Wandertipps im Zollernalbkreis: Burg Hohenzollern und mehr – auf dem Weg zu Burgruinen

Nur noch einige Mauerreste sind von der ehemaligen Burg Ror bei Bisingen mitten im Wald übrig. Eine Tafel informiert über die reiche Geschichte, verborgen im Erdreich.
Alexander Kauffmann- Kreisarchive bieten online „Unsere Burgen“ mit Infos zu Ruinen in Hohenzollern.
- Viele Einträge liegen bei Burladingen, etwa Azilun und Ringelstein, meist als Reste.
- Hechingen, Grosselfingen und Bisingen: weitere Burgstellen, teils schwer zugänglich.
- Projekt listet Wanderrouten mit Karten, Parkplätzen und Einkehrmöglichkeiten.
- Ziel ist, Geschichte zugänglich zu machen – mit Bildern, teils Videos, stetig erweitert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Burg Hohenzollern thront über Hechingen, und wer an Burgen und Schlösser im Bereich Hohenzollern denkt, kommt mit Sicherheit sofort auf den schillernden Stammsitz des preußischen Königshauses. Daneben gibt es weitere, weniger bekannte Ruinen, die einen Ausflug lohnen könnten. Meist sind nur noch die Reste einst stolzer Bauwerke zu erkennen.
Die Standorte dieser „Burgen“ dokumentieren die Archive der Landkreise Reutlingen, Esslingen, Göppingen, Konstanz und Zollernalb mit einem gemeinsamen Online-Projekt. Dieses steht unter dem Titel „Unsere Burgen“ und ist online abrufbar. Auch im Bereich Hohenzollern von Haigerloch über Hechingen bis Burladingen sind einige historisch bedeutsame Überreste vergangener Zeiten festgehalten. Diese sind teilweise öffentlich zugänglich, teilweise befinden sie sich im Privatbesitz.
In Burladingen gibt es viele Burgen
Besonders auffallend ist die Häufung solcher Relikte auf der Gemarkung Burladingen. Dort gibt es im Verzeichnis alleine acht Burgen – das sind so viele wie nirgends sonst zwischen Haigerloch und der Fehlastadt.
Aufgeführt wird die ehemalige Burg Azilun auf dem Hausener Kapf. Für die gute Aussicht lohnt sich der Ausflug, von der Burg selbst ist aber nicht mehr viel zu sehen. Historiker schätzen, dass die Burg im Jahr 1100 errichtet wurde. Ganz in der Nähe befindet sich die Burg Ringelstein (Aloisschlössle), ebenfalls im Mittelalter errichtet.
Aufgezählt werden zudem die Reste der Burgen bei Salmendingen, Melchingen, Ringingen und zwei bei Gauselfingen (Leckstein/Hasenfraz). Als „umfangreich erhalten“ wird die Burg Hölnstein bei Stetten unter Holstein beschrieben, die auf einer Anhöhe gut 120 Meter über dem Laucherttal liegt. Zwar sind von Burgen nur die Ruinen übrig, aber allesamt sind sie frei zugänglich.
Weitere Burgen in Hechingen, Grosselfingen und Bisingen
Wer von Burladingen eine Burgentour unternehmen will, könnte nun in Richtung Hechingen aufbrechen. Das erste Ziel wäre die Burgstelle Stauffenberg, gelegen hinter dem Stauffenburger Hof. Die Überreste sieht man aufgrund der Verwitterung aber nur, wenn man weiß, dass dort einst ein größeres Gebäude stand.
Weiter geht’s nach Grosselfingen, zur Ruine der Hainburg. Der Baubestand ist teilweise erhalten, aber aufgrund des sehr steilen Geländes und der Abgeschiedenheit ist die Burg nicht ohne Weiteres zugänglich – zumal ein Teil des Weges dorthin über Grundstücke in Privatbesitz führt.
Nicht zu vergessen ist die Burgruine Ror in Bisingen. Man kann auf gut ausgebauten Wegen dorthin kommen, beispielsweise über den Waldweg, der nach dem Schützenhaus bergauf führt. Allerdings sieht man auch dort recht wenig. Eine Info-Tafel informiert, was Wanderer sehen könnten, wenn die Burg noch stünde. Deutlich zu erkennen sind auch für das ungeübte Auge die Modellierungen der Landschaft mit Hügeln und Gräben, wie sie natürlicherweise nicht vorkommen.
Tipps für Wanderungen
Sehr nützlich für alle, die Hohenzollern gerne zu Fuß erkunden: Das Projekt der Kreisarchive nennt auch konkrete Wanderrouten mit Landkarten und weiteren Informationen. Diese enthalten etwa Standorte möglicher Parkplätze und Einkehrmöglichkeiten – die aufgezeigten Wegstrecken führen nicht nur zu Burgen, es sind weitgehend bekannte Wanderrouten. So wird unter anderem auf Etappen des Hohenzollernwegs und auf weitere Wanderungen auf der Alb verwiesen.
Über das Projekt
Die Kreisarchive Reutlingen, Esslingen, Zollernalb, Göppingen, Konstanz und Rottweil sichern die historische Überlieferung und kümmern sich seit vielen Jahren auch um die Dokumentation und Erforschung der Burgen und Burgstellen. Einige Ergebnisse dieser Arbeiten werden mit „Unsere Burgen“ auf leicht zugängliche Weise der Öffentlichkeit präsentiert. Das Projekt „Unsere Burgen“ wird schrittweise ausgebaut und stetig um weitere Adelssitze des Mittelalters ergänzt. Zu jedem Eintrag gibt es Bilder und teilweise Videos, mit denen man die Ruinen betrachten kann. Ziel ist auch, auf niederschwellige Weise das Interesse an der Geschichte zu wecken und für das kulturelle Erbe zu begeistern. Zu erreichen ist die Internetseite unter www.unsere-burgen.de.