Bundestagswahl 2025: So hat die Region um Horb gewählt

Die Auszählung läuft: In der Turnhalle der Gutermann-Grundschule in Horb sortieren und zählen die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer die Stimmen.
Dagmar Stepper- Bundestagswahl 2025: Region Horb wählt am 23. Februar statt im September.
- Wahlrechtsreform verkleinert Bundestag, Überhangmandate entfallen.
- Manche Politiker verlieren trotz Wahlkreisgewinns ihren Sitz.
- Ergebnisse aus Horb, Eutingen, Empfingen, Freudenstadt, Sulz, Vöhringen folgen nach der Wahl.
- Neue Regierung und Bundeskanzler werden bestimmt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ergebnisse in den Kommunen der Region um Horb
- Das Ergebnis in Horb
- Das Ergebnis in Eutingen
- Das Ergebnis in Empfingen
- Das Ergebnis in Freudenstadt
- Das Ergebnis in Sulz
- Das Ergebnis in Vöhringen
Das sind Hochburgen in Horb
Zunächst der Blick auf die Erststimmen: Wahlsieger Klaus Mack (CDU), auf den insgesamt 39,3 Prozent der Stimmen entfielen, holte in Grünmettstetten mit 53,4 Prozent sein bestes Ergebnis. Am schwächsten schloss der 51-Jährige im Wahllokal Pestalozzischule (24,5 Prozent) ab. Abgestürzt in Horb ist dagegen die FDP. Bei den Zweitstimmen gelang im Wahllokal Pestalozzischule mit 7,2 Prozent das beste Ergebnis. Dort holte der liberale Direktkandidat Jan Felix Stöffler mit 6,3 Prozent auch seine höchsten Stimmanteile. Wo die AfD besonders stark ist, in welchen Wahlbezirken Sieger Klaus Mack (CDU) nicht vorne liegt: Das fällt bei der Bundestagswahl in der Stadt Horb auf.
Die Ergebnisse aus Horb sind da
Horb ist fertig mit der Auszählung. Auf das Ergebnis aus Grünmettstetten wurde bis zuletzt gewartet. Die CDU ist mit 34,86 Prozent stärkste Macht in der Gesamtstadt, CDU-Kandidat Klaus Mack hat sich mit 39,26 Prozent die meisten Erststimmen gesichert. Die AfD holte 27,13 Prozent der Zweitstimmen, die FDP kam in der Gesamtstadt nur noch auf 5,84 Prozent. Dabei galt Horb, vor allem dank des früheren Oberbürgermeisters Michael Theurer, immer als liberale Hochburg. Die SPD kam auf 11,38 Prozent der Zweitstimmen, die Grünen holten 8 Prozent. Die Linke kommt auf 4,66 Prozent, das BSW auf 4,12 Prozent.
Dettlingen bleibt AfD-Hochburg: Hier gaben der Partei 43,68 Prozent der Wähler ihre Zweitstimme, gut 10 Prozent mehr als der CDU (33,33 Prozent). Auch auf dem Hohenberg ist die AfD auffallend stark: Im Wahlbezirk Schulzentrum holte sie 39,78 Prozent, in der Pestalozzischule 39,05 Prozent. Auch in Bildechingen (mit Haugenstein) konnte die AfD punkten: Im Rathaus kam sie auf 36,63 Prozent. Im Dorf (Wahlbezirk Turn- und Festhalle) wählten fast 11 Prozent weniger die AfD.
Die Grünen haben in Isenburg am besten abgeschnitten und liegen hier mit 15,17 Prozent sogar über dem Bundesdurchschnitt. Die SPD holte in Ihlingen die meisten Stimmen: 18,82 Prozent. Alle Ergebnisse in der Übersicht: Das Ergebnis in Horb.
Empfingen und Eutingen sind ausgezählt
Auch Empfingen ist durch: Klaus Mack (CDU) holte 45,69 Prozent der Erststimmen, bei den Zweitstimmen liegt die CDU bei 39,07 Prozent. Raimond Lamparter (AfD) holte 26,91 Prozent, die AfD erhielt 27,67 Prozent der Zweitstimmen. Das Ergebnis in Empfingen.
In Eutingen ist die CDU mit Klaus Mack ebenfalls Wahlgewinner: Mack sicherte sich 40,43 Prozent der Erststimmen und holte 36,26 Prozent der Zweistimmen. Das zweitstärkste Ergebnis holte auch hier die AfD (22,87 Prozent Zweitstimmen, 22,83 Prozent Erststimmen). Die SPD - Eutingens Bürgermeister Markus Tideman ist SPD-Mitglied - liegt bei 12,49 Prozent (Zweistimmen), Saskia Esken holte hier 13,37 Prozent der Erststimmen. Das Ergebnis in Eutingen.
