SPD: Nach „Wortbruch“-Aussage: Kreisverbände stellen sich hinter Saskia Esken

Saskia Esken.
Karl-Heinz KuballDie SPD in den Kreisen Calw und Freudenstadt begrüßt, dass die 63-Jährige im Bundestag bleiben möchte. Manfred Stehle machte zuletzt Schlagzeilen. Das Mitglied des SPD-Kreisverbands Calw warf in überregionalen Medien der hiesigen Bundestagsabgeordneten Saskia Esken „klaren Wortbruch“ vor. Wie berichtet, hatte die 62-Jährige angekündigt, im Wahlkreis Calw/ Freudenstadt 2025 nochmal für die Bundestagswahl zu kandidieren, obwohl sie 2021 noch das Gegenteil behauptet und ihren Abschied angekündigt hatte.
In einer gemeinsamen Pressemitteilung stellen sich nun die Kreisverbände Calw und Freudenstadt hinter Esken: „Der in den Medien verbreitete Vorwurf des Wortbruchs beruht auf der Äußerung eines einzelnen Mitglieds und spiegelt in keiner Weise die Meinung der SPD in den Kreisen Calw und Freudenstadt wider“, heißt es in der Mitteilung. Und weiter: „Die SPD-Kreisverbände würdigen ausdrücklich die engagierte Arbeit der Abgeordneten Esken.“ Sie habe sich in den letzten Jahrzehnten „hochverdient um den Wahlkreis Calw/Freudenstadt gemacht“ und habe „im Bundestag herausragende Arbeit geleistet“. Im vergangenen Herbst habe sie gemeinsam mit den Kreisverbänden auf die vergangenen zehn Jahre Mandat zurückgeblickt und die Bilanz könne sich sehen lassen.
Die Kreisverbände zählen auf: „Ohne Saskia Esken gäbe es keinen Digitalpakt für die Schulen, kein Corona-Aufholpaket und kein Startchancenprogramm - zentrale Errungenschaften ihrer politischen Arbeit, die eine zeitgemäße und sozial gerechte Bildung an unseren Schulen stärken.“ Gleichzeitig setze Esken sich immer wieder erfolgreich für wichtige Fördermaßnahmen in ihrem Wahlkreis ein. Als Parteivorsitzende habe sie in schwierigen Zeiten Verantwortung übernommen „und mit dafür gesorgt, dass die SPD an ihrer Spitze geeint dasteht wie selten zuvor, die Bundestagswahl gewonnen hat und den Bundeskanzler stellt“, heißt in der Mitteilung weiter.
Die beiden Kreisverbände stünden fest hinter Esken. „Und unterstützen sie in ihrer erneuten Kandidatur, die in der aktuellen Lage ein wichtiges Signal der Kontinuität und Stabilität darstellt. Wir sind überzeugt, dass sie weiterhin wertvolle Arbeit für unseren Wahlkreis und für Deutschland leisten wird.“ Esken hatte zuletzt auch Olaf Scholz den Rücken gestärkt und Rufen nach Boris Pistorius als Kanzler eine Absage erteilt.