Mehrere Fälle im Zollernalbkreis
: Q-Fieber bricht in Rangendingen aus – Schwangeren wird Blutkontrolle empfohlen

Fieber, Husten, Lungenentzündung: In Rangendingen sind aktuell mehrere Personen nach einer Infektion mit dem Q-Fieber erkrankt. Dem Gesundheitsamt wurden mittlerweile vier nachgewiesene Fälle gemeldet.
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red/pm
Zollernalbkreis
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ARCHIV - 28.08.2018, Bayern, München: Eine Schafherde steht auf einer Wiese. (zu dpa: «Verband der Schafhalter: Gute Preise für Lammfleisch im Ostergeschäft») Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Übertragen wird Q-Fieber auf den Menschen häufig durch Schafe. (Symbolfoto)

dpa/Sven Hoppe
  • Q-Fieber-Ausbruch in Rangendingen: vier bestätigte Fälle im Zollernalbkreis.
  • Erste Meldung am Freitag, 18. September, aus Arztpraxis; Diagnostik bestätigte rasch.
  • Übertragung meist durch Schafe, auch Ziegen und Rinder – nicht von Mensch zu Mensch.
  • Symptome sind hohes Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Kopfschmerzen, teils Lungen- oder Leberentzündung.
  • Schwangeren wird eine Blutkontrolle empfohlen; Therapie erfolgt mit Antibiotika.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Gesundheitsamt meldet den Ausbruch des Q-Fiebers. Laut Landratsamt wurde es erstmals am Freitag, 18. September, von einer Arztpraxis über das Auftreten von pulmonalen Erkrankungen bei mehreren Patienten aus Rangendingen informiert.

Schnell folgte eine Diagnostik auf die Q-Fieber-Erkrankung – der erste Fall wurde noch am Freitagabend bestätigt. Drei weitere Fälle kamen bis zu diesem Mittwoch dazu. Eine Isolierung der Erkrankten ist nicht erforderlich, da Q-Fieber nicht von Mensch zu Mensch übertragbar ist.

Übertragung durch Schafe, Ziegen, Rinder

Bei Q-Fieber handelt es sich laut Gesundheitsamt um eine fast weltweit verbreitete Erkrankung, die bei Tieren und Menschen vorkommt, verursacht durch das Bakterium Coxiella burnetii. Übertragen werde die Krankheit auf den Menschen häufig durch Schafe, die den Erreger der Erkrankung vor allem bei der Geburt von Lämmern ausscheiden. Die Krankheit kann demnach zudem durch Ziegen und Rinder übertragen werden.

Der Erreger wird hauptsächlich durch den direkten Kontakt zu infizierten Tieren oder durch die Inhalation infektiösen Staubes über die Atemluft auf Menschen weitergegeben – er kann längere Zeit in der Umwelt überleben und mit Staub über den Wind verbreitet werden.

Das Veterinäramt übernimmt die weiteren Ermittlungen bezüglich der Infektionen bei Tieren. Die Zeit von der Erregeraufnahme bis zur Erkrankung beträgt in der Regel zwei bis drei Wochen. Ungefähr die Hälfte aller Infektionen verlaufen asymptomatisch oder mit milden grippeähnlichen Symptomen und heilen spontan nach ein bis zwei Wochen aus.

Symptome: hohes Fieber, Schüttelfrost, Muskelschmerzen

Das Gesundheitsamt zählt typische Symptome auf: Eine akute Infektion beginne meist mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskelschmerzen und Kopfschmerzen. Im weiteren Verlauf kann eine Lungenentzündung oder eine Leberentzündung auftreten. Personen mit solchen Krankheitssymptomen wird eine ärztliche Abklärung empfohlen.

Insbesondere Personen mit Herzerkrankungen oder Immundefekten und Schwangere haben ein höheres Risiko, eine chronische Q-Fieber-Erkrankung zu entwickeln.

Immunität durch Erkrankung

Da auch symptomlose Infektionen zu Komplikationen in der Schwangerschaft führen können, wird Schwangeren in Rangendingen grundsätzlich eine Blutkontrolle zum Ausschluss einer Q-Fieber-Infektion empfohlen.

Die durchgemachte Erkrankung verleiht eine sehr lang andauernde Immunität. Die Therapie der Erkrankung erfolgt mit Antibiotika. Eine Isolierung der Erkrankten ist nicht erforderlich, da Q-Fieber nicht von Mensch zu Mensch übertragbar ist.

Letzter größerer Q-Fieber-Ausbruch 2019

Der bisher letzte größere Q-Fieber-Ausbruch im Zollernalbkreis war im Jahr 2019. Vermutlich hat die jüngste Trockenheit das jetzige Ausbruchsgeschehen begünstigt, so das Landratsamt abschließend in seinem Statement.