Weihnachtsspendenaktion: Kauf-Wasch-Café: Zur Tasse Kaffee gern noch etwas Aufbauendes

Da lässt es sich gemütlich sitzen und plaudern, und der Kaffee ist unschlagbar günstig, ebenso der Kuchen. Im Café des Ebinger Diakonie-Sozialzentrums gibt es außerdem Rat und Tat für alle Lebenslagen.
Ernst Klett- Das Kauf-Wasch-Café in Ebingen unterstützt finanziell schwache Menschen.
- Es bietet günstigen Kaffee und Kuchen sowie Rat und Tat für alle Lebenslagen.
- Das Café benötigt Spenden für eine neue Kaffeemaschine.
- Leser können gezielt für das Café oder ein Kinderklinik-Projekt spenden.
- Die Diakonie vereint Menschen und bietet Gebrauchtartikel und Hilfe an.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Klimawandel macht in diesem Winter Pause. Es ist dauerhaft kalt. Und in Albstadt, wo es immer einen Kittel ärger ist als im Unterland, spürt man das besonders. Wer da kein Dach überm Kopf oder eine halbwegs warme Stube hat, der ist noch ärmer dran, als alle anderen, die fröstelnd durch die Straßen eilen, zu Hause aber 21 Grad und weitere Annehmlichkeiten warten. Gut, wenn man trotz trüber Aussichten einen Platz kennt, wo man zumindest eine Zeitlang auftauen kann – rein körperlich, aber auch seelisch. Dieser Platz, das ist das Kauf-Wasch-Café der Diakonischen Bezirksstelle Balingen in der Ebinger Bahnhofstraße.
Wer zum ersten Mal dorthin geht, oder auch gehen muss, der oder die sei gewahr: Im selben Haus ist eine Ladenkette untergebracht, die allerlei kostengünstigen Krimskrams offeriert. Da freilich ist man vollkommen falsch. In diesem Geschäft geht es zwar billiger zu als anderswo, aber wenn im Portemonnaie schwerpunktmäßig Ebbe ist, bewegt man sich einige wenige Schritte weiter und rechts ums Eck. Hinter einer unscheinbaren Nebeneingangstür öffnet sich Treppenhaus. Abwärts finden sich gebrauchte, aber funktionstüchtige und vor allem fast geschenkte Haushaltswaren. Die Treppe hoch, kann man sich auf vielen Quadratmetern von Kopf bis Fuß neu einkleiden: Schuhe und Oberbekleidung, ebenfalls aus zweiter Hand für ganz wenige Geld!

Der Kuchen, den es im Kauf-Wasch-Café gibt, wird nur einmal in der Woche gekauft, sonst wird selbst gebacken. Dafür können sich gern weitere Freiwillige melden: Auch Kuchenspenden sind willkommen!
Ernst KlettIm oberen Stockwerk allerdings, man muss sich vom Treppenhaus erst an den Bekleidungsständen vorbei manövrieren, ist ebenfalls das Herzstück des sozialen Zentrums von Albstadt: das Café. Das ist nicht eben groß, und von Wiener Kaffeehausatmosphäre ein größeres Stück entfernt. Aber es ist trotz der gebrauchten Möblierung mit viel Herz eingerichtet, und man fühlt sich sofort wohl, wenn man durch die Glastür geht.
Fotografieren? Och!
Das wissen auch die beiden Damen nicht mehr ganz neuesten Baujahrs zu schätzen, die sich an einem Fenstertisch angeregt unterhalten. Vor lauter Reden, Kaffee und Kuchen ahnen sie nicht, was auf sie zukommt: Der ebenfalls nicht mehr ganz taufrische Südwest-Presse-Redakteur bittet um ein Foto! Die Leserinnen und Leser im gesamten Zollernalbkreis sollen schließlich wissen, was es mit dem dritten Teil von Kaufen und Waschen auf sich hat. Nach eher gespieltem Widerstand ist das Damenduo bereit und lässt unter viel Gelächter Bilder von sich machen. Daneben grinst ein weiterer Besucher vor sich hin. Aber damit hat es flott ein Ende: Auch er wird abgelichtet. Ohne Widerstand. Alle drei wissen schließlich, dass es um Werbung und um Spenden für diese Einrichtung geht, die sie so gern und regelmäßig ansteuern.

