Nabu Hechingen
: Weil das Klima kaum mehr Thema ist: Naturschützer setzen Schwerpunkt darauf

Erderwärmung? Welche Erderwärmung? Anders als in der „großen Politik“ wollen die Mitglieder des Hechinger Nabu den Klimaschutz zum Hauptthema 2026 machen: mit mehr Natur in der Stadt!
Von
swp
Hechingen
Jetzt in der App anhören
Stürme und Gewitterstürme sind längst keine Ausnahmen mehr. Erst am vergangenen Samstagnachmittag blies es gewaltig über dem Ländle. Aber etwas dagegen tun, auch im persönlichen Verhalten, das scheint mittlerweile immer weniger ein Thema zu sein.

Stürme und Gewitterstürme sind längst keine Ausnahmen mehr. Erst am vergangenen Samstagnachmittag blies es gewaltig über dem Ländle. Aber etwas dagegen tun, auch im persönlichen Verhalten, das scheint mittlerweile immer weniger ein Thema zu sein.

Nabu
  • Nabu Hechingen plant 2026 „Mehr Natur in der Stadt“ als Schwerpunkt für Klimaschutz.
  • Klimawandel wird teils geleugnet oder verdrängt, warnen Experten vor möglichen 3 °C Erderwärmung.
  • Mehr innerstädtisches Grün soll Arten schützen, CO₂ speichern und Stadtklima verbessern.
  • Stauden- und Pflanzenbörse am 11. Oktober vor der St.-Luzen-Kirche als Vorgeschmack auf 2026.
  • Kritik an Verzögerung der Energiewende und unzureichenden Klimazielen Chinas.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Unter der Überschrift „Mehr Natur in der Stadt“ will der Nabu Hechingen 2026 das gesamte Jahr über die Menschen wieder mehr sensibilisieren für den Klimaschutz. Die Klimakatastrophe wird, so unterstreichen die Naturschützer, inzwischen entweder geleugnet, oder angesichts der vielen weiteren Krisen einfach verdrängt.

„Wir können nicht mehr ausschließen, dass wir 2050 drei Grad globale Erwärmung bekommen," sagte Frank Böttcher, Vorsitzender der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft beim 15. interdisziplinären Extremwetterkongress am 24. und 25. September in Hamburg. „Wir müssten dringend auf die Bremse treten, doch emittieren wir weiterhin viel zu viel CO₂“. Gemeinsam mit der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, dem Deutschen Wetterdienst und zahlreichen weiteren Wissenschaftlern, darunter führenden Meteorologen, wurde zehn Jahre nach dem vielversprechenden Pariser Klimaabkommen gewarnt, dass sich die Erde viel stärker und vor allem schneller erhitzen könnte als bisher erwartet. Bei dem Drei-Grad-Szenario würden große Teile der Erde unbewohnbar werden und Folgekosten in astronomischer Höhe entstehen.

Mehr Grün in der Stadt ist überhaupt nicht schwer. Der Garten eines Hechinger Nabu-Mitgliedes zeigt es trefflich.

Mehr Grün in der Stadt ist überhaupt nicht schwer. Der Garten eines Hechinger Nabu-Mitgliedes zeigt es trefflich.

Nabu

„In gleichem Maße, wie der Klimawandel immer häufigere Extremwettereignisse, das Abschmelzen der Gletscher und des Meereises und das Ansteigen des Meeresspiegels bewirkt, nehmen deren Wahrnehmung in Politik und Gesellschaft und die Bereitschaft zur Begrenzung des hierfür ursächlichen CO₂-Ausstoßes ab“, konstatierten die Hechinger Naturschützer bei ihrem jüngsten Monatstreffen.

Wider die Rolle rückwärts

„Nicht nur Klimawandelleugner wie Donald Trump und andere Populisten sorgen für ein Rollback beim Klimaschutz, auch in Berlin und Brüssel gibt es Bemühungen, die Energiewende zu verzögern oder abzuschwächen und den fossilen Energieträgern sowie der Atomkraft wieder eine rosige Zukunft zu bescheren“. Die von China als dem mit Abstand größten Emittenten von Treibhausgasen jüngst verkündeten neuen Klimaziele und -schutzmaßnahmen seien nach Einschätzung von Experten völlig unzureichend, berichtete ein Teilnehmer.

Auch das ist Klimaschutz: auf zur Staudenbörse!

Ein Vorgriff aufs Jahresthema 2026 beim Nabu Hechingen ist die seit vielen Jahren traditionelle Börse für Grünes: Am bevorstehenden Samstag, 11. Oktober, ist wieder Stauden- und Pflanzenbörse auf dem Parkplatz vor der St.-Luzen-Kirche. Von 10 bis 12 Uhr können dort Pflanzen angeliefert, getauscht oder einfach nur abgeholt werden.

Auch angesichts dieser alarmierenden Entwicklungen und Prognosen wollen die Nabu-Aktiven in ihrem Einsatz für Klimaschutz und Klimaanpassung auf lokaler Ebene nicht nachlassen. Das beim Monatstreffen für das Jahr 2026 ausgewählte Schwerpunktthema mit dem Arbeitstitel „Mehr Natur in der Stadt“ soll einerseits die wachsende Bedeutung innerstädtischer Grünflächen mit Baum- und Strauchpflanzungen für den Artenerhalt aufzeigen. Zugleich schaffen solche Flächen ein besseres Stadtklima und speichern zudem CO₂, sind die NABU-Aktiven überzeugt.