Esken im Wahlstudio der ARD
"Es ist ein bitteres Ergebnis", sagte die SPD-Bundesvorsitzende und hiesige Direktkandidatin Saskia Esken im Wahlstudio der ARD. Die Koalitionsbildung werde nicht einfach. "Wir werden wichtige Entscheidungen zu treffen haben." Die aber wolle man geschlossen innerhalb der Partei treffen, betonte Esken und ließ sich auch unter dem Druck der Fragen nicht zu einer klaren Aussage bringen. SPD-Chef Lars Klingbeil hatte zuvor einen personellen Neustart seiner Partei angekündigt und gesagt: „Dieses Ergebnis wird Umbrüche erfordern in der SPD“.
Waldachtal ist ausgezählt: CDU vorne
Die Gemeinde Waldachtal ist ausgezählt (19.41 Uhr). Klaus Mack von der CDU sicherte sich 41,57 Prozent der Erststimmen, bei den Zweitstimmen kam die CDU auf 37,05 Prozent. Die AfD sicherte sich 31 Prozent der Zweitstimmen, ihr Direktkandidat Raimond Lamparter 29,71 Prozent. Die SPD liegt bei den Zweitstimmen weit unter dem Bundesdurchschnitt von 9,13 Prozent, die FDP kommt auf 5,41 Prozent, die Grünen holen 5,25 Prozent der Stimmen, die Linke schafft 3,24 Prozent.
4481 Wahlberechtigte waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. 3752 hatten gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 83,73 Prozent und damit im Bundestrend.
Dettlingen wählt AfD und CDU: 1. Horber Stadtteil ausgezählt
In Horb ist gegen 18.45 Uhr das erste Ergebnis gemeldet worden. Dettlingen (266 Wahlberechtigte) hat vorgelegt. Bei den Erststimmen liegt Klaus Mack von der CDU (41,38 %) knapp vor Raimond Lamparter von der AfD (39,08 %). Die AfD aber sicherte sich hier die Zweitstimmen: 43,68 Prozent. Die CDU holte hier nur 33,33 %. Weitere Ergebnisse werden, vor allem aus den kleineren Stadtteilen, in den kommenden Minuten erwartet.
Die Auszählung läuft (18.30)
Die Auszählung in Horb und den Stadtteilen läuft. In der Turnhalle der Gutermann-Grundschule sind acht Wahlhelferinnen und Wahlhelfer im Einsatz. Wahlleiter Joachim Patig rechnet mit einer sehr hohen Wahlbeteiligung in Horb und den Teilorten.
Patigs Prognose deckt sich mit den bundesweiten Zahlen: Stand 18.15 Uhr liegt die Wahlbeteiligung in diesem Jahr bei 84 Prozent. Das ist die höchste Beteiligung seit 1990.
Freuen, bangen, hoffen (18.00)
Die CDU im Wahlkreis Calw/Freudenstadt feiert seit 17.30 Uhr mit dem Klaus Mack im Brauereigasthof "Krone" in Hochdorf. Mack holte 2021das Direktmandat und ist auch in diesem Jahr zuversichtlich.
Die SPD feiert in Horb. Im "Morgenland" kommen die Genossinnen und Genossen am Abend zusammen. Auch eine Live-Schalte nach Berlin ist geplant: Saskia Esken ist als SPD-Bundesvorsitzende in der Hauptstadt, will aber auch mit ihren Unterstützerinnen und Unterstützern im Wahlkreis feiern. Zu feiern gibt es allerdings nicht viel. Die SPD hat ein historisch schlechtes Wahlergebnis eingefahren, laut der ersten Hochrechnungen liegen die Sozialdemokraten bei nur noch 16 Prozent. Gemeinsam mit Kanzler Olaf Scholz trat Saskia Esken gegen 18.40 Uhr auf die Bühne.
Die Grünen treffen sich im "Grünen Baum" in Altensteig (Kreis Calw). Thuy Nga Trinh hofft auf ein gutes Ergebnis ihrer Partei im Wahlkreis Calw/Freudenstadt. Parallel trifft sich in derselben Lokalität die FDP: Jan Felix Stöffler stammt aus Altensteig. Er bibbert am frühen Abend, ob seine Partei den Sprung ins Bundesparlament noch schafft.
