Bericht aus AfD-Leaks
: AfD wollte mit Trigema-Werbeaktion provozieren

Laut einem „Focus“-Bericht gab es innerhalb der AfD die Idee, mithilfe des Burladinger Textilunternehmens Trigema einen Skandal zu inszenieren. Dieser sollte die Partei in die Schlagzeilen bringen.
Von
Matthias Badura
Burladingen
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Firmengebäude Trigema

Trigema wurde offenbar innerhalb der AfD für einen werbeträchtigen Skandal ins Auge gefasst.

Badura/Archiv
  • AfD plante laut Focus eine Provokation mit Trigema, um Schlagzeilen zu erzeugen.
  • Idee: Trigema-T-Shirts kaufen, mit AfD-Logos bedrucken und im Fan-Shop verkaufen.
  • Erwartung war ein Rückrudern von Trigema – die AfD hätte sich als Opfer inszeniert.
  • Umsetzung blieb aus. E-Mails wurden nach einem Hackerangriff auf die AfD bekannt.
  • Trigema widersprach einem KI-Bild von Weidel mit Wolfgang Grupp und drohte rechtlich.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Mitglieder der AfD wollten offenbar die Firma Burladinger Textilfirma Trigema für eine unsaubere Kampagne nutzen. Das geht aus einem Online-Bericht im Magazin Focus hervor.

Demnach wurde vorgeschlagen, T-Shirts des bekannten Unternehmens zu kaufen, mit AfD-Logos zu bedrucken, um sie dann in einem eigenen Fan-Shop weiterzuverkaufen. Damit sollte ein werbewirksamer Skandal provoziert werden. Die erhoffte Reaktion wäre gewesen: Trigema müsse zurückrudern, die AfD bekomme viel Presse und könne sich als „das arme Opfer“ darstellen.

Das Vorhaben wurde nie umgesetzt. Bekannt wurde diese und weitere brisante E-Mail-Korrespondenz, nachdem Hacker im Oktober das Netz der AfD geknackt und Schreiben veröffentlicht haben – „Leaks“. Laut bisherigen Angaben handelt es sich um 420.000 E-Mails aus zehn Postfächern, auch von Spitzenpolitikern wie Alice Weidel. Die AfD sprach von überwiegend älteren oder ungenutzten Postfächern.

Grupp und Weidel: Pure KI-Fälschung

Wolfgang Grupp, vormaliger Geschäftsführer, hatte sich lange vor Bekanntwerden dieses Versuchs gegen die „Brandmauer“ ausgesprochen, die die CDU gegen die AfD errichtete. Es müssten Gespräche zwischen allen Parteien möglich sein. Seine Geschäftsnachfolger, Sohn Wolfgang, Tochter Bonita und Ehefrau Elisabeth Grupp, erklärten in der Vergangenheit wiederholt, dass Zuwanderung von Migranten notwendig sei, um die Wirtschaftskraft aufrechtzuerhalten. Empört reagierte die Geschäftsleitung, als im Mai 2026 in den sozialen Medien ein Bild erschien, das Parteichefin Weidel mit Senior Wolfgang Grupp zeigte. Es handelte sich um pure KI-Fälschung. Die Familie bezeichnete die Veröffentlichung als „Frechheit“ und kündigte rechtliche Schritte an.

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Zu den jetzt bekannt gewordenen Vorkommnissen äußert sich das Unternehmen nicht. Focus bezeichnete den Plan, auch wenn er nie umgesetzt wurde, nicht als „Kleinigkeit“. Er offenbare populistische Strategien der AfD.