Mehrwerttour SWP Neckar-Alb
: Buntes Altertum, spannend nacherlebt: Leserinnen und Leser bei den Römern

Das Römische Freilichtmuseum Hechingen-Stein ist eine der schönsten und größten Anlagen ihrer Art in ganz Süddeutschland. Bei einer SWP-Mehrwerttour erlebten das 40 Leserinnen und Leser hautnah.
Von
Ernst Klett
Hechingen
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  • Teilweise rekonstruiert, und das teilweise mit den Steinen von einst: Das Römische Freilichtmuseum lässt das Altertum leben. Das haben jetzt die Gewinner einer SWP-Mehrwerttour erfahren. ⇥

    Teilweise rekonstruiert, und das teilweise mit den Steinen von einst: Das Römische Freilichtmuseum lässt das Altertum leben. Das haben jetzt die Gewinner einer SWP-Mehrwerttour erfahren. ⇥

    Thomas Kiehl
  • Gut fünf Hektar groß ist die Anlage beim Hechinger Stadtteil inzwischen. Aber sie soll noch wachsen.

    Gut fünf Hektar groß ist die Anlage beim Hechinger Stadtteil inzwischen. Aber sie soll noch wachsen.

    Thomas Kiehl
  • Gerd Schollian ist der Entdecker und bis heute der Motor der „Villa rustica“ – und ein kenntnisreicher und unterhaltsamer Führer.

    Gerd Schollian ist der Entdecker und bis heute der Motor der „Villa rustica“ – und ein kenntnisreicher und unterhaltsamer Führer.

    Thomas Kiehl
  • Alle auf einen Blick: Die Mehrwerttour hat wieder Menschen aus der ganzen Region Neckar-Alb vereint.

    Alle auf einen Blick: Die Mehrwerttour hat wieder Menschen aus der ganzen Region Neckar-Alb vereint.

    Thomas Kiehl
  • Willkommen bei der Mehrwerttour: Lena Brock managt bei der Südwest Presse Neckar-Alb das Marketing und den Lesermarkt.

    Willkommen bei der Mehrwerttour: Lena Brock managt bei der Südwest Presse Neckar-Alb das Marketing und den Lesermarkt.

    Thomas Kiehl
  • Seit mittlerweile 45 Jahren wird in der Erde von Stein gegraben. Da kommt einiges an Funden zusammen. Aber es gibt noch viel mehr.

    Seit mittlerweile 45 Jahren wird in der Erde von Stein gegraben. Da kommt einiges an Funden zusammen. Aber es gibt noch viel mehr.

    Thomas Kiehl
  • Herrliches Spätsommerwetter begleitete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Römertour. Es ging auch ohne Kopfbedeckung.

    Herrliches Spätsommerwetter begleitete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Römertour. Es ging auch ohne Kopfbedeckung.

    Thomas Kiehl
  • Originalgetreu nachgestaltet und offenbar stabil: die Schuhe eines Zenturios. Römische Füße müssen belastbar gewesen sein.

    Originalgetreu nachgestaltet und offenbar stabil: die Schuhe eines Zenturios. Römische Füße müssen belastbar gewesen sein.

    Thomas Kiehl
  • Gleich geht's los zur Führung mit dem Zenturio: Begrüßung mit Christian Testa, dem Leiter Vermarktung bei der SWP Neckar-Alb.

    Gleich geht's los zur Führung mit dem Zenturio: Begrüßung mit Christian Testa, dem Leiter Vermarktung bei der SWP Neckar-Alb.

    Thomas Kiehl
  • Gut fünf Hektar groß ist die Anlage beim Hechinger Stadtteil inzwischen. Sie könnte weiter wachsen. Der Wald oben ist eh hinüber.

    Gut fünf Hektar groß ist die Anlage beim Hechinger Stadtteil inzwischen. Sie könnte weiter wachsen. Der Wald oben ist eh hinüber.

