Schließung der Firma Ceratizit: IG Metall Betriebsräte im Kreis Freudenstadt: Nein zum Stellenabbau

Mit der Kampagne protestiert die IG Metall Freudenstadt gegen Stellenabbau.
IG Metall- IG Metall protestiert in Freudenstadt gegen Stellenabbau unter dem Motto „Zukunft braucht Menschen“.
- Werksschließung von Ceratizit in Empfingen bis 30. Juni 2026 vernichtet 230 Arbeitsplätze.
- IG Metall kritisiert Arbeitgeberstrategie als verantwortungslos und fordert sichere Zukunftsperspektiven.
- Abbau von Arbeitsplätzen betrifft gesamte Region – Angst und Unsicherheit prägen die Stimmung.
- Forderung an Politik: öffentliche Investitionen, stabile Tarifbindung und sozial gerechte Transformation.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Unter dem Motto „Zukunft braucht Menschen – Menschen brauchen Zukunft“ setzt die IG Metall Baden-Württemberg ein klares Zeichen für sichere Arbeitsplätze in Baden-Württemberg und eine faire Transformation, die nicht zulasten der Beschäftigten geht, sondern klare Zukunftsperspektiven für Menschen und Standort bietet. Der Ortsvorstand der IG Metall Freudenstadt unterstützt die Kampagne der IGM Baden-Württemberg im Rahmen von Betriebsversammlungen und betrieblichen Aktionen. Das berichtet die IGM in einer Pressemitteilung.
In der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg, sowie im Verantwortungsbereich der IG Metall Freudenstadt, werden laut Bericht aktuell massiv Arbeitsplätze abgebaut. Sogenannte Freiwilligenprogramme werden Beschäftigten angeboten, um zum einen Kündigungen zu vermeiden, oder die Gewinnmargen der Betriebe zu sichern. Ein Beispiel sei Empfingen: „Die Werksschließung der Firma Ceratizit und die damit einhergehende Vernichtung von 230 Arbeitsplätzen steht für eine Arbeitgeberstrategie der Verantwortungslosigkeit gegenüber den Beschäftigten!“, so Dorothee Diehm, Bevollmächtigte der IGM Freudenstadt. Das Ceratizit-Werk in Empfingen schließt zum 30. Juni 2026.
Angst, Verunsicherung und Sorgen vor der Zukunft
Wenn Betriebe wie im Beispiel Ceratizit Standorte schließen, habe das weitreichende Folgen für die gesamte Region. Es ginge nicht allein um die direkt betroffenen Arbeitsplätze innerhalb der Werkshallen. An jedem Betrieb hängen zahlreiche weitere Existenzen – vom Bäcker über den Handwerker bis hin zu Dienstleistern, die auf die Kaufkraft der Beschäftigten angewiesen sind. Wird ein Standort aufgegeben, verliere die Region nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Stabilität und Zukunftsperspektiven. „Einmal verlorene Arbeitsplätze kommen nicht zurück, sie sind unwiederbringlich verloren“, sagt Diehm.
Die Menschen vor Ort spüren laut IGM die Gefahren von massivem Stellenabbau sehr deutlich, Angst, Verunsicherung und große Sorgen vor der Zukunft prägen die Stimmung nicht nur im Betrieb und innerhalb der Familien, sondern ergreifen weite Teile der Bevölkerung. Die IG Metall Freudenstadt sagt in der Pressemitteilung klar: Die Betriebe tragen Verantwortung – für ihre Beschäftigten und für die Region.
Keine Abrissbirne auf dem Rücken der Beschäftigten
Die IG Metall stelle sich entschieden gegen ein rücksichtsloses Vorgehen der Arbeitgeber und kämpfen gemeinsam mit den Beschäftigten und den Menschen vor Ort für sichere Perspektiven, für Mitbestimmung und für eine lebendige Zukunft unserer Regionen. Diehm: „Insbesondere bei unseren mittelständischen Maschinenbauern erleben wir Arbeitgeber, die in Zusammenarbeit mit der IG Metall und Betriebsräten bis zur absoluten Schmerzgrenze um den Erhalt von Arbeitsplätzen kämpfen. Einfach ist das alles nicht, mit dem Einsatz von Kurzarbeit und nach der Kurzarbeit mit dem Verzicht von Entgeltleistungen der Beschäftigten für eine tarifliche Beschäftigungssicherung, konnten in gemeinsamer Anstrengung Arbeitsplätze gesichert werden.“
Die Bevollmächtigte unterstreicht die Bedeutung der Kampagne und macht deutlich: „Zukunft braucht Menschen – und Menschen brauchen Zukunft. Die Menschen der Region Freudenstadt und in Baden-Württemberg sind das Herzstück und die Stärke der hiesigen Industrie. Ohne sie wäre der Wohlstand im Ländle nicht möglich gewesen. Darum geben wir alles und kämpfen dafür, dass niemand auf der Strecke bleibt. Wir setzen uns dafür ein, dass Baden-Württemberg auch in Zukunft ein starker und innovativer Wirtschaftsstandort bleibt. Dafür fordern wir von der Politik klare Rahmenbedingungen: massive öffentliche Investitionen in Qualifizierung, erschwingliche Energiepreise und eine Industriepolitik, die Standort- und Beschäftigungssicherung in den Mittelpunkt stellt, sowie verlässliche Tarifbindung und Mitbestimmung. Die Transformation darf keine ‚Abrissbirne‘ auf dem Rücken der Beschäftigten werden – sie muss sozial, ökologisch und gerecht gestaltet werden.“
