Autozulieferer aus Dettingen: Verbrenner-Anteil schrumpft – Elring-Klinger setzt auf E-Mobilität

Der Automobilzulieferer Elring-Klinger beschäftigt weltweit rund 8600 Mitarbeiter.
Thomas Kiehl- Elring-Klinger reduziert den Verlust deutlich und spricht von einem erfolgreichen Jahresabschluss.
- Der Konzern setzt die Transformation fort – weg vom Verbrenner hin zu Batterie- und Wasserstofftechnik.
- Ziel bis 2030: mehr als die Hälfte des Umsatzes außerhalb des Verbrennungsmotors.
- Verkäufe in Schweiz und USA erschweren den Umsatzvergleich, Erlöse sanken auf 1,64 Mrd. Euro.
- Vier Standorte wurden stillgelegt, dennoch erwartet das Unternehmen eine leichte Umsatzsteigerung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Autozulieferer Elring-Klinger hat seinen Verlust im Jahr 2025 eigenen Angaben nach deutlich reduziert: Das Minus belief sich auf 6,1 Millionen Euro, teilte das Dettinger Unternehmen während der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag mit. Im Jahr 2024 waren es noch 137,8 Millionen Euro. Vorstandschef Thomas Jessulat erklärte, man liege bei der Umsetzung der Transformationsstrategie „weiter voll auf Kurs“. Er betonte aber auch, dass dem Konzern „weitere Schritte der Transformation“ bevorstehen: weg vom verbrennerorientierten Markt hin zu E-Mobilität mit Batterien- und Wasserstoff-Technologie.
Die Geschäftszahlen, so Jesulat, werte er als Bestätigung dafür, auf dem richtigen Weg zu sein. Angesichts des herausfordernden Umfelds spricht er von einem erfolgreichen Jahresabschluss.
Ziel des Zulieferers ist es, bis 2030 mehr als die Hälfte des Umsatzes in Bereichen jenseits des Verbrennungsmotors zu erzielen. „Vor uns liegen jetzt die weiteren Schritte der Transformation. Wir haben unser Ziel fest im Fokus, die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns weiter zu stärken“, sagte Jessulat.
Verkauf zweier Tochtergesellschaften
Der Vergleich der Umsätze wird durch den Verkauf zweier Konzerngesellschaften in der Schweiz und den USA jedoch erschwert. Zudem hat Elring-Klinger die Stilllegung für insgesamt vier weitere Standorte in Deutschland und in Nordamerika eingeleitet oder vollendet.
Nach Angaben des Unternehmens sanken die Erlöse Ende Februar um neun Prozent von 1,8 Milliarden auf 1,64 Milliarden Euro. Ohne die veräußerten Gesellschaften wäre der Umsatz demnach etwa auf Vorjahresniveau geblieben. Elring-Klinger rechnet für das laufende Jahr trotz weltweiter Handelskonflikte, des Iran-Kriegs und der angespannten Lage in der Autobranche mit einer leichten Umsatzsteigerung.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich auf 19,3 Millionen Euro – nach einem Verlust von 150 Millionen Euro im Jahr 2024 wegen hoher Wertberichtigungen. Ende 2025 beschäftigte Elring-Klinger weltweit 8605 Mitarbeiter, davon 4072 in Deutschland.
