Katastrophenschutz: Sirenen für Horb und seine Teilorte

Sirene auf einem Gebäudedach.
Karl-Heinz KuballDie FD/FW-Gemeinderatsfraktion in Horb hat bei der Stadtspitze den Antrag eingereicht, eine Beschallungsprognose für die Horber Kernstadt und die Teilorte in Auftrag zu geben. Sie Fraktion geht von etwa 1000 Euro Kosten aus. Außerdem sollen die Kosten für den Aufbau eines förderfähigen Sirenennetzes belastbar geschätzt werden.
Wie die Fraktion ausführt, hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hatte bis Ende des Vorjahres 88 Millionen Euro an Fördermitteln zu Verfügung gestellt, um das Sirenennetz in Deutschland wieder aufzubauen. 11 Millionen Euro davon entfielen auf Baden-Württemberg. „Dieser Fördertopf ist zwischenzeitlich mehr als drei Mal überzeichnet worden. Die Landkreise beklagen die zu kurz angegebenen Fristen und die Zeitspanne der Umsetzung“, bemängelt die FD/FW-Fraktion: „Viele Kommunen konnten aufgrund der sehr kurz gewählten Fristen keine Anträge stellen.“
Die FD/FW-Fraktion ist sich sicher, dass das Programm zur Sirenenförderung neu aufgelegt wird. Die beantragte Beschallungsprognose soll die Stadt Horb in die Lage versetzen, sich dann unverzüglich um Fördermittel bewerben zu können. Da sich die Bebauung auch in den Teilorten geändert und erweitert habe, müsse die Schallausbreitung neu berechnet werden.
Die zunehmenden Krisen, „aktuell das Kriegsgeschehen in Russland und der Ukraine“, bestätigten jedoch die Notwendigkeit von Sirenen zur flächendeckenden Warnung der Bevölkerung immer mehr. „Moderne, förderfähige Sirenen können Sprachdurchsagen ausstrahlen, um die Bevölkerung schnell, konkret, mit einem hohen Erreichungsgrad, gegebenenfalls auch in mehreren Sprachen zu informieren oder/und warnen“, führt die FD/FW-Fraktion in ihrem Antrag aus. Solche Sirenen funktionierten auch bei Stromausfall und seien Teil eines im Ernstfall für die Bevölkerung lebenswichtigen „Warnmixes“ aus Radio, Fernsehen Warn-Apps auf dem Smartphone.