Nabu Hechingen: Klage über „Kahlschlag“ bei der Förderung von Naturschutz-Projekten

Auch langjährig etablierte Arbeitseinsätze des Nabu, wie hier zur Landschaftspflege im Hechinger Schafwasen, werden nicht mehr gefördert
Nabu Hechingen- Nabu Hechingen meldet massive Kürzungen bei Projektförderungen für Artenschutz.
- Die Förderung für dieses Jahr 2026 wurde um zwei Drittel reduziert – viele Projekte fallen weg.
- Abgelehnt wurden u. a. Amphibienzaun in Stetten und „Vogelgaststätte“ im Feilbachtal.
- Einsätze in „Breite“, Schafwasenpflege und Amphibiengewässer beim Hausener Hof erhalten kein Geld.
- Nur das Kreuzotterprojekt bleibt gefördert, jedoch etwa halbiert; Vorabprüfung für Feuerwerke kommt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Beim jüngsten Treffen der Hechinger Nabu-Gruppe stand das Thema „Projektförderung“ auf der Tagesordnung ganz oben. Was Hans-Martin Weisshap den Nabu-Aktiven hierzu berichten musste, wurde von diesen als „Tiefschlag“ empfunden und löste erheblichen Frust aus.
Förderung um zwei Drittel gekürzt
Bekanntlich betreibt die Hechinger Nabu-Gruppe eine Vielzahl an Projekten mit teilweise hohen Materialkosten und noch mehr Arbeits- und Geräteeinsatz, wofür in den letzten Jahren anstandslos Fördermittel bewilligt worden sind.
Für das laufende Jahr 2026 ist die Förderung aber insgesamt um zwei Drittel gekürzt worden. Zu den bereits anlässlich der Antragstellung „freiwillig“ zurückgenommenen Anträgen wurde nochmals ein Betrag in gleicher Höhe gestrichen. Ein Großteil der Projekte ist nun ganz aus der Förderung herausgefallen.

Ebenfalls auf der Streichliste der Landesregierung: die Förderung der Streuobstpflege im Hechinger Gebiet "Breite".
Nabu HechingenDer Wegfall der Förderung für die zahlreichen Arbeitseinsätze, mit der die bei der Anteilsförderung verbleibenden Eigenanteile, aber auch Sachkosten etwa für die jährliche Rathaus-Ausstellung, für Referenten bei den kostenlosen Vorträgen und nicht zuletzt für die Beschaffung von Arbeitsgeräten finanziert werden, ist für die Gruppe überaus schmerzlich.
Kein Geld für „Vogelgaststätte“ im Feilbachtal
So ist die Förderung für einen Amphibienzaun in Stetten unter Holstein abgelehnt worden, ebenso die Förderung für die geplante „Vogelgaststätte“ im Hechinger Feilbachtal. Einsätze für das Streuobstgebiet in der „Breite“, die Schafwasenpflege und die Pflege der Amphibiengewässer beim Hausener Hof, die allesamt mit einem erheblichen Geräteeinsatz verbunden sind, werden nicht mehr gefördert. Lediglich für das laufende Kreuzotterprojekt wurde noch ein größerer Betrag gewährt, der allerdings auch schon vorab um etwa die Hälfte gekürzt wurde.
„Wenn die Landesregierung Lob und Anerkennung für das Ehrenamt mit einem solchen ‚Kahlschlag‘ bei Artenschutzmaßnahmen konterkariert, beschädigt sie nicht nur die Ehrenamtsarbeit, sondern auch die bedrohte Natur, die dringend auf den praktischen Einsatz von Naturschützern angewiesen ist“, waren sich die Nabu-Aktiven einig. Über den Nabu-Landesverband will man sich gegen das Ausmaß der Kürzungen wehren, auch sollen andere Fördermöglichkeiten eruiert werden. Letztlich werde die Gruppe jedoch mit ihren Aktivitäten „erheblich kürzertreten müssen“, stellten die Teilnehmer des Monatstreffens mit großem Bedauern fest.
Feuerwerke brauchen künftig eine Vorab-Prüfung
Ein weiterer Tagesordnungspunkt galt den Planungen für das kommende Jahr. Zudem konnten die Teilnehmer über die erfreuliche Zusage von Stadt und Landratsamt informiert werden, dass zukünftig bei der Veranstaltung eines Feuerwerks im Außenbereich – wie kürzlich am Hohenzollern – vorab eine naturschutzrechtliche Prüfung erfolgt.
