Rottweil · Demonstration: „Demokratieist alternativlos“

Bunter Protest gegen den AFD-Landesparteitag.
Cornelia AddicksRund 2000 Teilnehmende beteiligten sich laut Polizei und den Veranstaltern, Elke Reichenbach und Thomas Busch, an der Versammlung. Oberbürgermeister Christian Ruf zeigte klare Kante: „Rottweil bleibt bunt.“ Der Zustand der Rechtsstaatlichkeit sei keine Selbstverständlichkeit, für diese Werte gelte es zu kämpfen. Die Stadt, so Ruf, habe keine Möglichkeit gehabt, die Halle nicht an die AfD zu vermieten.
Marcel Emmerich, Grünen-Bundestagsabgeordneter und Experte für Rechtsextremismus, erläuterte, wie „gefährlich die AFD ist“. Kräftigen Beifall erhielt er für seine Aussage, dass jeder das Recht habe, in Würde und Freiheit in diesem Land zu leben“. „Kein 100-Meter-Sprint, sondern ein Marathonlauf“ sei der Kampf gegen Rechtsextremismus, warnte Kai Burmeister vom Deutschen Gewerkschaftsbund. Die Verniedlichung von Begriffen aus der NS-Diktatur warf der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais der AfD vor.
„Demokratie ist alternativlos“ und „Die AfD ist für Christen und Christinnen nicht wählbar“ sagte Ordinariatsrätin Karin Schieszl-Rathgeb von der Diözese Rottenburg-Stuttgart. „Nie wieder ist jetzt!“ plädierte Mirko Witkowski von der SPD und die Menge skandierte die Worte lautstark.
Wie turbulent es derweil bei der AfD in der Rottweiler Stadthalle zuging, das erfuhren die Demonstranten zwischendurch.