Drei Todesopfer in Horb: Stahlseil gerissen – das sagen Ermittler am Mittwoch zum Gondel-Unfall

Nach dem Absturz einer Arbeitsgondel auf der Brückenbaustelle der Neckartalbrücke mit drei toten Bauarbeitern läuft die Ursachensuche.
Marijan Murat/dpa- Drei Arbeiter stürzten an Horber Hochbrücke in den Tod; Stahlseil gerissen.
- Männer waren zwischen 40 und 46 Jahre alt; Unfallursache noch unklar.
- Ermittlungen laufen; Notfallseelsorger helfen vor Ort.
- Verkehrsminister Winfried Hermann und Patrick Schnieder bekunden Beileid.
- Baustellenführungen vorerst ausgesetzt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Tag danach. Horb trauert. Noch immer steht ein Team von Notfallseelsorgern bereit, um denen zu helfen, die die schrecklichen Ereignisse am Dienstag aufarbeiten müssen. Gegen 12.30 Uhr waren drei Arbeiter an der Hochbrücken-Baustelle mit einer Gondel aus größer Höhe abgestürzt. „Bei Eintreffen der Feuerwehr und der Rettungskräfte war leider nichts mehr zu machen“, sagte der Horber Feuerwehr-Sprecher Jan Straub.
Das Kriminalpolizeidirektion Calw und die Rottweiler Staatsanwaltschaft sind für die Ermittlungen zuständig. Ein sichtbar gerissenes Stahlseil baumelte nach dem Unfall zwischen Betonpfeiler und Gerüst herum, während Einsatzkräfte das Gebiet abgeriegelt hatten. Dass das Seil riss, haben die Ermittler in einer Mitteilung am Mittwoch nun bestätigt.
Doch weshalb gab es nach, während die Bauarbeiter durch einen Kran zu ihrem Arbeitsbereich auf einen Pfeiler nach oben befördert werden sollten? Darüber haben die Ermittler offenbar noch keine Erkenntnisse. „Die Ermittlungen dauern an“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung am Mittwoch. Die Ursache sei noch unklar.
Das Regierungspräsidium Karlsruhe (RP) hat auf den Unfall reagiert und die Baustellenführungen an der Hochbrücke, die immer ausgebucht sind, zunächst ausgesetzt. Das teilte eine Sprecherin am Mittwochmorgen mit. Das RP ist Bauherr, die Firma Porr mit Deutschland-Sitz in München führt die Arbeiten an einem der größten Bauprojekte im Land im Auftrag der Behörde aus.
Die Toten waren nach Angaben der Ermittler zwischen 40 und 46 Jahre alt. Ob die Leichen obduziert werden, müsse die leitende Staatsanwältin noch entscheiden, sagte Sama Martina, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Rottweil, unserer Zeitung.
Neben Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hat auch der neue Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl ausgesprochen. „Dies ist ein fürchterlicher Unfall. In Gedanken bin ich bei den Angehörigen der Verunglückten“, sagte er der „Deutschen Presse-Agentur“. Er dankte zudem den Notfallseelsorgern vor Ort. „Auch für die Kolleginnen und Kolleginnen an der Baustelle in Horb ist das nur schwer zu verkraften.“



Drei Männer sind bei einem Arbeitsunfall an der Neckartalbrücke in Horb ums Leben gekommen. Es geht nun erst einmal darum, diesen Unfall aufzuklären.