Q-Fieber im Zollernalbkreis: Fünfter Fall gemeldet – eine weitere Stadt ist betroffen

Q-Fieber wird häufig von Schafen übertragen. Der Erreger wird bei der Geburt von Lämmern ausgeschieden. Das Bakterium kann im Labor nachgewiesen werden.
Andreas Gebert- Q-Fieber-Ausbruch im Zollernalbkreis: fünfter Fall bestätigt, erneut aus Rangendingen.
- Erste vier Fälle präzisiert: drei aus Rangendingen, ein Patient kommt aus Hechingen.
- Übertragung erfolgt meist von Schafen, seltener von Ziegen und Rindern – keine Ansteckung Mensch zu Mensch.
- Empfehlung bei grippeähnlichen Symptomen: Bluttest beim Hausarzt, besonders für Schwangere in Rangendingen.
- Behörden reagieren: Gesundheitsamt im Austausch mit Landesgesundheitsamt, Veterinäramt ermittelt bei Tieren.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zwei Tage, nachdem das Gesundheitsamt den Ausbruch des Q-Fiebers im Zollernalbkreis bekannt gemacht hat, gibt es einen weiteren Fall zu vermelden. Auf Anfrage unserer Redaktion hat das Landratsamt bestätigt, dass inzwischen eine fünfte Person aus dem Landkreis am Q-Fieber erkrankt ist, erneut aus der Gemeinde Rangendingen. Präzisiert hat die Behörde aber auch die Herkunft der ersten vier Infizierten: Nicht alle, nämlich lediglich drei, kommen aus Rangendingen. In einem der Fälle kommt der Patient aus Hechingen.
Bei Q-Fieber handelt es sich laut Gesundheitsamt um eine fast weltweit verbreitete Erkrankung, die bei Tieren und Menschen vorkommt, verursacht durch das Bakterium Coxiella burnetii. Übertragen wird die Krankheit auf den Menschen häufig durch Schafe, die den Erreger der Erkrankung vor allem bei der Geburt von Lämmern ausscheiden. Die Krankheit kann demnach zudem durch Ziegen und Rinder übertragen werden.
Keine Übertragung von Mensch zu Mensch
Eine Isolierung der Erkrankten ist nicht erforderlich, da Q-Fieber nicht von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Der Erreger wird hauptsächlich durch direkten Kontakt zu infizierten Tieren oder durch Einatmen infektiösen Staubes über die Atemluft an Menschen weitergegeben. Er kann längere Zeit in der Umwelt überleben und mit Staub über den Wind verbreitet werden.
Schwangere und Herzkranke sollen sich testen lassen
Die Empfehlung des Gesundheitsamtes lautet weiterhin, bei grippeähnlichen Symptomen – Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Kopfschmerzen – durch eine Blutuntersuchung beim Hausarzt eine mögliche Infektion mit dem Q-Fieber abklären beziehungsweise ausschließen zu lassen. Dies gilt insbesondere für Schwangere in Rangendingen sowie Personen mit Herzerkrankungen und Immundefekten.
Veterinäramt betreibt Ursachenforschung
Das Gesundheitsamt Zollernalbkreis, so heißt es weiter, stehe „in engem Kontakt mit dem Landesgesundheitsamt, um den Ausbruch einzudämmen“. Das Veterinäramt betreibe derweil „intensive Nachforschungen bezüglich Infektionen bei Tieren“.

