Volksbank Nordschwarzwald: Nach der Fusion – „Sind mit der Entwicklung sehr zufrieden!“

Das Vorstandsteam der Volksbank Norschwarzwald: Tobias Burkhardt, Stefan Waidelich und Martin Schmiederer.
Volksbank- Volksbank Nordschwarzwald meldet nach dem Fusionsjahr solides Wachstum im Kredit- und Anlagegeschäft.
- Kreditvolumen stieg auf 1.553 Mio. Euro, Kundeneinlagen legten zu, Ausfälle blieben niedrig.
- Vorstand nennt geopolitische Unsicherheiten und Baukrise, betont dennoch Ausbau des Finanzierens.
- Fusion organisatorisch umgesetzt – positive Ergebnisse, Eigenkapital gestärkt, 3,5 % Dividende geplant.
- Ausblick vorsichtig optimistisch: Omnikanalbank geplant, Ausbau Immobilien inkl. Hausverwaltung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Volksbank Nordschwarzwald hat im Geschäftsjahr 2025 trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ein solides Wachstum erzielt. Wie die Bank mitteilt, stieg die vorläufige Bilanzsumme um 2 Prozent auf 2.135 Millionen Euro. Besonders deutlich habe das betreute Kreditvolumen zugelegt: Es wuchs um 7,1 Prozent auf 1.553 Millionen Euro. Auch das betreute Kundenanlagevolumen entwickelte sich positiv und erhöhte sich um 4,8 Prozent auf 2.767 Millionen Euro. Insgesamt betreut die Bank ein Kundenvolumen von 4.320 Millionen Euro. Die Zahl der Mitglieder lag zum Jahresende bei 30.948. „Sämtliche Vergleichszahlen“, erläutert die Bank, „beziehen sich auf die zusammengeführten Werte der beiden Altbanken zum 31. Dezember 2024.“
„Wir sind mit der Entwicklung des Jahres 2025 sehr zufrieden“, sagt Vorstandsmitglied Tobias Burkhardt. Trotz geopolitischer Unsicherheiten, schwacher Konjunktur und einer weiterhin angespannten Situation in der Bauwirtschaft habe die Bank insbesondere den Finanzierungsbereich weiter ausbauen können.
Hohe Baukosten, Fachkräftemangel in der Bauwirtschaft sowie weiterhin vergleichsweise hohe Finanzierungskosten führten dazu, dass viele Bauvorhaben verschoben wurden. Dennoch habe die Volksbank Nordschwarzwald ihr Kreditgeschäft deutlich ausweiten können, heißt es weiter. Gleichzeitig habe sie die Immobilienvermittlung, besonders die Vermietung von Wohnungen, ausgebaut und etabliert. Das Wachstum im Kreditbereich resultierte sowohl aus privaten Immobilienfinanzierungen als auch aus gewerblichen Investitionsdarlehen für regionale Unternehmen. Gleichzeitig bewegten sich die Kreditausfälle auf niedrigem Niveau.
Das Jahr der Fusion war organisatorisch geprägt
Auch im Anlagegeschäft setzte sich der positive Trend fort, teilt die Bank mit: Die bilanziellen Kundeneinlagen stiegen um 1,8 Prozent auf 1.634 Millionen Euro. Zusätzlich verzeichnete die Bank ein starkes Wachstum bei außerbilanziellen Anlagen, etwa bei Investmentfonds der genossenschaftlichen Partner. „Viele Kunden suchen angesichts schwankender Kapitalmärkte und veränderter Zinsen gezielt nach Beratung“, erklärt Vorstandssprecher Stefan Waidelich.
Neben der wirtschaftlichen Entwicklung war das Jahr 2025 auch organisatorisch geprägt: Die Fusion der beiden regionalen Genossenschaftsbanken wurde im Laufe des Jahres erfolgreich umgesetzt. „Dass wir gleichzeitig weiter wachsen konnten, zeigt die Stärke unserer genossenschaftlichen Struktur in der Region“, so Waidelich.
Trotz steigender Kosten – etwa durch Regulierung, Digitalisierung und höhere Personalaufwendungen – konnte die Bank ihren positiven Ergebnistrend fortsetzen und die Eigenkapitalbasis weiter stärken. Der Vertreterversammlung im Juli dieses Jahres soll nun erneut eine Dividende von 3,5 Prozent vorgeschlagen werden.
Ausblick aufs laufende Jahr: „vorsichtig optimistisch“
Für das laufende Jahr werde für die deutsche Wirtschaft eine moderate Erholung erwartet, heißt es weiter. Gleichzeitig bleibe das wirtschaftliche Umfeld von geopolitischen Spannungen, deren Dauer und Folgen momentan nicht absehbar sind, sowie strukturellen Herausforderungen und einer weiterhin verhaltenen konjunkturellen Dynamik geprägt. Steigende Reallöhne und zunehmende Investitionen könnten jedoch zusätzliche Wachstumsimpulse setzen.
Vor diesem Hintergrund blickt die Volksbank Nordschwarzwald insgesamt vorsichtig optimistisch auf das kommende Geschäftsjahr und erwartet ein solides Wachstum. Aufgrund der hohen Ausgangsbasis werde dieses nach Auskunft der Bank aber voraussichtlich unter dem Vorjahreswachstum liegen.
Der Aufbau einer sogenannten Omnikanalbank sei geplant: ein Team zur Beratung per Telefon, Video oder Chat. Gleichzeitig baue die Bank das Geschäftsfeld Immobilien weiter aus – unter anderem durch das Angebot der Hausverwaltung mit der neuen Tochtergesellschaft Herrenhof Immobilien. Die in Freudenstadt und Umgebung etablierte Hausverwaltung mit Geschäftsführer Jörg Habisreitinger gehöre seit Jahresanfang zur Volksbank Nordschwarzwald.