Die freundliche Ukrainerin an der Maschine, die das Herz des Cafés darstellt, und für die es unbedingt eine Nachfolgerin braucht: Unsere Leserinnen und Leser dürfen gern dafür spenden!
Ernst KlettWer sich den Milchschaumkaffe für über vier Euro anderswo nicht leisten kann, aber trotzdem mal im Warmen sitzen und mit anderen Leute reden will, der ist in der Bahnhofstraße genau richtig. Ein Becher Kaffee kostet einen Euro, die Tasse mit Milchspezialitäten einen halben Euro mehr. Ein Stück Kuchen, einmal in der Woche gekauft, sonst selbstgemacht, gibt es ebenfalls für 1,50 Euro. Wer ganz arg knapp bei Kasse ist, der wird von Geschäftsführerin Patricia Seibert-Klöck oder anderen aus dem ehrenamtlichen Team auch mal eingeladen. Niemand wird wieder weggeschickt! Halt, stimmt nicht. Es soll schon Winter gegeben haben, da hätte man das kleine Café wegen Überfüllung eigentlich schließen müssen. Aber man hat schichtweise gewechselt, damit jeder und jede mal drangekommen sind.

An der Theke des Cafés weihnachtet es kräftig. In dem Extraraum im oberen Stock sollen sich die Gäste besonders wohlfühlen.
Ernst KlettÜber den Daumen gepeilt und das Jahr gerechnet, gehen pro Öffnungstag annähernd 100 Tassen Kaffee über die liebevoll gestaltete Theke. Und das merkt man dem Kaffeeautomaten seit geraumer Zeit an. Das Gerät ist zwar für Gaststätten ausgelegt und entsprechen robust, aber mit den Jahren werden die Reparaturen immer kostspieliger, und irgendwann ist der Kaffeemaschinenzenit halt überschritten. „Noch mehr Geld hineinzustecken, das lohnt sich wirklich nicht mehr“, sagt Diakonie-Geschäftsführer Micha Haasis.
So können Sie spenden!
In diesem Jahr können unsere Leserinnen und Leser für zwei Weihnachtsprojekte spenden: Da ist die Kaffeemaschine fürs Ebinger Kauf-Wasch-Café, und da ist ein neues Projekt an der Kinderklinik Tübingen, das den kleinen Patienten die Angst vorm Krankenhaus nehmen soll. Das Spendenkonto hat diese IBAN: DE 20 6535 1260 0077 0400 00. Der BIC Code der Sparkasse Zollernalb: SOLADES1BAL. Ganz wichtig, weil es zwei Projekte sind: Bitte geben Sie auf der Überweisung mit an, wofür Sie spenden. Die Stichworte sind Kauf-Wasch-Café und Kinderklinik. Wenn Sie nichts notieren, machen wir halbe-halbe.
Bei Spenden bis zu 300 Euro braucht es keine Spendenbescheinigung. Der Überweisungsbeleg reicht dem Finanzamt. Wenn Sie eine Bescheinigung wünschen, vermerken Sie das bitte ebenfalls.
Exakt an dieser Stelle, bei der Frage nach den Reparaturkosten, kommen die Leserinnen und Leser der Südwest Presse ins Spiel: Wir bitten Sie herzlich um ihre Spenden, damit das Kauf-Wasch-Café auch weiterhin herrlichen Kaffee servieren und vielen Menschen ein kleines Glück bescheren kann.
Viel mehr als nur Kaffee
Denn es geht ja nicht um die gebrühte Heißflüssigkeit allein. Wer im ersten Stock der Bahnhofstraße 11 sitzt, der entkommt der Einsamkeit daheim und ist froh, zumindest eine Zeitlang unter Leuten zu sein. Im Albstädter Kaffeehaus der besonderen Art gibt es neben sehr günstigen Gebrauchtartikeln gleichzeitig Rat und Tat bei so gut wie allen Notlagen, die das Leben einem aufladen kann. Das ist der Mix, mit dem die Diakonie Menschen aus dem gesamten Zollernalbkreis unter einem Albstädter Dach vereint. Mit Ihrer Spende, liebe Leserinnen und liebe Leser, helfen Sie mit, dass das System Kauf-Wasch-Café auch weiterhin funktioniert!

