1250 Jahre Donnstetten: Großes Fest mit Partynacht, Familientag, Heimatabend und Festumzug

Der Donnstetter Musikverein „Harmonie“ probt für den großen Festumzug am Sonntag.
Karolin Müller- Donnstetten feiert 1250 Jahre mit Partynacht, Familientag, Heimatabend und Festumzug.
- Festwochenende von Freitag, 31. Juli, bis Sonntag, 2. August – Programm im Festzelt.
- Höhepunkt ist der Umzug am Sonntag mit 67 Gruppen; Start 13.30 Uhr, Eintritt 4 Euro.
- Straßengemeinschaften zeigen Live-Spiele zu Ernte, Wasserversorgung und Brotbacken.
- Heimatabend mit Festreden und Musik; Festschrift verteilt, Heimatbuch folgt später.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In diesem Jahr blickt Donnstetten auf 1250 Jahre Dorfgeschichte zurück. Zumindest wurde der Ort, der seit 51 Jahren zur Gemeinde Römerstein gehört, im Jahr 776 erstmalig urkundlich erwähnt. Das wirkliche Alter des Albdorfes dürfte aber um einiges höher sein.
Wenn feiern, dann richtig
In jedem Fall sind 1250 Jahre aber ein Grund zu feiern. Und wer die Donnstetter Bürgerinnen und Bürger, die Vereine, Institutionen und vor allem die Dorfgemeinschaft kennt, der weiß: Wenn hier gefeiert wird, dann richtig. Das große Festwochenende, das vom Freitag, 31. Juli, bis Sonntag, 2. August, ansteht, wird deshalb nicht nur ein kleines Dorffest sein, sondern bietet ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm.
Der Startschuss fällt am Freitag um 21 Uhr, wenn die Albkracher im Festzelt mit Dirndlrock für Partystimmung sorgen. Am Samstag findet dann ab 13.30 Uhr ein Kinder- und Familientag statt – am und im Festzelt am Musikerbänkle wird es eine große Spielstraße geben. Unter anderem historische Spielstationen, die sich an Donnstettens Geschichte orientieren, Kistenstapeln, eine gemeinsame Schauübung von Jugendfeuerwehr und Jugendrotkreuz sowie ein Luftballonwettbewerb sorgen für Spannung, Spiel und Abwechslung.
Um 18 Uhr steht dann ein Heimatabend auf dem Programm und am Sonntag wird ein großer Festumzug stattfinden.
„Im Juni 2025 haben wir mit den Planungen angefangen“, erzählt Ortsvorsteher Thomas Deuble. Seine Erkenntnis kurz vor den Feierlichkeiten: „Viel mehr Zeit hätten wir uns nicht lassen können.“ Sein Blick schweift dabei über etliche laminierte Papiere, die am Wochenende als Beschilderungen und Wegweiser dienen werden. Sie füllen ganze Tische. Hinzu kommen Westen für die Ordner, Essens- und Getränkekarten sowie Ausweis- und Armbänder – alles versehen mit dem 1250-Jahre-Logo, das eigens für das Fest entworfen wurde.
Festschrift und Heimatbuch
Die Festschrift für die 1250-Jahr-Feier ist gerade rechtzeitig fertig geworden. Sie umfasst etwa 50 Seiten und wird am Wochenende an jeden Donnstetter Haushalt verteilt. Zudem erhält man sie an einem Stand im Festzelt.
Das Heimatbuch, ein 180-seitiger Ergänzungsband, ist, wie Ortsvorsteher Deuble mitteilt, leider nicht fertig geworden. Aber: „1250 Jahre verpuffen ja nicht nach dem Fest.“ Vielleicht kann es bei einem Filmabend mit Rückblick auf die Feierlichkeiten präsentiert werden. Sicher ist auf jeden Fall: „Es wird genügend Gelegenheiten geben, das Heimatbuch zu würdigen.“
Großes Engagement
Seit einigen Wochen laufen nun auch die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren. „In jeder Scheune wird gewerkelt und gemalert“, weiß Deuble. Die Festwagen für den großen Umzug, der am Sonntag über eine Strecke von gut eineinhalb Kilometern durch Donnstetten hinauf zum Festzelt am Musikerbänkle zieht, sollen schließlich etwas Besonderes sein. Zudem sollen sie auch ein Stück Donnstetter Geschichte widerspiegeln. Die Wagen und Dekorationen werden deshalb mühevoll und mit viel Liebe zum Detail sowie handwerklichem Geschick hergestellt.
Der Schwäbische Albverein baut etwa den Römersteinturm. In einer anderen Werkstatt entsteht die St. Georgskirche, und Orgelbauer Andreas Schmutz baut gemeinsam mit einigen Jugendlichen aus dem Ort an einem Römerwagen – schließlich haben auch die Römer schon gewusst, wie gut es sich auf der Alb leben lässt. Wenn nicht gesägt und geschraubt wird, üben die Jugendlichen das Marschieren in römischer Kleidung. Die Freunde alter Technik putzen indessen ihre Oldtimer heraus, der Heimatverein bringt alte Fahrräder auf Vordermann und verschiedene Handwerker bereiten Wagen vor, auf denen sie am Sonntag ihren Berufsstand präsentieren.
