Bürgermeisterkandidat Bernhard Frasl: Sein Herz schlägt für das Miteinander

Bernhard Frasl will sich als Bürgermeister in Bempflingen für mehr Austausch im Ort einsetzen.
Siegfried Heinrich Fotografie- Bernhard Frasl kandidiert als Bürgermeister in Bempflingen, mit Fokus auf Kommunikation und Austausch.
- Er gründete Facebook- und WhatsApp-Gruppen, um Bürger besser zu vernetzen und zu informieren.
- Plant einen Wochenmarkt und eine App, um Gemeinschaft und Transparenz zu fördern.
- Frasl möchte Kleinbettlingen stärker integrieren und Mobilangebote wie Bäckerwagen umsetzen.
- Die Wahl findet am 9. November statt, mit möglichen Stichwahlen am 30. November.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wenn ihm eines wichtig ist, dann ist es Austausch und Kommunikation. Unter den Bürgern, aber auch zwischen Verwaltung und Bürgern. Bernhard Frasl will wissen, was die Menschen in Bempflingen umtreibt, was sie sich wünschen, was sie brauchen – und gleichzeitig dafür sorgen, dass jeder in der Gemeinde mit allen Infos versorgt wird, die er braucht. Ganz am Anfang dieser Mission steht er allerdings nicht mehr, denn schon vieles konnte er in den vergangenen Jahren bewegen.
Dialog fehlt
Der 49-jährige Familienvater ist sich sicher: „Ich habe das Gefühl, dass die Menschen aktiv angesprochen werden wollen.“ Daher hat er vor rund drei Jahren die Initiative ergriffen, und eine Facebook-Gruppe für Bempflingen gegründet, in der seither allerlei über bevorstehende Feste, Baustellen oder anderes geteilt wird. Als Frasl aber merkte, dass bei weitem nicht jeder die Social-Media-Plattform nutzt, hat er zusätzlich dazu eine Whatsapp-Gruppe ins Leben gerufen, in der es unter anderem auch um Nachbarschaftshilfe geht. „Bempflingen ist meine Heimat, ich wohne mittendrin“, erklärt er seine Motivation, etwas zu verändern. „Ich frage mich immer: Was würde ich mir von meinem Bürgermeister wünschen?“ Und da fehlt ihm vor allem der Dialog, zum Beispiel in Bezug auf die anstehende Baustelle in der Ortsmitte. In Absprache mit der Gemeinde hatte er daher schon im vergangenen Oktober einen Flyer mit den bis dato wichtigen Infos für die Anwohner veröffentlicht und verteilt, weil „reden kann man lange, man muss machen.“
Bernhard Frasl kann sich gut vorstellen, für Bempflingen eine App wie die Neckartenzlinger zu nutzen (wir berichteten), „sowas fehlt hier“. Die Investition sei es wert, um den Verbund unter den Bürgern zu verstärken, und gleichzeitig noch mehr Transparenz in Bezug auf die Arbeit der Verwaltung zu schaffen. Damit verbunden möchte sich der aktuell im Außendienst arbeitende Handwerksmeister für mehr Leben im „Flecka“ einsetzen. Dafür möchte er einen Wochenmarkt auf dem Marktplatz realisieren: „Wir haben den Platz, aber wir nutzen ihn nicht.“ Dadurch hätten auch Ältere wieder die Möglichkeit, ohne Auto einkaufen zu gehen. Gleichzeitig könne man so einen Ort schaffen, an dem man sich treffe und austausche. Einen solchen Ort würde er auch gerne am Festplatz schaffen, den es zwar gibt, aber weitestgehend ungenutzt ist. Ein „Fleckafest“ wäre für Frasl denkbar, das von den Vereinen ausgerichtet werden könnte und gleichzeitig deren Verbundenheit untereinander stärke.
Kleinbettlingen besser integrieren
Eine Verbundenheit, die er verstärkt auch mit Kleinbettlingen neu finden will: Bernhard Frasl möchte den Teilort wieder mehr integrieren. Die Kleinbettlinger seien schließlich Teil der Gemeinde, und nicht „für sich“. Um den Einwohnern wieder mehr Komfort bieten zu können, reift bei Frasl die Idee eines Bäcker- und Metzgermobils, sodass das Auto öfter in der Garage bleiben kann.
Die Menschen in Bempflingen sind es, die Bernhard Frasl am Herzen liegen, „ich bin froh, dass ich hier wohne und lebe“. Jeder Entscheidung, so der Bempflinger, wolle er so treffen, dass er „den Menschen am nächsten Tag noch ehrlich ins Gesicht schauen könne“. Dass er das stemmen kann, ohne Verwaltungsprofi zu sein, dessen ist er sich sicher. Schulungen sind schon geplant und das Rathausteam schätzt er als sehr kompetent und hilfsbereit ein. „Es ist sicher viel zu tun, keine Frage, aber ich bin bereit, den Weg zu beschreiten.“
Neben Bernhard Frasl möchten noch Thorsten Feisthammel und, seit gestern Mittag bekannt, der Hülbener Frank Lindner die Hüte in den Ring werfen. Gewählt wird in Bempflingen am 9. November. Am 22. Oktober um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus werden die Bürgerinnen und Bürger erfahren, welche Schwerpunkte die Kandidaten setzen wollen. Sollte es zur Stichwahl kommen, findet diese am 30. November statt.
Zur Person
Bernhard Frasl ist 49 Jahre alt, verheiratet mit Silke Frasl. Die beiden haben zwei Kinder, 14-Jahre alte Zwillinge. Die Familie lebt in Bempflingen.
Frasl machte einer Ausbildung zum Werkzeugmechaniker bei Elring-Klinger in Dettingen. Nach der Ausbildung zum Handwerksmeister war er Abteilungsleiter und arbeitete als Anwendungstechniker bei einem Maschinenhersteller. Mittlerweile arbeitet er als technischer Berater im Vertrieb.
In seiner Freizeit engagiert sich Bernhard Frasl als Vorstand des Imkervereins Nürtingen und kümmert sich um seine Bienenstöcke. Zudem ist er mit den beiden Familienhunden unterwegs und pflegt die Bempflinger Facebook- und Whatsapp-Gruppe. Weitere Infos gibt es auf seiner Website unter www.bernhard-frasl.de.

