Unternehmen in Schopfloch
: Homag zieht Rekordauftrag ans Land und verbessert Ergebnis

Die Schopflocher Homag Gruppe hat am Donnerstag ihre Zahlen für 2025 veröffentlicht. Der Vorsteuergewinn stieg um etwa 50 Prozent. Das Unternehmen baute über 300 Arbeitsplätze ab.
Von
NC
Schopfloch
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Die Firmenzentrale von Homag in Schopfloch.

Die Firmenzentrale von Homag in Schopfloch.

Unternehmen
  • Homag steigert 2025 Auftragseingang leicht auf 1,38 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,357).
  • Rekord im Holzhausbau; größter Auftrag aus dem Holzbausektor enthalten.
  • Möbelgeschäft schwach; Zollkonflikte verstärken Verunsicherung laut Vorstand.
  • Umsatz 2025: 1,372 Mrd. Euro; Ebit vor Sondereffekten 76,1 Mio. Euro (+~50%).
  • 331 Jobs abgebaut (Ende: 6471). Ebit-Marge 5,5%. Ausblick: Umsatz/Orders auf Vorjahresniveau.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Auftragseingang der Schopflocher Homag Gruppe legte im Jahr 2025 nach vorläufigen Zahlen leicht auf 1,38 Milliarden Euro zu (Vorjahr: 1,357 Milliarden Euro). „Die Nachfrage bei den Produktionsanlagen für den Holzhausbau hat sich positiv entwickelt“, betont der Vorstandsvorsitzende Dr. Daniel Schmitt, in einer Mitteilung der Dürr AG, zu der die Homag gehört. In diesem Bereich erzielte Homag demnach einen neuen Rekordauftragseingang, der unter anderem den bisher größten Auftrag aus dem Holzbausektor enthalte.

„Im Möbelsektor konnten wir hingegen keine Erholung feststellen, die Zollkonflikte haben die Verunsicherung in der Möbelindustrie eher nochmals verstärkt“, sagt der Vorstandsvorsitzende Schmitt. Der Auftragsbestand hat sich zum 31. Dezember 2025 auf 726 Millionen Euro (Vorjahr: 781 Millionen Euro) reduziert.

Aufgrund der anhaltend schwierigen Auftragslage im Geschäft mit Möbelherstellern verringerte sich der Umsatz 2025 leicht auf 1,372 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,413 Milliarden Euro). Den Gewinn (Ebit) vor Sondereffekten konnte die Homag Gruppe laut der Mitteilung um rund 50 Prozent auf 76,1 Millionen Euro (Vorjahr: 50,8 Millionen Euro) verbessern. Dies entspricht nach Firmenangaben einer Marge von 5,5 Prozent (Vorjahr: 3,6 Prozent).

„Vollumfänglich von verringerten Kosten profitiert“

Die deutliche Ergebnissteigerung sei in erster Linie auf Kostensenkungen aufgrund durchgeführter Personalmaßnahmen sowie auf das stabile Service-Geschäft zurückzuführen. Die Zahl der Mitarbeitenden hat sich zum 31. Dezember auf 6471 reduziert – das sind  331 (rund 4,9 Prozent) weniger als Ende 2024. Schmitt: „Wir haben 2025 erstmals vollumfänglich von unseren verringerten Kosten profitiert. Das abgelaufene Geschäftsjahr hat gezeigt, wie wichtig die Anpassung unserer Kapazitäten angesichts der anhaltenden Nachfrageschwäche im Möbelsektor war.“

Für das laufende Jahr erwartet Homag unterschiedliche Entwicklungen in seinen Geschäftsfeldern. In der Produktionstechnik für den Holzhausbau dürfte sich der positive Nachfragetrend laut der Mitteilung fortsetzen. Im größeren Geschäft mit der Möbelindustrie sei aktuell schwer absehbar, wann die Nachfrage wieder nachhaltig anziehen wird. Für das Gesamtunternehmen würden Umsatz und Auftragseingang aus heutiger Sicht auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Das Ziel für die Ebit-Marge vor Sondereffekten betrage 5 bis 6 Prozent.

13 Produktionswerke weltweit

Die Homag Gruppe ist nach eigenen Angaben der weltweit führende Anbieter von integrierten Lösungen für die Produktion in der holzbearbeitenden Industrie und dem Handwerk. Mit weltweit 13 spezialisierten Produktionswerken sowie rund 20 konzerneigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften und circa 60 exklusiven Vertriebspartnern sei das Unternehmen ein einzigartiger Systemanbieter. Seit Oktober 2014 gehört die Homag Gruppe mehrheitlich zum Dürr-Konzern aus Bietigheim-Bissingen.