
Gastronomie Metzingen: Das „Waldhorn“ schließt – nach 140 Jahren in Familienbesitz

Die Gaststätte "Waldhorn" in Metzingen-Glems hat eine lange Geschichte. Historische Postkarten wie diese, die wohl aus den 1950er Jahren stammt, zeugen davon. Diese Ära soll am 1. August 2021 enden.
©Ansichtskartenverlag Theo Leuze/Arbeitskreis Stadtgeschichte Metzingen
Historische Ansicht von Glems mit dem „Waldhorn“ unten links, daneben der Rossfels und die Fünf-Finger-Felsen und ein Blick in die Gaststube. Da die Aufschrift „Glems, Kreis Reutlingen“ lautet, muss die Postkarte nach 1938 entstanden sein, denn davor gehörte der heutige Metzinger Ortsteil zum Oberamt Urach.
©Arbeitskreis Stadtgeschichte Metzingen
Historische Postkarte mit modernisiertem „Waldhorn“ in dem damals eigenständigen Dorf Glems. Das Pumpspeicherkraftwerk mit Stausee wurde in den 1960er Jahren gebaut und die Gaststätte ist noch ohne angebautes Treppenhaus zu sehen, also vor 1982.
©Arbeitskreis Stadtgeschichte Metzingen
Otto Harter (links) und sein Sohn Simon befüllen im Februar 2021 in der Küche des Glemser Gasthofs "Waldhorn" Mitnehm-Schalen aus biologisch abbaubarem, nachwachsendem Material. Obwohl die Geschäfte gut laufen, gibt der Juniorchef die Gastronomie jetzt auf.
Thomas Kiehl
Der erste Nachweis, dass mitten in Glems eine „Schankwirtschaft“ genehmigt wurde, stammt den Beständen des Stadtarchivs Metzingen zufolge vom 29. Mai 1758.
Claudia Reicherter/Stadtarchiv Metzingen
Schnitzel für 5,30 D-Mark, das entspräche heute wohl etwa 2,65 Euro: Eine Speisekarte aus dem „Waldhorn“ in Glems von 1921, kurz nachdem David Harters Schwiegervater Eugen Schwarz die Wirtschaft übernommen hatte.
Claudia Reicherter/Stadtarchiv Metzingen