Auszeichnung des Ministerpräsidenten
: Verdienstorden für Alt-Landrat Rückert und die Unternehmer-Brüder Schmalz

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat am Freitag im Neuen Schloss in Stuttgart Alt-Landrat Dr. Klaus Michael Rückert und die Unternehmer Dr. Kurt Schmalz und Wolfgang Schmalz mit dem Verdienstorden des Landes ausgezeichnet.
Von
NC
Stuttgart/Kreis Freudenstadt
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Ministerpräsident Winfried Kretschmann verleiht dem Freudenstädter Landrat a. D. Dr. Klaus Michael Rückert den Verdienstorden des Landes.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann verleiht dem Freudenstädter Landrat a. D. Dr. Klaus Michael Rückert den Verdienstorden des Landes.

Staatsministerium Baden-Württemberg / Ilkay Karakurt
  • Ministerpräsident Kretschmann verleiht den Verdienstorden des Landes im Neuen Schloss Stuttgart.
  • Geehrt wurden Alt-Landrat Dr. Klaus Michael Rückert sowie die Unternehmer Dr. Kurt und Wolfgang Schmalz.
  • Rückert trug zur Einrichtung und Weiterentwicklung des Nationalparks Schwarzwald bei – und engagiert sich ehrenamtlich.
  • Die Schmalz-Brüder führten ihr Familienunternehmen zu einem Spezialisten für Vakuumtechnologie.
  • Laut Laudatio setzen sie stark auf Nachhaltigkeit mit Solarenergie, Windkraft und sozialer Verantwortung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Dr. Klaus Michael Rückert übernahm im Zeitraum von 1999 bis 2025 in verschiedenen Positionen kommunalpolitische Verantwortung“, heißt es in der Laudatio. „Dabei hatte er stets den Ausgleich zwischen den verschiedenen Interessen der Menschen im Blick und richtete seinen Fokus auf wichtige Themen wie Wirtschaftsentwicklung, Naturschutz und die Lebensverhältnisse in der Stadt und auf dem Land.“ Er habe zahlreiche nachhaltige und zukunftsweisende Akzente gesetzt. „Ganz entscheidend hat er als Brückenbauer zur erfolgreichen Einrichtung und Weiterentwicklung des Nationalpark Schwarzwald beigetragen.“ Daneben engagiert sich Rückert ehrenamtlich für jene, die Unterstützung brauchen. Rückert verabschiedete sich 2025 nach 15 Jahren aus dem Amt, um künftig als katholischer Diakon zu arbeiten.

„Sie sind damit Vorbilder für andere“

In seiner Rede an alle 27 Ausgezeichneten sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Freitag in Stuttgart: „Sie sind Menschen, die in unserer Gesellschaft herausragen, weil sie sich einsetzen, die Initiative ergreifen, Besonderes leisten im Ehrenamt oder im Beruf. Sie gehen mit neuen Ideen und Mut voran, inspirieren und motivieren andere und kümmern sich um ihre Mitmenschen. Sie sind damit Vorbilder für andere.“

Kretschmann würdigte die Bedeutung engagierter Bürgerinnen und Bürger als Kitt, der die Gesellschaft zusammenhalte: „Menschen, die ihr Können, ihre Zeit und Arbeit zum Nutzen aller investieren, die nicht nur an sich und den persönlichen Erfolg denken, sondern die für das Füreinander und das Miteinander stehen, sind eine der tragenden Säulen unseres Gemeinwesens.“ In seiner Laudatio richtete er den Blick weiter auf das demokratische Gemeinwesen und den fundamentalen Zusammenhang von Freiheit und Verantwortung. Die Ausgezeichneten seien lebendige Beispiele für diese Verbindung: „Auf den verschiedensten Feldern im Staat, in der Gesellschaft, in der Wirtschaft haben sie mehr als nur ihre Pflicht getan: Sich eingebracht, mitgearbeitet und mitgestaltet. In der Politik, in Parteien, in Unternehmen, in Wissenschaft und Forschung, in Vereinen, Verbänden und Initiativen, in Stiftungen und Genossenschaften, in Musik, Kunst und Kultur, im Sport oder den Kirchen, aber auch einfach als Einzelperson.“

Ministerpräsident Winfried Kretschmann bedankte sich bei den Geehrten mit den Worten: „Mit ihren Leistungen, ihren Begabungen und ihrer Persönlichkeit, mit ihrem Berufsethos und ihrem Amtsverständnis haben sie sich um unser Gemeinwesen, um Baden-Württemberg verdient gemacht.“

Dr. Kurt Schmalz und Wolfgang Schmalz mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann im Neuen Schloss in Stuttgart.

Dr. Kurt Schmalz und Wolfgang Schmalz mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann im Neuen Schloss in Stuttgart.

Staatsministerium Baden-Württemberg / Ilkay Karakurt

„Macht uns sehr stolz“

Ausgezeichnet wurden auch die Unternehmer Kurt und Wolfgang Schmalz. Sie prägten nicht nur die wirtschaftliche Landschaft des Landes nachhaltig, sondern wirkten auch mit ihrem weitreichenden sozialen und ökologischen Engagement bis über die Grenzen des Nordschwarzwalds hinaus, hieß es bei der Ehrung. Gemeinsam entwickelten sie das vom Großvater als Rasierklingenfabrik gegründete Unternehmen zu einem weltweit führenden Spezialisten für Vakuumtechnologie. „Einen besonderen Fokus legten sie dabei auf ökologische Nachhaltigkeit durch den Einsatz von Solarenergie, Windkraft und regenerativen Energieträgern“, heißt es in der Laudatio. „Das Unternehmensziel Nachhaltigkeit wird dabei als steter Einklang von Ökonomie, Ökologie und sozialer Verantwortung verstanden und durch den Beitritt zum Klimabündnis Baden-Württemberg bekräftigt.“

Kurt Schmalz ist Hauptinitiator des Campus Schwarzwald in Freudenstadt und Vorsitzender des Vereins Hochschulcampus Nordschwarzwald. Seit knapp 20 Jahren ist er ehrenamtlich Vizepräsident der IHK Nordschwarzwald, engagiert sich in der Deutschen Industrie- und Handelskammer und setzt sich für die Diakonie Dornstetten-Glatten-Schopfloch ein. Wolfgang Schmalz war viele Jahre im Beirat der Landesregierung für nachhaltige Entwicklung und wirkte im „Dialog über die Zukunft Deutschlands“ sowie in der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit mit. Mit seiner Frau Esther Schmalz ist er Gründer und Vorsitzender der Schmalz Stiftung, die Projekte wie die Errichtung einer Photovoltaikanlage in Namibia fördert. Darüber hinaus setzt er sich für den Segelflugsport ein.

„Diese Auszeichnung ist eine große Ehre und macht uns sehr stolz“, teilten Kurt und Wolfgang Schmalz mit. „Als Familienunternehmer ist die Firma Schmalz unser Lebenswerk.“ Das führt Dr. Johannes Schmalz, Sohn von Kurt Schmalz, nun in die Zukunft.