„Lichterglanz“ und AfD-Protest
: Hechinger „Omas gegen rechts“ vermissen Wertschätzung

Der Streit um den Laternenumzug der „Omas gegen rechts“ während des „Hechinger Lichterglanzes“ geht auch nach dem AfD-Landesparteitag weiter.
Von
swp
Hechingen
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Mit einem Laternenumzug, beginnend an der Stiftskirche, eröffneten die "Omas gegen rechts" am Samstagabend die Hechinger Proteste gegen den AfD-Landesparteitag.

Mit einem Laternenumzug, beginnend an der Stiftskirche, eröffneten die "Omas gegen rechts" am Samstagabend die Hechinger Proteste gegen den AfD-Landesparteitag.

privat
  • „Omas gegen rechts“ protestierten mit Laternenumzug gegen den AfD-Landesparteitag in Hechingen.
  • Stadtmarketing wollte Umzug durch Festgelände des „Hechinger Lichterglanzes“ verhindern, Ordnungsamt genehmigte ihn.
  • Teilnehmer sangen Lieder und kritisierten rechtspopulistische Politik mit kreativen Laternen.
  • Kritik am Stadtmarketing und Bürgermeister wegen fehlender Unterstützung für die genehmigte Demonstration.
  • Leserbrief der Gruppe fordert mehr Wertschätzung für friedlichen Protest gegen rechtsextreme Tendenzen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Streit hatte es im Vorfeld des AfD-Landesparteitags in Hechingen darum gegeben, ob die „Omas gegen rechts“ ihren AfD-kritischen Laternenumzug durch das Festgelände des Hechinger „Lichterglanzes“ führen dürften. Der Stadtmarketing-Verein als „Lichterglanz“-Veranstalter hatte den Umzug unterbinden wollen, um sein Fest „politisch neutral“ zu halten, das städtische Ordnungsamt hatte den Aufzug aber unter Auflagen genehmigt.

Also lief eine stattliche „Omas“-Gruppe am Samstagabend von der Stiftskirche zur Johannesbrücke hinab und wieder zurück und protestierte mit kreativ gestalteten Laternen gegen rechtspopulistische Politik und machte unterwegs auch mehrfach Station, um Lieder zu singen.

Das gefiel offenbar nicht jedem, weshalb sich die Hechinger Gruppe jetzt, am Montag nach dem Hechinger Protestwochenende, mit einem Leserbrief an die Öffentlichkeit wendet. Darin heißt es:

„Wir wurden unverschämt angegangen“

„Wir Omas und Opas gegen rechts wurden von Seiten des Stadtmarketings bezüglich unseres Laternenumzugs mit den Worten ,Schämt euch' sehr scharf, besser gesagt unverschämt, angegangen.

Wir schämen uns allerdings in anderer Weise: nämlich, dass in Deutschland, mit seiner unheilvollen Geschichte, heute wieder eine rechtsnationale Partei erstarkt, dass insbesondere eine gesichert rechtsextreme Jugendorganisation der AfD Hass und Lügen verbreitet, sich mit dem sogenannten ,Vorfeld', den identitären Radikalen und gewaltbereiten Gruppierungen gemein macht.“

„Steht es unserer Stadt nicht gut an?“

Auch Bürgermeister Philipp Hahn, der vorab geäußert hatte, er könne „den Unmut des Stadtmarketing-Vereins“ über den Laternenlauf „nachvollziehen“, wird adressiert:

„Unseren Bürgermeister Herrn Hahn, der bezüglich unseres Laternenumzugs Unverständnis geäußert hat, möchten wir fragen, wie er unsere genehmigte, friedliche und berechtigte Demonstration im Nachhinein bewertet. Steht es unserer Stadt nicht gut an, bei einem städtischen Event auf die Problematik des kommenden Tages in kreativer Weise aufmerksam zu machen?“

Die Unterzeichner des Briefes

Unterzeichnet ist das Schreiben von Birgit Kruckenberg-Link, Ute Efferenn, Tina Kuhlbörsch, Conny Dietmann, Waltraud Feuchter, Dr. Gebhard Stein, Annette Fellinger-Robertz, Reinhold Robertz, Eva-Maria und Peter Waltner, Petra Jäger, Gerlinde Hirsch, Uri und Jürgen Detel.