Dietersweiler · Feuerwehr
: Haus ist nach Brand vorerst unbewohnbar

Der Schaden in einem Mehrfamilienhaus in Dietersweiler liegt bei 500.000 Euro.
Von
Cristina Priotto
Freudenstadt-Dietersweiler

Mit einer Drehleiter und Steckleitern rettete die Feuerwehr sieben Menschen von Balkonen.

Jochen Stöhr
  • Brand in Dietersweiler: Sachschaden ca. 500.000 Euro.
  • Feuerwehr rettet sieben Menschen, ein Verletzter mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung.
  • Brandursache vermutlich technischer Defekt im Keller.
  • Gebäude unbewohnbar, umfangreiche Sanierungen nötig.
  • 50 Einsatzkräfte bis 23 Uhr im Einsatz, Bewohner bei Bekannten untergebracht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Raiffeisenstraße in Dietersweiler ist am Dienstag gegen 20.30 Uhr nach Angaben der Polizei Sachschaden in Höhe von rund 500.000 Euro entstanden. Eine erwachsene Person wurde durch das Feuer leicht verletzt.

Nach bisherigem Stand der polizeilichen Ermittlungen brach der Brand im Bereich eines Sicherungskastens im Keller aus. Wie Tom Anger, stellvertretender Stadtbrandmeister und Abteilungskommandant der Feuerwehr Freudenstadt, am Mittwoch auf Nachfrage der NECKAR-CHRONIK mitteilte, sind 15 Bewohner in dem Mehrfamilienhaus gemeldet. Zum Zeitpunkt, als das Feuer im Keller ausbrach, befanden sich allerdings nicht alle in dem Gebäude. „Wir haben fünf Erwachsene, zwei Kinder und einen Hund über die Drehleiter beziehungsweise über tragbare Leitern gerettet“, berichtete Anger.

Die Hausbewohner hatten sich aufgrund der Rauchentwicklung auf Balkone im ersten und zweiten Obergeschoss begeben, sodass niemand über das völlig verrauchte Treppenhaus ins Freie gebracht werden musste. „Es wäre schlimmer gewesen, wenn die Leute schon geschlafen hätten“, bewertete Tom Anger die Uhrzeit des Brandes als Glück im Unglück. Die einzige leicht verletzte Person wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung vorsorglich ins Krankenhaus gefahren.

Nach derzeitigem Sachstand dürfte der Brand im Keller des Gebäudes ausgebrochen sein, als Ursache vermuten Polizei und Feuerwehr einen technischen Defekt.

Der Gesamtschaden beläuft sich nach derzeitigen Schätzungen auf etwa eine halbe Million Euro. Die Wohnungen des Gebäudes sind aktuell nicht nutzbar, laut Anger unter anderem, weil kein Strom im Gebäude ist, denn die Sicherungen wurden bei dem Feuer komplett zerstört. Zudem ist das Mehrfamilienhaus komplett verraucht, einschließlich einiger Wohnungen. Umfangreiche Sanierungen und Renovierungen werden nötig sein. Ein Versicherungssachverständiger kam am Mittwoch zur Einsatzstelle.

Die dort lebenden Menschen, kamen alle noch am Abend bei Bekannten oder Verwandten unter, sodass die Stadt Freudenstadt keine Unterkünfte finden musste.

Die Feuerwehr Freudenstadt bekämpfte den Brand bis etwa 23 Uhr mit neun Fahrzeugen und zirka 50 Einsatzkräften und belüftete das Gebäude. Das Technische Hilfswerk sicherte die Türen des Gebäudes. Die Ermittlungen zur Brandursache durch das Polizeirevier Freudenstadt dauerten am Mittwoch noch an.