Freudenstadt-Dietersweiler · Feuerwehr: Bewohner können erst in zwei Monaten zurück in Wohnungen

Von außen sieht das Haus fast unbeschädigt aus.
Jochen Stöhr- Brand in Dietersweiler verursacht 500.000 Euro Schaden.
- Rauch- und Rußspuren im gesamten Mehrfamilienhaus.
- Feuerwehr rettet 7 Bewohner und einen Hund.
- Wohnungen bleiben zwei Monate unbewohnbar.
- Ermittlungen zur Brandursache laufen noch.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zwei Tage, nachdem im Keller eines Mehrfamilienhauses in der Raiffeisenstraße in Dietersweiler ein Stromverteilerkasten in Brand geraten war (wir berichteten), machten sich am Donnerstag auch Mitarbeiter einer auf Brand- und Wasserschadenssanierung spezialisierten Firma ein Bild der Lage. Den Schaden schätzt die Polizei auf 500000 Euro.
Von außen war dem Mehrfamilienhaus indes kaum etwas anzumerken, allerdings hatte der Brand sich auch auf den Keller beschränkt. Rauch und Ruß waren jedoch durchs Treppenhaus in alle Stockwerke und teils in die Wohnungen gezogen. Brandgeruch lag allerdings auch zwei Tage später noch in der Luft. Im Treppenhaus sah es verkohlt aus.
Tom Anger, Abteilungskommandant der Feuerwehr Freudenstadt, berichtete auf Nachfrage der NECKAR-CHRONIK, dass die Feuerwehr am Brandabend, nachdem die Abteilungen Dietersweiler und Freudenstadt das Gebäude entraucht hatten, einzelne gerettete Bewohner in die Wohnungen begleitet hatte, um Dokumente und Kleidung zu holen sowie die Fenster zu schließen.
In dem dreistöckigen Mehrfamilienhaus in der Raiffeisenstraße in Dietersweiler hatte, wie berichtet, am Dienstag gegen 20.30 Uhr ein Sicherungskasten im Keller vermutlich wegen eines technischen Defekts Feuer gefangen. Als Erste war die Abteilung Dietersweiler zur Einsatzstelle ausgerückt und hatte mehrere der Hausbewohner auf Balkonen entdeckt, die sich vor dem durch das Treppenhaus in alle Stockwerke ziehenden Rauch im Freien in Sicherheit gebracht hatten. Wie aus dem Einsatzbericht hervorgeht, wurde der Feuerwehr später die Explosion eines Sicherungskastens gemeldet.
Durch die Leitstelle wurde noch auf der Anfahrt das Stichwort auf „B5“ alarmiert. Im Feuerwehrjargon bedeutet dies einen Brand der Alarmstufe 5, der eine mittlere technische Hilfeleistung mit Menschenrettung umfasst.
Als auch die Feuerwehrleute aus Freudenstadt am Brandort in Dietersweiler eintrafen, befanden sich noch fünf Personen in dem Gebäude. Der Hausverwaltung sind insgesamt 15 Menschen in dem Mehrfamilienhaus gemeldet. Sieben Personen sowie ein Hund hielten sich zum Zeitpunkt, als das Feuer ausbrach, am 2. Januar abends in dem Wohnhaus auf.
Die Feuerwehrkameraden aus Dietersweiler bauten einen Löschangriff auf, und es gelang, das Feuer zügig zu löschen. Parallel rettete die Feuerwehr über die Drehleiter fünf Männer und Frauen, zwei Kinder sowie einen Hund.
Die Menschen wurden dem Rettungsdienst übergeben, jedoch galt nur eine Frau wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung als leicht verletzt und wurde vorsorglich ins Krankenhaus nach Freudenstadt gebracht.
Die Stadtwerke stellten den Strom in dem Mehrfamilienhaus nach der Explosion des Verteilerkastens im Keller aus Sicherheitsgründen komplett ab.
Die Freudenstädter Bürgermeisterin Stephanie Hentschel eilte noch am Dienstagabend zur Einsatzstelle, falls jemand der Hausbewohner eine Notunterkunft benötigt hätte. Jedoch kamen zumindest die fünf Erwachsenen sowie die zwei Kinder, die sich bei Ausbruch des Feuers in dem Mehrfamilienhaus aufgehalten hatten, noch am Abend des Brandes bei Bekannten und Verwandten unter.
Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks Freudenstadt verschlossen eine Glastüre im Untergeschoss, die die Feuerwehr hatte öffnen müssen, mit Spanplatten.
Einige Bewohner berichteten der NECKAR-CHRONIK, es dauere noch einen oder zwei Monate, bis die Wohnungen wieder bewohnbar sind. Zwischenzeitlich müssen die 15 Bewohner anderweitig unterkommen. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen noch.