Bürgermeisterkandidat Thorsten Feisthammel: „Wir dürfen nicht nur verwalten, sondern müssen auch mit Maß und Ziel investieren“

Thorsten Feisthammel bewirbt sich als Bürgermeister in Bempflingen.
Eva Fröhlich- Thorsten Feisthammel kandidiert als Bürgermeister in Bempflingen, Wahltermin ist der 9. November.
- Der 41-Jährige will mit wirtschaftlicher Erfahrung investieren und Bewährtes erhalten.
- Er plant, Wohnraum, Gewerbeflächen und Nahversorgung im Ort auszubauen.
- Kommunikation und Unterstützung von Ehrenämtern und Vereinen sind zentrale Anliegen.
- Kulturveranstaltungen und die Belebung der Kelter sollen das Gemeinschaftsgefühl stärken.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zwei Bewerber gibt es aktuell für die Stelle des Bürgermeisters in Bempflingen: Einer, der noch anonym bleiben will, und Thorsten Feisthammel. Der 41-Jährige aus Metzingen will die Nachfolge von Bernd Welser antreten, der nach 16 Jahren nicht mehr kandidiert.
Nachdem klar war, dass Welser den Chefsessel im Rathaus räumen will, sah Feisthammel für sich die perfekte Gelegenheit, der Gemeinde Bempflingen etwas zurückgeben zu können – obwohl er nie gedacht hätte, dass er sich einmal als Bürgermeister bewerben würde. Zwar war der Vater von zwei Kindern schon immer kommunalpolitisch interessiert und durch seine vielen Ehrenämter sowie seiner Arbeit in der CDU gesellschaftlich und politisch aktiv, bisher wagte er den Schritt aber noch nicht. „Die Gemeinde und ihre Bürger sind mir sehr ans Herz gewachsen“, erzählte er schon bei einem ersten Telefonat mit der SÜDWEST PRESSE bei Bekanntgabe seiner Bewerbung. Diese Verbundenheit habe ihn auch dazu bewegt, sich um das Amt des Bürgermeisters zu bewerben. Zuerst holte sich Feisthammel aber das Okay seiner Familie ab, denn „ohne ihre Unterstützung hätte ich das nicht getan“.
Bisher war Thorsten Feisthammel noch nicht in einer Verwaltung tätig gewesen, wie er preisgibt, doch er sehe hier keinen Nachteil. Durch seinen bisherigen Berufsweg (erst als Musiklehrer, nun als Filialleiter in der Möbelbranche), in dem er sich schon öfter in fremdes Terrain begeben hat, ist er sich sicher, dass er auch in diesen Bereich hineinwachsen kann. „Ich traue mir diesen Schritt zu“, sagt er selbstbewusst. „Dafür bringe ich meine Führungserfahrung und Erfahrung aus der freien Wirtschaft mit ein und traue mir zu, Bempflingen auf diesem Weg die nächsten Jahre zu führen.“ Erfolgreiches Wirtschaften steht in seiner Agenda nämlich ganz oben: Mit Maß will Feisthammel die Zukunft Bempflingens bestreiten. Er könne sich vorstellen, auch mal Investitionen anzugehen, die über die Instandhaltung hinausgehen, wenn es denn möglich und sinnvoll sei.
Vieles läuft in Bempflingen gut
Wobei, und das betont der ehemalige Musiklehrer, in Bempflingen vieles sehr gut laufe. Es gebe nicht allzu viel, was dringend geändert werden müsse, Bernd Welser habe gute, solide Arbeit geleistet, würdigt er den amtierenden Bürgermeister. Trotzdem liegt es Feisthammel am Herzen, nach Möglichkeiten zu suchen, Dinge weiterhin voranzubringen und nicht nurmehr zu verwalten – im Rahmen des Möglichen. Als Beispiel nennt er Flächen für Gewerbetreibende oder Wohnraum. Apropos Wohnraum: Als Kandidat, aber auch als möglicher Bürgermeister, möchte Thorsten Feisthammel auf Dialog und Kommunikation setzen, gerade, wenn es mal kriselt, wie beim Neubaugebiet Obere Au II. „Offene Kommunikation ist das A und O. Man muss miteinander sprechen, nur so funktioniert es“, ist er sich sicher. Ein offenes Ohr möchte er allen Bürgerinnen und Bürgern versprechen, das mache Bempflingen aus.
Ein weiterer wichtiger Punkt, der dem Musikvereinsvorstand wichtig ist, sind die Vereine und Ehrenämter, die er zukünftig stärken möchte. „Ich weiß, was die Vereine brauchen“, sagt er mit Blick auf seine Mitgliedschaft im Musikverein sowie seine Ehrenämter als Gesamtelternbeirat in Metzingen, Elternbeiratsvorsitzender in der Neugreuth-Schule und stellvertretendes Mitglied des Landeselternbeirats Baden-Württemberg. „Ich möchte im Rathaus ein starker Partner für die Ehrenamtlichen sein.“ Feisthammel betont die Wichtigkeit der Zusammenkünfte, vor allem in Bezug auf die körperliche und mentale Gesundheit einer Gesellschaft sowie die Integration und das Miteinander in einer Kommune. Konkrete Ideen dazu seien aktuell in der Erarbeitung und würden dann bald mit seinem Wahlprogramm veröffentlicht werden.
Örtliche Nahversorgung ausbauen
Weiterhin möchte er verstärkt das Augenmerk auf die örtliche Nahversorgung legen und alle Möglichkeiten prüfen, um mehr Geschäfte anzusiedeln, beispielsweise eine Metzgerei. Ihm sei es wichtig, dass auch Ältere im Ort die Möglichkeit haben, zu Fuß einkaufen zu gehen. Um das Miteinander in der Gemeinde weiter zu festigen, will der 41-Jährige Kulturveranstaltungen ins Leben rufen. Dazu könne er es sich vorstellen, die Kelter wieder zu aktivieren und so eine Wohlfühlatmosphäre für alle Altersgruppen zu schaffen. Er sehe das als Erweiterung zur Ortsmitte, die mit dem Café sowie ihrer neuen Gestaltung ein echter Pluspunkt für das Dorf sei.
Gewählt wird in Bempflingen am 9. November. Am 22. Oktober um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus werden die Bürgerinnen und Bürger erfahren, welche Schwerpunkte die Kandidaten setzen wollen. Sollte es zur Stichwahl kommen, findet diese am 30. November statt.
Zur Person
Thorsten Feisthammel ist 41 Jahre alt, verheiratet mit Beatrice Feisthammel. Beide haben zwei Kinder, 18 und zehn Jahre alt. Die Familie lebt in Metzingen.
Feisthammel ist Filialleiter bei Polstermöbel Fischer. Zuvor war er als Musiklehrer und Musikschulleiter tätig.
Nach der Realschule machte er Abitur am Wirtschaftsgymnasium und studierte Musik. Nach einigen Jahren sattelte er um und stieg quer in die Möbelbranche ein, in der er schnell in die Führungsriege aufsteigen konnte. In seiner Freizeit engagiert sich Thorsten Feisthammel als Vorstand des Musikvereins und in Elternbeiräten. Zur Entspannung musiziert er, verbringt Zeit mit der Familie und dem eigenen Hund, geht Motorradfahren oder schaut Fußball.


