Umweltsünder
: Wenn Babywindeln und Bauschutt im Wald landen

Der ganze Wald bei der großen Stich-Kurve ist vermüllt. Die Gemeinde Bisingen kennt das Problem. Es wird sogar schon über eine Schranke nachgedacht.
Von
Stephanie Apelt
Bisingen
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HZ-Leserin Susanne Pohl wollte einen kleinen Spaziergang machen, was sie fand, ärgert sie maßlos.

privat

Es ist eigentlich ein wirklich schönes Plätzchen. Fahrlehrerin Susanne Pohl aus Hechingen wollte sich zwischen zwei Fahrstunden eine kleine Auszeit gönnen und steuerte den Parkplatz an der ersten scharfen Kurve der Albsteige zwischen Thanheim und Onstmettingen an. Doch aus dem erholsamen Spaziergang wurde nichts. Stattdessen kehrte sie voller Ärger zu ihrem Auto zurück.

Ein Müllsack neben dem anderen

Denn der Blick, der sich ihr in der kleinen Senke beim Bach bot, empörte sie schwer: „Da lag ein Müllsack neben dem anderen.“ Irgendjemand hatte Babywindeln, Bauschutt und sogar ein Waschbecken einfach im Wald abgeladen. „Einen Müllsack hätte ich ja noch mitgenommen, um diesen dann zu Hause ordentlich zu entsorgen, doch da war alles vermüllt.“ Sie meint:  „Aber es müsste sich doch herausfinden lassen, wer’s gewesen ist.“

Susanne Pohl wandte sich an die Gemeinde. Die kennt das Problem leider nur zu gut. Michael Breimesser leitet das Bisinger Ortdnungsamt. „Wir als Gemeinde sind in der Regel der erste Ansprechpartner, wenn Müll in der Natur entdeckt wird.“ Und natürlich kümmere sich die Gemeinde darum, dass, falls auf ihrer Gemarkung, aufgeräumt wird.

Auf frischer Tat wird kaum jemand ertappt

Doch Breimeisser weiß auch: „Auf frischer Tat ertappt man so gut wie niemanden.“ Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Umweltsünder geschnappt werde, hänge davon ab, was im Müll drin ist. Doch wann findet sich schon ein Briefumschlag mit Adresse drauf? Wobei sich Breimesser immer wieder wundert. Vieles, was, schwups, in der Natur landet, zum Beispiel ausgediente Kühlschränke oder Waschmaschinen, könnte auch – kostenfrei – über die Gemeinde entsorgt werden.

Bei der Gemeinde sei schon überlegt worden, ob eine Schranke an dem Stich-Parkplatz wilde Müllablagerungen verhindern würde. Gespräche mit dem Forst laufen.

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