Kita Zwergenland in Bisingen-Thanheim
: Kinder lernen, über Gefühle zu sprechen

Die Vorschulkinder im Kindergarten Zwergenland in Bisingen-Thanheim haben sich ein Jahr lang mit Freude, Wut und Mut beschäftigt – mit Figuren, die je ein Gefühl verkörpern. Nun soll dafür ein eigener Raum entstehen.
Von
Alexander Kauffmann
Bisingen-Thanheim
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Kinder der Kita Spatzennest in Bisingen-Thanheim haben sich ein Jahr lang mit Freude, Wut und Mut beschäftigt.

Kinder der Kita Spatzennest in Bisingen-Thanheim haben sich ein Jahr lang mit Freude, Wut und Mut beschäftigt.

Kita Zwergenland
  • Vorschulkinder in Bisingen-Thanheim arbeiten mit „Flümern“ zu Freude, Wut und Mut.
  • Figuren wie Frida, Wilbert und Mats helfen, Gefühle zu benennen und zu besprechen.
  • Ziel ist das Verstehen und Regulieren von Gefühlen sowie Körperwahrnehmung.
  • Geplant ist ein Flümerzimmer – Rückzugsort zum Ankommen, Durchatmen und Verarbeiten.
  • Die neuen Vorschulkinder sollen dieses Jahr erneut mit den Flümern arbeiten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Frida ist die Freude, Wilbert die Wut, Mats der Mut: Im Kindergarten Zwergenland haben die Vorschulkinder im vergangenen Kindergartenjahr mit Figuren gearbeitet, die jeweils ein Gefühl verkörpern. Die Figuren heißen Flümer, und jede hat einen Namen. Mit ihnen lernen die Kinder, „Freundschaft mit ihren Gefühlen zu schließen“ und über sie zu sprechen. So beschreibt es Daniela Klaffschenkel, Erzieherin im Kindergarten Zwergenland und zugleich Flümercoach.

Jedes Gefühl trägt eine Botschaft

Hinter dem Konzept steht der Gedanke, dass jedes Gefühl eine Botschaft in sich trägt. Gefühle zeigten, welche Bedürfnisse gerade erfüllt seien und welche nicht, erklärt Klaffschenkel. Im Alltag fehlten dafür oft Zeit und Raum. Der Kindergarten wolle den Kindern beides im Rahmen seiner pädagogischen Arbeit geben.

Wo sitzt die Wut im Körper?

Gerade heute sei die emotionale Entwicklung von Kindern ein zentraler Baustein für ihre Zukunft, argumentiert die Erzieherin. Die Kinder sollen deshalb früh lernen, ihre Gefühle zu verstehen und zu regulieren. Davon verspricht sich der Kindergarten mehr Selbstvertrauen, Selbstwirksamkeit und soziale Kompetenz. Außerdem sollen die Kinder ihren Körper wahrnehmen – etwa, indem sie darauf achten, wo sie Wut, Angst oder Freude gerade spüren. Das gebe innere Stabilität, so Klaffschenkel.
Hinter den Vorschülern liegt nach ihren Worten ein spannendes, arbeitsreiches und kreatives Jahr, in dem sie viel über ihre Gefühle gelernt hätten – ein Jahr „voller Freude, Aufregung und Tränen“.

Ein Flümerzimmer als Rückzugsort

Die neuen Vorschulkinder sollen nun ebenfalls ein Jahr lang mit den Flümern arbeiten. Dazu plant der Kindergarten ein eigenes Flümerzimmer. Es soll als Rückzugsort dienen – als Platz zum Ankommen, Durchatmen und Verarbeiten – und Gefühle „sichtbar und begreifbar“ machen. Eingerichtet werden soll der Raum noch in diesem Kindergartenjahr.