    Thomas Kiehl
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Ute Schurr wollte es nicht glauben: Auch ihre Latrine sollen die alten Römer rot bemalt gehabt haben?! Die Südweste-Presse-Leserin aus Metzingen war skeptisch angesichts der knallbunten Rekonstruktion der vor annähernd 2000 Jahren höchst modernen Entsorgungsanlage.

Doch Gerd Schollian weiß Bescheid und zu überzeugen. Am Ende nahm es Ute Schurr dem Macher des Römischen Freilichtmuseums Stein ab: Ja, auch im Altertum mochte man es farbig, sogar beim Wasserklosett.

Das Frage- und Antwortspiel war nur eines von vielen bei einer äußerst kurzweiligen und lehrreichen Führung über die fünf Hektar große Anlage der „Villa rustica“. Es war eine Wiederholungstat: Vor drei Jahren war die Südwest Presse Neckar-Alb schon einmal im Freilichtmuseum gewesen. Damals wie jetzt waren die Reaktionen exakt dieselben: Aber hoppla, so unterhaltsam kann Geschichte sein!

Es hat sich gelohnt!

Margitta und Otto Bogenschütz aus Hechingen gehören zu denen, die vor etlichen Jahren das letzte Mal im Freilichtmuseum waren und eigentlich schon lange wieder einen Besuch machen wollten. Da hat es sich bestens getroffen, dass sie als Zeitungsabonnenten einen ganz besonderen Aufenthalt in Stein im Rahmen einer Mehrwerttour machen konnten. Und, wie war’s? Natürlich hat es sich gelohnt! Das Ehepaar Bogenschütz will mit dem nächsten Aufenthalt nun wirklich nicht so lange warten.

Wenn der Zenturio führt

Lohnenswert, das ist ein Rundgang in der „Villa rustica“ immer. Wenn dann aber Gerd Schollian, gewandet als römischer Zenturio, die Führung übernimmt, dann ist es noch viel, viel besser. Der Vorsitzende des Fördervereins quält seine Zuhörerinnen und Zuhörer nicht mit alter Historie, sondern erzählt höchst lebendig, wie die alten Römer auf diesem herrlichen Fleck Erde vor gut 2000 Jahren lebten. Mindestens so spannend ist es, wenn Schollian die Geschichte der Entdeckung und teilweisen Rekonstruktion des Landguts referiert.

Römische Rätsel

Beim heutigen Stein hatten die kultivierten Südländer mitten im germanischen Urwald eines der größten Gehöfte in der fernen Provinz angelegt. Warum dies gerade an dieser Stelle geschah, und um was es sich bei der Niederlassung genau handelte, darüber rätselt man seit Jahrzehnten. Ob jemals die Lösung aus dem Boden geholt werden wird? Darin verborgen ist noch einiges. Man habe noch nicht einmal die Hälfte entdeckt. Und das, wo doch schon seit 1978, dem Jahr der Entdeckung pausenlos gegraben wird.

Einladung zur Zeitreise

Christian Testa, der Leiter Vermarktung der Südwest Presse Neckar-Alb, hatte den Abonnentinnen und Abonnenten bei der Begrüßung eine unvergessliche Zeitreise versprochen. Und er sollte selbstverständlich Recht behalten. Eineinhalb Stunden lang ging es vom wieder aufgebauten Hauptgebäude über den Tempelbezirk bis hinauf zum aktuellen Ausgrabungsfeld. Ganz oben am Wald wird derzeit wieder fleißig gemörtelt: Der Förderverein rekontruiert das einstige Nordtor.

Die Frage, wo eine der herrlichsten Freiluftterrassen der Region zu finden ist, können die Zeitungsleserinnen und -leser jetzt ebenfalls beantworten: Rote Würste und Getränke gab es zum Finale der unterhaltsamen Unternehmung mit einem sensationellen Ausblick auf die Alb und die Burg Hohenzollern.

Info Sehr empfehlenswert ist das Spektakel „Römer im Schein der Fackeln“ am Samstag, 7. Oktober, von 14 bis 22 Uhr. Mehr unter www.roemischesfreilichtmuseum.de.