Q-Fieber im Zollernalbkreis: Keine Rede von Entwarnung – drei weitere Fälle in Rangendingen

Viel zu tun haben die Laborexperten weoterhin mit den Proben auf den Q-Fieber-Erreger aus dem Zollernalbkreis (Symbolfoto).
Jens Büttner/dpa- Q-Fieber-Fälle im Zollernalbkreis steigen: Insgesamt sind 18 Erkrankungen registriert.
- Drei neue Fälle kamen am Mittwochabend hinzu, alle aus Rangendingen.
- Schwerpunkt ist Rangendingen mit 15 Fällen, Hechingen meldet zwei, Meßstetten einen.
- Zwei Erkrankte im Landkreis Tübingen haben Bezüge zu Rangendingen – Nachforschungen bestätigen das.
- Suche nach Tierquelle läuft: Nachweis ist schwierig, Feuchtigkeit bremst staubgetragene Erreger.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Keine Entwarnung bei den Fällen von Q-Fieber im Zollernalbkreis! Drei weitere Erkrankungen sind am Mittwochabend dem Gesundheitsamt des Landkreises gemeldet worden. Damit sind jetzt 18 Fälle registriert. Hinzu kommen zwei Erkrankte in der direkten Nachbarschaft im Landkreis Tübingen.
Rangendingen bleibt der Schwerpunkt
Alle drei neuen Erkrankungen sind aus der Gemeinde Rangendingen gemeldet. Damit sind es dort 15 Fälle, in Hechingen zwei und im weit entfernten Meßstetten ein Fall. Zusammengenommen ist das Zollernalb-Gesundheitsamt also bei 18 Erkrankten in seiner Liste.
Die beiden Erkrankten im Nachbarkreis seien wohl von Rangendingen nach Hirrlingen „gewandert“, schreibt die Kreisbehörde. Bei den Betroffenen in Hirrlingen gebe es „Bezüge zu Rangendingen und den dortigen Fällen“. Das hätten Nachforschungen gezeigt.
Die Suche nach dem konkreten Verursacher, der sich allein vom Tier auf den Menschen und nicht von Mensch zu Mensch überträgt, gestaltet sich schwierig. Der Erreger, das Bakterium Coxiella burnetii, hat eine hohe Überlebensfähigkeit und wird bevorzugt durch Stäube übertragen. Schafe, Ziegen und Rinder gelten als die wichtigsten Überträger.
Es ist schwierig mit dem Nachweis
Die Nachforschungen bei Tierbeständen haben laut Landratsamt ihren Schwerpunkt im Raum Rangendingen, weil es dort die auffällige Häufung an Erkrankten gibt. Zwei Betriebe mit Kontrollen in der vorigen Woche haben negative Untersuchungsergebnisse zutage gebracht. Am Mittwoch wurde erneut ein Betrieb getestet. Weil der Erreger nicht dauerhaft ausgeschieden wird, ist es mit dem Nachweis offenbar eine schwierige Sache.
Das Landratsamt spricht derweil von einer „gewissen Dunkelziffer an positiven Beständen“. Deshalb seien Ansteckungen auch in anderen räumlichen Bereichen nicht auszuschließen.
Regen hilft bei Q-Fieber!
Weil es jetzt deutlich feuchter geworden ist, hofft die Gesundheitsbehörde darauf, dass der mithilfe von Staub übertragene Q-Fieber-Erreger gebremst wird. Originalzitat: „Die nun deutlich feuchtere Witterung trägt in jedem Fall dazu bei, dass es zu keiner großflächigen Verbreitung von potenziell erregerhaltigen Stäuben kommt.“