Die AfD im Wahlkreis Calw/Freudenstadt hat nicht zu einer offiziellen Wahlparty eingeladen. Raimond Lamparter verbringt den Abend mit Familie und Freunden.
Thomas Hanser von der Linken ist am Abend in Stuttgart bei der zentralen Feier des Landesverbands. Hanser ist über das Ergebnis bundesweit sehr zufrieden. Die Linke hatte auf den letzten Metern vor der Wahl noch kräftig aufgeholt und liegt laut den Hochrechnungen bei 8,5 Prozent (19.45 Uhr). Hanser geht davon aus, dass er auch bei den Erststimmen im Wahlkreis Calw/Freudenstadt ein besseres Ergebnis einfahren wird, als bei der vorangegangenen Bundestagswahl 2021.
Horber Wahllokale liefern Zahlen (17.00)
In Ahldorf wurden die Wählerinnen und Wähler am Sonntag kategorisiert: Männlich? Weiblich? Altersgruppe? Nach diesen Kriterien gab's die Stimmzettel von einem der vielen vorbereiteten Stapel. Ahldorf ist einer von 2700 zufällig ausgewählten Wahlbezirken in der Bundesrepublik. Deutschlandweit sind 2025 etwa 92.000 Wahllokale eingerichtet.
Die repräsentative Wahlstatistik dient dem Informationsbedarf in vielen Bereichen. Nach Auskunft der Bundeswahlleiterin Dr. Ruth Brand gibt sie – über das amtliche Wahlergebnis hinaus – Auskunft, in welchem Umfang sich Wählerinnen und Wähler an der Wahl nach Geschlecht und Geburtsjahresgruppen beteiligt und wie gestimmt haben. Zudem stelle die Statistik dar, auf welche Weise Stimmen ungültig abgegeben wurden. Die Statistik wird bei Bundestagswahlen seit 1953 durchgeführt.

Wahlhelfer in Ahldorf mit den vielen verschiedenen Stimmzettel-Päckchen. Die Daten fließen in die bundesweite Wahlstatistik ein.
Mara LucasWählerinnen und Wähler in Altheim waren am Wahlsonntag Teil der „18-Uhr-Prognose“ in der ARD. Zumindest diejenigen, die sich an der Umfrage von „Infratest dimap“ beteiligt haben. Fast alle füllen die Fragebögen aus, kreuzen etwa an, was sie gewählt haben und warum, wie alt sie sind, welchen Schulabschluss sie haben. Etwa jeder achte Umfragebogen ist etwas umfangreicher, hat Fragen auf der Rückseite unter anderem zum bisherigen Wahlverhalten und dem Beruf.
So wurde bisher in Horb gewählt
Die CDU hielt sich über Jahre hinweg als stärkste Kraft in Horb. Doch wie hat sich das seit dem Aufstieg der AfD verändert? Ein Blick zurück auf die vergangenen Bundestagswahlen, bevor am Sonntag erneut gewählt wird: Ein langfristiger Blick auf die Zweitstimmenverteilung zeigt, dass die CDU über Jahre hinweg dominant war. Bei den letzten Wahlen verlor sie jedoch stetig an Zustimmung.
Während die Union 2002 noch fast 50 Prozent der Stimmen erreichte, folgte ein Einbruch: 2005 lag sie bei 42 Prozent, 2009 bei 36,9 Prozent. 2013 konnte die CDU in Horb mit 50,2 Prozent nochmals ein starkes Ergebnis erzielen – bundesweit lag sie damals bei 41,5 Prozent, während die FDP erstmals aus dem Bundestag ausschied. Doch bei den Wahlen 2017 und 2021 kam der große Absturz: Erst fiel die CDU auf 33,3 Prozent, dann rutschte sie 2021 erstmals unter die 30-Prozent-Marke – das schlechteste Ergebnis in Horb.
Die vorgezogene Bundestagswahl
Eigentlich hätte Deutschland erst im September gewählt. Doch nun wird die Entscheidung schon am 23. Februar bei der vorgezogenen Bundestagswahl fällig. Nach der Wahl stehen die Antworten auf entscheidende Fragen fest: Welche Parteien bilden die neue Regierung? Wer wird Bundeskanzler?
Für die Region spielt außerdem die Wahlrechtsreform zur Verkleinerung des Bundestags eine große Rolle. Weil es keine Überhangmandate mehr gibt, werden einige Politikerinnen und Politiker nach den Neuwahlen nicht mehr den Sprung ins Parlament schaffen, obwohl sie den Wahlkreis gewonnen haben.


