Hugo Boss
: Metzinger Modekonzern steigert Umsatz, Gewinn ist rückläufig

Wegen der geopolitischen Lage bleiben die Unsicherheiten auch im laufenden Jahr hoch, wobei die gedämpfte Verbraucherstimmung zusätzlich auf der Geschäftsentwicklung lastet. Doch die Dividende steigt.
Von
swp
Metzingen
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Der Modekonzern Hugo Boss ist mit seinen Marken auch in der Outletcity Metzingen vertreten.⇥

Hugo Boss Metzingen

Der Umsatz für 2025  wird voraussichtlich auf dem Vorjahresniveau bleiben.

Thomas Kiehl
  • Hugo Boss steigert Umsatz 2024 auf 4,3 Mrd. Euro, Gewinn sinkt um 17%
  • Umsatz 2025 bleibt stabil, Dividende steigt auf 1,40 Euro je Aktie
  • Einführung von "Claim 5" steigert Markenrelevanz, Partnerschaft mit David Beckham
  • Sparprogramm zeigt Fortschritte, Importzölle bleiben unsicher
  • Geschäftsentwicklung belastet durch geopolitische Unsicherheiten

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Modekonzern Hugo Boss hofft im laufenden Jahr wieder auf bessere Ergebnisse. Ein weiteres Umsatzwachstum ist eher unwahrscheinlich, wie der Konzern am Donnerstag auf der Jahrespressekonferenz bekanntgegeben hat. Der Umsatz pendle sich auf Vorjahresniveau ein, hieß es.

Die makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten blieben hoch und belasteten die Verbraucherstimmung, sagte Konzernchef Daniel Grieder. Dies wirke sich auf die Geschäftsentwicklung seit Anfang des Jahres aus.

Das Erreichen von ihm selbst postulierter Ziele, erstens bis 2025 einen Umsatz von fünf Milliarden Euro und zweitens eine Ebit-Marge von mindestens zwölf Prozent zu erreichen, möchte er nicht aus den Augen verlieren. Auch wenn es für 2025 nicht reichen werden. Beide Ziele gelten weiterhin, sagte Grieder, sie seien durchaus zu erreichen. Der Konzern habe dafür die Grundlage gelegt, wie er im zweiten Halbjahr 2024 bewiesen habe, erklärte der Vorstandsvorsitzende.

Umsatz auf Rekordniveau

Der Konzern verzeichnete 2024 einen währungsbereinigten Umsatzanstieg um drei Prozent auf ein Rekordniveau von 4,3 Milliarden Euro, insbesondere durch eine starke Entwicklung im vierten Quartal mit einem Plus von sechs Prozent. 2025 sollen die Erlöse zwischen 4,2 und 4,4 Milliarden Euro liegen. Das operative Ergebnis soll 380 bis 440 Millionen Euro erreichen.

Auf die Aktionäre entfielen vergangenes Jahr 213,5 Millionen Euro Gewinn und damit mehr als 17 Prozent weniger als 2023. Trotz des geringeren Gewinns sollen die Aktionäre für das vergangene Jahr mehr Dividende erhalten. Sie soll um 5 Cent auf 1,40 Euro je Aktie steigen. Auch im Tagesgeschäft lief es lediglich durchwachsen: Zwar stieg der Umsatz leicht auf mehr als 4,3 Milliarden Euro. Wegen gestiegener Vertriebs-, Marketing- und Verwaltungskosten ging der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) aber um zwölf Prozent zurück auf knapp 361 Millionen Euro.

Vorstandsvorsitzender Daniel Grieder gibt sich kämpferisch: „Seit der Einführung von Claim 5 im Jahr 2021 haben wir deutliche Fortschritte entlang unserer strategischen Prioritäten gemacht und überdurchschnittliches Wachstum erzielt. Dieser Erfolg unterstreicht die gestiegene Relevanz von Boss und Hugo und verdeutlicht das große Potenzial unserer beiden Marken.“ Unter dem Motto „Claim 5“ verfolgt Hugo Boss einen ausgewogenen Ansatz zwischen strategischen Investitionen und Kosteneffizienz, um die Profitabilität zu steigern. Der Konzern möchte dabei die Stärke seiner Marken durch wichtige Initiativen nutzen, darunter eine strategische Partnerschaft mit David Beckham.

Um dem Gewinnrückgang entgegenzuwirken, hat Hugo Boss ein Sparprogramm eingeführt. Laut Grieder wurden hierbei in der zweiten Jahreshälfte deutliche Fortschritte erzielt, jedoch habe ein weiterer Gewinnrückgang nicht verhindert werden können.

Auch Importzölle waren am Donnerstag ein Thema: Man beobachte die Diskussionen um Importzölle in Bezug auf mögliche Preiserhöhungen. Seine Lieferkette hat der Modekonzern bereits angepasst. „Wir haben im Moment keine Pläne, die Preise anzupassen, aber wir müssen sehen, wie sich die Situation in den nächsten Wochen und Monaten entwickelt“, erklärte Daniel Grieder auf der Jahrespressekonferenz. Es sei noch zu früh, um zu sagen, welche Auswirkungen dies letztendlich haben werde. Die Diskussion schaffe jede Menge Unsicherheit, gab Finanzvorstand Yves Müller unumwunden zu.