angesichts weiterhin herausfordernder Marktbedingungen einen leichten Umsatzrückgang von einem Prozent verzeichnet, wie das Unternehmen mitteilt. Im Zeitraum der ersten neun Monate des Jahres entspricht dies ebenfalls einem Minus von 1 Prozent.

Dennoch zeigt sich das Unternehmen aus Metzingen optimistisch: Strategische Initiativen und Effizienzsteigerungen stärken die Position der Marke, heißt es in der Pressemitteilung.

Mit dem Launch der neuen Herbst-/Winterkollektionen sowie der Frühjahr/Sommer-Fashion-Show habe Hugo Boss seine Markenrelevanz weiter ausgebaut.

Digitales Wachstum

Besonders positiv entwickelte sich das Geschäft in Amerika, wo der Umsatz um drei Prozent zulegen konnte. Damit konnte der Konzern die moderaten Rückgänge in den Regionen Europa, Naher Osten und Afrika (minus 2 Prozent) und Asien/Pazifik (minus 4 Prozent) weitgehend ausgleichen.

Im Digitalgeschäft setzte Hugo Boss sein Wachstum fort und steigerte die Umsätze um 2 Prozent. Im stationären Einzelhandel blieb das Geschäft stabil, während der stationäre Großhandel einen Rückgang von 5 Prozent verzeichnete – laut Unternehmen eine Folge des veränderten Timings bei Warenauslieferungen.

Hugo Boss in Zahlen

Der Konzernumsatz lag im dritten Quartal währungsbereinigt um 1 Prozent unter dem Vorjahr. In Konzernwährung sank der Umsatz um 4 Prozent auf 989 Millionen Euro, vor allem bedingt durch unvorteilhafte Währungsentwicklungen, insbesondere den schwächeren US-Dollar. Auch in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 lag der währungsbereinigte Konzernumsatz um 1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. In Konzernwährung ging der Umsatz um 2 Prozent auf 2989 Millionen Euro zurück, vor einem Jahr betrug der Umsatz noch: 3.058 Millionen Euro.

Bessere Bruttomarge bei geringerem Umsatz

Trotz des leichten Umsatzrückgangs gelang es, die Bruttomarge um 100 Basispunkte zu verbessern. Verantwortlich dafür waren vor allem höhere Effizienz in der Beschaffung und geringere Frachtkosten. Die operativen Aufwendungen lagen 3 Prozent unter dem Vorjahreswert, was auf eine konsequente Kostendisziplin und zusätzliche Effizienzsteigerungen zurückzuführen ist.

Das operative Ergebnis (EBIT) blieb im dritten Quartal mit einem Minus von 1 Prozent nahezu stabil, während es in den ersten neun Monaten sogar um 1 Prozent stieg. Die EBIT-Marge kletterte dadurch im dritten Quartal um 30 Basispunkte auf 9,6 Prozent.

Hugo-Boss-Aktie legt um 7 Prozent zu

Auch beim Ergebnis je Aktie konnte das Unternehmen zulegen: Hier verzeichnete Hugo Boss ein Plus von 7 Prozent, unterstützt durch eine deutliche Verbesserung im Finanzergebnis. Der Free Cashflow stieg sogar um 63 Prozent, was vor allem auf effizientere Investitionen zurückzuführen ist.

Für Vorstandsvorsitzenden Daniel Grieder ist langfristiges Denken wichtiger, als kurzfristige Erfolge zu generieren. Weil aber die globalen Märkte starken Schwankungen unterliegen, bleibt der Konzern „jedoch wachsam angesichts der anhaltenden Marktunsicherheiten, einschließlich der starken Wechselkursschwankungen“, so Grieder.