Tag des offenen Denkmals in Hechingen
: Die letzte Fürstin in ihrer Gruft besuchen

Alte Hofapotheke, Sickinger Wasserturm, Villa Eugenia, Kirchen und Kapellen – Das Hechinger Programm zum Tag des offenen Denkmals 2026 am 13. September bietet jede Menge Einblicke in die Baugeschichte.
Von
red/dm
Hechingen
Jetzt in der App anhören
Ein architektonisches Schmuckstück, das umfassend saniert wurde, öffnet am 13. September ebenfalls seine Türen: die Alte Hofapotheke.

Ein architektonisches Schmuckstück, das umfassend saniert wurde, öffnet am 13. September ebenfalls seine Türen: die Alte Hofapotheke.

Bernhard Strauss​
  • Tag des offenen Denkmals in Hechingen: Führungen und Sonderöffnungen am 13. September.
  • Neu dabei sind die Alte Hofapotheke und der Wasserturm Sickingen – Motto „Netzwerke“.
  • Stiftskirche mit Führungen, Fürstengruft nur an diesem Tag offen, Paar heiratete vor 200 Jahren.
  • Führungen in Friedhofskirche Schlatt, Maria Zell in Boll und St. Johannes der Täufer in Stetten.
  • Villa Eugenia im Fürstengarten geöffnet, alle Angebote sind kostenlos, Spenden erwünscht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Besondere und nicht alltägliche Einblicke in historische Gebäude warten auf die Gäste des Tages des offenen Denkmals in der Zollernstadt Hechingen. Vom Wasserturn bis zur Klosterkirche reicht das Programm der Führungen und Sonderöffnungen am Sonntag, 13. September. Erstmals beim Tag des offenen Denkmals mit dabei sind die frisch sanierte Alte Hofapotheke und der Wasserturm Sickingen, ganz entsprechend dem Motto „Netzwerke: Denkmale und Infrastruktur“ des diesjährigen Denkmaltages.

Rundumsicht vom Wasserturm aus genießen

Die Hofapotheke wurde im vergangenen November nach einer denkmalgerechten und aufwändigen Sanierung als Verwaltungsgebäude wiedereröffnet, der 1973 erbaute Sickinger Wasserturm sorgt für den nötigen Wasserdruck und bietet zudem eine ausgezeichnete Rundumsicht auf die Schwäbische Alb und das Albvorland.

In der klassizistischen Hechinger Stiftskirche werden Führungen angeboten, geöffnet ist zudem die Fürstengruft, die 2026 nur an diesem Tag geöffnet ist. Dort befinden sich unter anderem die Ruhestätten des letzten Hechinger Fürstenpaares, das vor 200 Jahren geheiratet hat. Führungen gibt es in der sehr alten Friedhofskirche Schlatt und in der Wallfahrtskirche Maria Zell in Boll.

Zu den Kirchen wandern

Beide Kirchlein liegen außerhalb der Ortschaften spektakulär am Albtrauf und warten darauf, erwandert zu werden. Ein Kleinod ist die Urbanskapelle im Stadtteil Weilheim.

Hoch hinauf geht es im Wasserturm Sickingen, von dem aus sich ein wunderbarer Rundumblick bietet.

Hoch hinauf geht es im Wasserturm Sickingen, von dem aus sich ein wunderbarer Rundumblick bietet.

Thomas Jauch

Die Kirche und Klosterruine St. Johannes der Täufer im Stadtteil Stetten ist ein bedeutendes gotisches Baudenkmal und die ehemalige Grablege der Zollerngrafen und –fürsten. Die Führungen umfassen die ehemalige Klosterkirche, die Johanneskapelle mit Reliquienschreinen, den Klostergarten und den Klosterkeller.

In der Villa Eugenia wohnte einst das letzte Hechinger Fürstenpaar, Fürst Friedrich Wilhelm Constantin und Fürstin Eugenie von Hohenzollern-Hechingen. Das klassizistische Schlösschen liegt inmitten des als Landschaftspark im englischen Stil angelegten Fürstengartens.

Sämtliche Veranstaltungen sind kostenlos, die Veranstalter freuen sich über Spenden zum Erhalt der historischen Gebäude.