Trigema Burladingen: Neue Energiezentrale ist auch ein Bekenntnis zum Standort

Ein großer Wurf! Die Burladinger Firma Trigema errichtet eine neue Engergiezentrale. Das Foto enstand beim Spatenstich.
Matthias Badura- Trigema baut in Burladingen eine neue Energiezentrale – klares Bekenntnis zum Standort.
- Ziel ist eine moderne, flexible Energieversorgung mit zusätzlicher Stromgewinnung.
- Drei Bosch-Dampfkessel und eine Wärmepumpe sichern Dampf, Wärme und Grundlast.
- KI-gestützte Steuerung vergleicht Marktpreise und ermöglicht Wechsel zwischen Strom und Gas.
- Geplante Fertigstellung: August/September 2027, Kosten mindestens sechs Millionen Euro.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Dieses Projekt ist für uns mehr als nur ein neues Gebäude“, sagte Trigema-Geschäftsführer Wolfgang Grupp beim Spatenstich. „Die Energiezentrale ist eine Investition in die Zukunft unseres Unternehmens und ein klares Bekenntnis zum Produktionsstandort Deutschland und zu unserem Standort hier in Burladingen.“
Notwendig wurde der Bau zum einen, weil die Anlage zur bisherigen Versorgung mit Dampf und Wärme über Gaszufuhr in die Jahre gekommen ist. Man will sich aber zugleich durch zusätzliche Stromgewinnung unabhängig machen, um flexibel auf Marktpreise reagieren zu können.
Beim Spatenstich anwesend waren neben Wolfang Grupp, seiner Schwester Bonita und seiner Mutter Elisabeth Grupp (Geschäftsführung), Vertreter der beteiligten Unternehmen, Trigema-Firmenmitarbeiter, darunter der Projektverantwortliche Technische Leiter Daniel Ling, und Burladingens Bürgermeister Davide Licht.
Wolfgang Grupp bedankte sich für die hervorragende Zusammenarbeit. Dass die Alois-Müller-Gruppe (Ungerhausen) die Planung übernimmt, sei sofort klar gewesen. Zwei weitere, gleichfalls aussichtsreiche Bewerber waren, wie Grupp erzählte, nach Vorgesprächen schnell aus dem Rennen. Ein weiterer Dank richtete sich an die Stadtverwaltung, die das Vorhaben rundum unterstützte. Überall höre, lese und erfahre man von Behördenumständlichkeit, sagte der Geschäftsführer sinngemäß, in Burladingen könne davon nicht die Rede sein.
Kaffee aus der Charly-Tasse
Die Gruppe schritt zum Spatenstich und gemeinsam warf, jeder mit seiner Schaufel, eine Ladung Erdreich in Richtung der Kameras. Ein großer Wurf, darf man sagen. Es folgte die Einladung der Grupps zu einem Frühstück neben der Baustelle. Den Kaffee gab`s natürlich stilecht aus Tassen mit Trigema-Charly-Emblem.
Fertiggestellt sein soll die Energiezentrale im August/September kommenden Jahres. Die Kosten werden sich auf mindestens sechs Millionen Euro belaufen.

Eine „Zeitkapsel“ soll ins Fundament eingelassen werden. Sie wird – Jahrzehnte später – mögliche Archäologen an den Tag des Spatenstich der Trigema-Energiezentrale erinnern. Mit im Bild: Die Geschäftsführung des Burladinger Textilunternehmens Trigema: Bonita, ihr Bruder Wolfgang und Mutter Elisabeth Grupp.Links: Dominik Diieng, Geschäftsführer der e-con TGA.
Matthias Badura
Momentan noch eine Baustelle.
Matthias Badura
Die Energiezentrale nach ihrer Fertigstellung in einer Computer-Simulation.
TrigemaTechnische Daten
Das jetzt im Bau befindliche Gebäude für Dampf und Wärmeerzeugung erstreckt sich neben dem Hauptwerk über eine Grundfläche von 24 auf 28 Meter. Es beinhaltet Kesselhaus, Trafoanlagen, elektrische Hauptverteilungen und eine Leitwarte. Der höhere Bereich mit der Kesselanlage ist oberhalb der Tore komplett mit Photovoltaik verkleidet und kann im Gebäude für die Wärmeerzeugung genutzt werden.
Erstellt wird der Bau von der Burladinger Firma Mauz, die Tief- und Rohbau übernimmt, sowie der Firma Denkinger aus Jungingen als Generalunternehmen.
Drei Bosch-Dampfkessel (ein Strom, zwei Gas, die auch mit Wasserstoff betrieben werden können) stellen die Versorgung der Produktion sicher. Eine Wärmepumpe, die die Abwärme der Dampferzeugung nutzt, ist zusätzlich für die Grundlast der Gebäudebeheizung zuständig. KI-gestützte Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik vergleicht die aktuellen Marktpreise. So kann flexibel zwischen Strom und Gas gewechselt werden. Zusätzlich bildet der Drei-Megawatt-Stromkessel als Sekundärregelleistung einen wirtschaftlichen Faktor.
Das Projekt wird mit der Alois-Müller-Gruppe umgesetzt. Die Zusammenarbeit in der Vorbereitung und Planung besteht seit vier Jahren. „Ziel ist es mit diesem Projekt den Standort Burladingen für die kommenden 20 bis 30 Jahre zu versorgen und flexibel auf die Gegebenheiten der Zukunft reagieren zu können.“
Fertigstellung und Inbetriebnahme des Großprojektes soll im August oder September 2027 sein.
