Freudenstadt: Zwei Tote auf dem Kniebis entdeckt

Der Gastrobetrieb auf dem Kniebis hätte am Montag wieder öffnen sollen.
Annette Maria RiegerIn einer gemeinsamen Pressemitteilung berichten Staatsanwaltschaft Rottweil und Polizeipräsidium Pforzheim, dass es sich bei dem Leichenfund in einem Kniebiser Anwesen am Mittwochnachmittag um zwei Männer im Alter von 58 und 32Jahren handelt. Die Polizei ermittelt derzeit die näheren Umstände, die zum Tod der beiden geführt haben. Hierzu werden unter anderem die Leichname obduziert.
Das inhabergeführte Hotel mit Restaurant zählt zu den letzten verbliebenen Traditionshäusern auf dem Kniebis und liegt direkt an der Bundesstraße. Deshalb sorgte das Großaufgebot an Polizei und Feuerwehr am Mittwochnachmittag für entsprechendes Aufsehen. Das Hotel hat derzeit Betriebsferien, war für die Ostertage jedoch bereits gut gebucht und sollte am Montag nach vierwöchiger Pause wieder öffnen.
„Der Kniebis ist in Schockstarre“, sagte Ortsvorsteher Helmut Klaissle: „Und keiner weiß hier: Wieso, weshalb, warum. Das, was da passiert ist, ist für uns alle ein großes Rätsel.“
Die Polizei möchte derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Angaben machen. Allerdings wird ausgeschlossen, so wurde am Tatort seitens der Polizei geäußert, dass ein Dritter in die beiden Todesfälle involviert ist. Und: „Falls etwa durch einen flüchtigen Täter eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestanden hätte oder noch bestehen würde, hätten wir die Öffentlichkeit entsprechend gewarnt.“
Spekulationen hinsichtlich eines Selbstmords tritt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Pforzheim mit der generellen Aussage entgegen: „Üblicherweise berichtet die Polizei und Staatsanwaltschaft nicht über suizidale Ereignisse.“