67 Gruppen
Eine Besonderheit in Donnstetten sind die Straßengemeinschaften. „Der Ort ist in mehrere Straßengemeinschaften unterteilt, die sich jährlich bei der Gugelfuhr mit einem live gespielten Laien-Spiel abwechseln“, erklärt Thomas Deuble. Da in diesem Jahr die Gugelfuhr ausfällt und stattdessen die 1250-Jahr-Feier stattfindet, gibt es am Wochenende die einmalige Gelegenheit, alle zusammen zu erleben – mit Sicherheit eines der Highlights beim Umzug, wie der Ortsvorsteher verrät. Präsentiert werden Themen wie „Ernte“, „Wasserversorgung“ und „Brotbacken“.
Das ist aber noch nicht alles, worauf sich die Besucher freuen dürfen. Ein Blick auf die Aufstellung des Festzugs verspricht: Es wird interessant, charmant, witzig, historisch, musikalisch und tierisch. Anfänglich ging man in Donnstetten von etwa 40 Gruppen aus, erinnert sich Deuble. „Jetzt sind es 67 – fast alle aus dem Ort.“ Der Festumzug startet um 13.30 Uhr an der Kreuzung Gutenberger Straße/Buchenstraße. An der Umzugsstrecke gibt es Getränkestände und insgesamt 18 Stellen, an denen Eintrittsbändel verkauft werden – Erwachsene zahlen 4 Euro, für Kinder bis 15 ist der Eintritt frei.
Wer übrigens gerne die original Donnstetter Bätscher isst, der sollte den Festumzug auf keinen Fall verpassen. Die gibt es in diesem Jahr ebenso wie das frische Bauernbrot nämlich aus logistischen Gründen nicht zu kaufen. Dafür werden beim Umzug aber Mini-Bätscher verteilt, wie Deuble im Vorfeld verrät. Und Brot aus dem Backhaus gibt es immerhin im Festzelt – etwa zur Roten Wurst oder zum Steak. Wer lieber was anderes möchte, der wird am Musikerbänkle sicherlich das passende kulinarische Angebot finden.
Festreden, Musik und Aufführungen
Beim Heimatabend am Samstag wird neben Ortsvorsteher Thomas Deuble und Bürgermeisterin Anja Sauer auch Landrat Dr. Ulrich Fiedler ein paar Worte sprechen. Dazwischen werden die Schalandermusikanten der Mundharmonikagruppe, die Seniorenkappelle des Musikvereins „Harmonie“ und der Akkordeon- und Handharmonika-Club Römerstein auftreten. Auch das Donnstetter Heimatlied darf nicht fehlen – das Publikum kann es an diesem Abend gemeinsam mit dem Liederkranz und unter Begleitung der Mundharmonikaspieler singen. Die Rope-Skipper der SF Donnstetten haben außerdem speziell für den Heimatabend eine Show einstudiert und die Ortsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr wird sicherlich mit ihrer Tanzdarbietung begeistern und die Gäste zum Schmunzeln bringen. Ein Blick in das Feuerwehrmagazin als Probenraum hat zumindest gezeigt: Die mit Marianne Schmid einstudierten Bewegungen, Hüftschwünge und Schlauchsprünge sitzen.
Auch der Albverein probt seit März für den Heimatabend. Mit der Volkstanzgruppe ist ein Projekt entstanden, das Alt und Jung zusammengebracht hat. Mit von der Partie sind unter anderem Karl Böhringer und seine Schwester Anita Class – beide schon bei der 1200-Jahr-Feier aktiv. „Neben ihnen bringen vor allem die jüngeren Tänzerinnen und Tänzer frischen Schwung ins Programm“, erklärt Tanzleiter Rolf-Dieter Aufrecht. „Viele von ihnen hatten vorher noch keine Berührung mit Volkstanz.“ Aufrecht freut sich deshalb umso mehr, dass sich so viele der Gruppe angeschlossen haben. „Mir geht es nicht um perfekte Ausführung, sondern um den Spaß an der Sache“, sagt er und ergänzt: „Eine super Truppe ist da jetzt am Start.“ Musikalisch begleitet wird das Projekt von Akkordeonspieler Werner Hummel. Das Tanzprogramm umfasst unter anderem Tänze aus Norddeutschland, Dänemark, den ehemals deutschen Landschaften und aus der Region.
Programm Festwochenende
Am Freitag, 31. Juli, sorgen die „Albkracher“ ab 21 Uhr (Einlass 19 Uhr) im Festzelt mit Dirndlrock für Partystimmung.
Am Samstag, 1. August, findet im und am Festzelt ab 13.30 Uhr der Kinder- und Familientag statt. Um 18 Uhr beginnt der Heimatabend. Zum Ausklang spielt der Musikverein „Harmonie“.
Am Sonntag, 2. August, findet um 10 Uhr der Festgottesdienst im Festzelt statt. Ab 11 Uhr: Frühschoppen mit der Albkapelle des MV Dettingen. 13.30 Uhr: Festumzug durch Donnstetten. Ab 14.30 Uhr sorgen die Musikkapelle Westerheim und ab 17 Uhr der Musikverein Zainingen für Unterhaltung.


















