Rettung der Hechinger Altstadtkneipe
: 70.000 Euro fehlen noch, um das „Fecker“ wiederzubeleben

Der Feckerrat hat sich konstituiert. Das Gremium hat sich vorgenommen, die Wiederbelebung der Hechinger Altstadtkneipe auf den Weg zu bringen. Noch ist die Finanzierung aber nicht unter Dach und Fach.
Von
red
Hechingen
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Frisch gegründet: der Feckerrat, der sich um die Wiederbelebung der Altstadtkneipe kümmern will.

Frisch gegründet: der Feckerrat, der sich um die Wiederbelebung der Altstadtkneipe kümmern will.

Gabriele Lamparter
  • Feckerrat gegründet: Er soll die Wiederbelebung der Altstadtkneipe „Fecker“ tragen.
  • Finanzierung steht noch nicht: Rund 70.000 Euro fehlen trotz Crowdfunding von 17.800 Euro.
  • Baubeginn ist für November 2026 geplant, der Antrag auf Baugenehmigung ist eingereicht.
  • Gastro-Konzept entsteht mit einer Gastronomin – Kneipe, Biergarten, Eiscafé und Events sind geplant.
  • Ziel ist die Eröffnung zur Fasnet 2027 – Details, etwa zum Biergarten, folgen voraussichtlich im Mai 2027.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das „Fecker“ in der Hechinger Altstadt bekommt einen Rat aus der Stadtgesellschaft. Am 5. Oktober 2026 ist der Gründungskreis des Feckerrats zu seiner ersten Sitzung zusammengekommen. Der Feckerrat begleitet das Projekt des AK Asyl Hechingen e.V. vom Umbau bis zum laufenden Betrieb und soll dafür sorgen, dass das Haus von möglichst vielen Menschen und Gruppen in der Stadt mitgetragen wird.

Warum gibt es den Feckerrat?

Eingerichtet hat der Verein den Rat per Beschluss, um das „Fecker“ über die eigene Arbeit hinaus in Hechingen zu verankern. Der AK Asyl, der mit dem Refugio bereits ein Haus betreibt und 2025 den Integrationspreis Baden-Württemberg gewonnen hat, bleibt Träger und verantwortet Pacht, Betrieb und Spendenkampagne. Der Feckerrat bringt Ideen, Kontakte und Sichtweisen aus der Stadt ein. Zum Gründungskreis gehören Mitglieder des Vereinsvorstands und weitere Interessierte; bis Ende November soll aus der Findungsphase ein festes Team werden.

Baubeginn für November geplant

In der ersten Sitzung hat der Rat seine Aufgaben in drei Phasen gegliedert. Bis zum Baubeginn, der für November 2026 geplant ist, wirbt er um Geld und Mitstreiter und stimmt den Innenausbau ab; der Antrag auf Baugenehmigung ist bereits eingereicht. Während des Umbaus entwickelt er das Nutzungskonzept weiter, begleitet die Baustelle und organisiert den Teil der Arbeiten, bei dem die Hechinger und Hechingerinnen selbst mit anpacken können. Im Betrieb soll er dafür sorgen, dass möglichst viele Gruppen der Stadtgesellschaft das „Fecker“ für ihre Veranstaltungen nutzen.

So sieht das Gastro-Konzept aus

Ein weiteres Ergebnis betrifft die Gastronomie. Das Konzept entsteht gemeinsam mit einer professionellen Gastronomin, die den Betrieb später auch übernehmen soll. Ihre Erfahrung fließt direkt in die Feinabstimmung der Umbaupläne ein, damit Küche, Theke und Anbau von Anfang an zum Betrieb passen. Neben Kneipe, Biergarten und Eiscafé sind ein ehrenamtlich getragener Gastro-Teil, vielfältige Veranstaltungen, ein Integrationszentrum mit Sprachkursen und Heranführung an Arbeit sowie Räume für andere Vereine geplant. Das „Fecker“ will damit eine Lücke schließen, denn in der Hechinger Innenstadt wird vielerorts nach Gastronomie und einer Kneipe und ganz speziell nach dem „Fecker“ gefragt. Mit der Wiedereröffnung will der Verein einen großen Beitrag zur Wiederbelebung der Altstadt leisten.

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Ziel: Eröffnung zur Fasnet 2027

Der Umbau kostet rund 300.000 Euro und wird ohne Kredite finanziert, getragen von Eigentümer, Großsponsoren, Fördermitteln, ehrenamtlicher Arbeit und Crowdfunding. Für das Crowdfunding auf der Plattform „Viele schaffen mehr“ der Volksbank Zollernalb hat sich der Verein 50.000 Euro vorgenommen; technisch zeigt die Plattform ein Startziel von 10.000 Euro an. Über das Crowdfunding sind mittlerweile 17.800 Euro eingegangen. Insgesamt fehlen noch rund 70.000 Euro. Baubeginn, so heißt es, sei erst, wenn die für die Renovierung erforderliche Geldsumme zur Verfügung steht. Zur Fasnet 2027 soll das „Fecker“ wieder eröffnet werden, auch wenn die Details – vor allem für den Biergarten – voraussichtlich erst im Mai 2027 abgeschlossen sein werden.

„Über das Kneipensterben wird viel geklagt. Wir packen an: Mit unserer Erfahrung retten wir das Fecker, und wir laden alle ein, daraus wieder das Wohnzimmer von Hechingen zu machen“, sagt Gabriele Lamparter, Vorstandsmitglied des AK Asyl und Moderatorin des Feckerrats. Der Feckerrat steht allen offen, die sich einbringen möchten, ob aus Nachbarschaft, Vereinen, Handwerk oder Gastronomie. Interessierte melden sich unter gabriele@ak-asyl-hch.de oder über https://www.sfecker-hch.de/mitmachen; die nächste Sitzung findet am Dienstag, 20. Oktober, statt.

Tag der offenen Tür am 17. Oktober

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, ist am Samstag, 17. Oktober, um 10 Uhr zum Tag der offenen Tür im „Fecker“ eingeladen. Außerdem unterstützt das Theater Lindenhof das Projekt mit zwei Benefizvorstellungen: Am Donnerstag, 22. Oktober, zeigt es um 19.30 Uhr „Chaim & Adolf“ im „Fecker“, am Freitag, 27. November, folgt um 19.30 Uhr „Einwandfrei Manfred“ im Refugio. Der Vorverkauf läuft über das Refugio.