Verdi Warnstreik im Zollernalbkreis: Abi-Prüflinge aufgepasst! Auch der Schulweg wird am Mittwoch bestreikt

"Zug fällt aus" heißt es an diesem Mittwoch wieder vermehrt, denn bei der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) wird gestreikt.
Marijan Murat, Ilkay Karakurt, dpa, PixabayKaum ist der Tarifkonflikt zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und Bahngesellschaft SWEG erledigt, steht ein neuer Warnstreik bevor, der auch die SWEG-Strecken und -Linien im Zollernalbkreis betrifft: Für morgen, Mittwoch, 26. April, hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ihre Mitglieder zum ganztägigen Ausstand aufgerufen.
Wer Prüfung hat, muss besonders aufpassen
Ganz besonders aufpassen sollten Schülerinnen und Schüler, die am Mittwoch eine Prüfung haben. Es ist nämlich gut möglich, dass sie an diesem Tag nicht mit dem gewohnten Bus oder der gewohnten Bahn zur Schule kommen.
Verdi hat seine Mitglieder bei der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) und bei der SWEG Schienenwege GmbH für Mittwoch zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Die SWEG ist die Muttergesellschaft der Hohenzollerischen Landesbahn (HzL). Die SWEG teilt mit, dass in weiten Teilen ihres Verkehrsgebiets mit Fahrtausfällen sowohl im Bus- als auch im Bahnverkehr zu rechnen sei. „Dies kann“, so heißt es ausdrücklich, „auch auf Schulbusse zutreffen, was insbesondere Schüler beachten sollten, bei denen am 26. April wichtige Prüfungen anstehen.“ Auch der SWEG-Standort Hechingen und die Zugleitstelle in Gammertingen sind vom Streikaufruf betroffen.
Keine Ersatzbeförderung möglich
Die SWEG, so heißt es, werde alles unternehmen, um die Auswirkungen des Streiks für ihre Fahrgäste so gering wie möglich zu halten. Jedoch werden im Streikzeitraum an manchen Standorten die Verkehre unter Umständen vollständig eingestellt bleiben müssen. Eine Ersatzbeförderung für die Fahrgäste sei nicht möglich.
Hier gibt es genauer Infos
Detaillierte Informationen zu den Fahrtausfällen sollen zu gegebener Zeit auf der SWEG-Website veröffentlicht werden. Telefonische Auskünfte erteilt die SWEG-Servicezentrale unter der Nummer 07821/996 07 70.
Worum geht es in dem Arbeitskampf?
Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Beschäftigten eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 550 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütung soll um 250 Euro steigen. Das Angebot der Arbeitgeberseite sieht hingegen eine Laufzeit von 28 Monaten und eine Tabellenerhöhung erst ab Mitte 2024 um 150 Euro und 4,8 Prozent vor. Für 2023 bieten die Arbeitgeber die Zahlung einer steuerfreien Sonderzahlung in Höhe von 1080 Euro und zwölf monatliche Einmalzahlungen von 160 Euro an.

