Neckar Line: Rottweil hat den Mut zur Brücke

So soll die Hängebrücke in Rottweil aussehen.
Neckar Line GmbH (Grafik)- Baubeginn der 12-Millionen-Euro-Fußgänger-Hängebrücke „Neckar Line“ in Rottweil.
- Bauherr Günter Eberhardt und OB Dr. Christian Ruf beim Spatenstich.
- Die Brücke verbindet historische und moderne Sehenswürdigkeiten.
- Fertigstellung und Eröffnung im Mai 2026 geplant.
- Weitere Bauprojekte in Rottweil: Justizvollzugsanstalt und Verwaltungsbau.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Die Brücke bietet ein einzigartiges Erlebnis: Hochmoderne Architektur auf der einen Talseite, historische Schätze auf der anderen und dazwischen die Naturlandschaft des Neckars“, freute sich Bauherr Günter Eberhardt, der mit seiner Firma Neckar Line Rottweil GmbH die Brücke realisieren wird, beim Spatenstich am Montag. „Unter dem Motto ,Mut zur Brücke‘ hatten wir seinerzeit für das Projekt geworben und 72 Prozent der Bürgerinnen und Bürger überzeugt. Günter Eberhardt hat damals sein Wort gegeben, dass er die Brücke bauen wird und er hat Wort gehalten“, betonte Rottweils Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf.
„Die Neckar Line spannt den Bogen zwischen Tradition und Innovation und wird so auch zum Symbol für eine Stadt, in der zurzeit richtig etwas vorwärtsgeht“, so der OB laut Pressemitteilung mit Blick auf zahlreiche Bautätigkeiten in Rottweil. Im Zuge der Landesgartenschau 2028 plane die Stadt Millioneninvestitionen in Straßen, Radwege und Brücken und erschließt ein neues Naherholungsgebiet am Fuß der historischen Stadt.

Spatenstich für die Fußgänger-Hängebrücke „Neckar Line“ in Rottweil (von links): Projektleiter Roland Haag, Bauherr Günter Eberhardt, Rottweils Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf, Bürgermeisterin Ines Gaehn, Martin Heinzmann von der Volksbank Mittlerer Schwarzwald sowie Dietmar Mair und Christoph Müller von der Baufirma HTB aus Österreich.
Stadt Rottweil/HermannIm Norden Rottweils entstehe eine neue Justizvollzugsanstalt für den südwestlichen Landesteil und auch der Landkreis Rottweil errichtet einen neuen, repräsentativen Verwaltungsbau anstelle des bisherigen Landratsamtes aus den 1960er-Jahren. „Das investitionsfreundliche Klima in unserer Stadt zieht Folgeprojekte nach sich, etwa den Umbau unseres historischen Spitals in ein Hotel und ein Science-Center in Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft auf dem Landesgartenschau-Gelände“, ergänzte Bürgermeisterin Ines Gaehn, die auch eine der beiden Geschäftsführerinnen der Landesgartenschau ist.
Die Hängebrücke verbinde die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Rottweil auf kürzestem Weg: Auf der einen Talseite steht der Testturm von Thyssen-Krupp Elevator, der von den Star-Architekten Werner Sobek und Helmut Jahn entworfen wurde und Deutschlands höchste Aussichtsplattform mit einem Blick auf 232 Meter Höhe bis zum Schwarzwald, der Schwäbischen Alb und den Alpen bietet. Überquere man die Brücke über den jungen Neckar zu Füßen der ehemaligen Reichsstadt, gelange man in den Bockshof. Direkt am stadtseitigen Brückenportal befinde sich auch das Dominikanermuseum mit römischen Funden – sie bezeugen, dass Rottweil bereits 186 nach Christus römisches Stadtrecht besaß und sich damit älteste Stadt Baden-Württembergs nennen darf.
„Seit der Eröffnung des Testturms hat Rottweil ein Plus von rund 200.000 Tagesgästen im Jahr verzeichnet – durch die Hängebrücke ab 2026 und durch die Landesgartenschau im Jahr 2028 erwarten wir jeweils einen zusätzlichen Schub für den Tourismus in unserer Stadt“, betonte Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf.
Zeitschiene
Die Bauarbeiten beginnen ab dem 17. Februar mit archäologischen Untersuchungsgrabungen im Bockshof. Ab dem 10. März starten die Gründungsarbeiten auf der östlichen Talseite für den rund 60 Meter hohen Brückenpylonen. Im Verlauf des Sommers ist geplant, den Pylon zu errichten und die Tragseile für die Hängebrücke über das Neckartal zu spannen, ehe dann in der zweiten Jahreshälfte der Steg für die Fußgänger eingezogen werden könne. Die Firma Eberhardt rechnet einschließlich der archäologischen Grabungen mit einer Bauzeit von etwa 13 Monaten. Im Anschluss ist ein „Soft Opening“ mit Publikumsverkehr vorgesehen, sodass nach derzeitigem Stand die offizielle Eröffnung im Mai 2026 gefeiert werden kann.
