Kirbeübung der Feuerwehr Hechingen
: Menschen retten – sensible Daten schützen

Mit Drehleiter und Atemschutz: Die Feuerwehr-Stadtabteilung Hechingen probte den Ernstfall am und im Gebäude der Staatsanwaltschaft. Parallel dazu absolvierten deren Brandschutzhelfer eine Evakuierungsübung.
Von
Sabine Hegele
Hechingen
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Drehleiter

Mit Hilfe der Drehleiter wurden im Rahmen der Kirbeübung eingeschlossene Personen aus dem stark verrauchten Gebäude der Staatsanwaltschaft gerettet.

Sabine Hegele
  • Feuerwehr Hechingen übte Menschenrettung in der Staatsanwaltschaft – stark verrauchtes Gebäude.
  • 23 Personen wurden unter Atemschutz gerettet, teils per Drehleiter auf der Fürstin-Eugenie-Straße.
  • Zugang erschwert: Schleuseneingang schützte sensible Daten, daher Einstieg auch über ein Fenster.
  • Löschangriff begrenzt: Riegelstellung mit C-Rohr, danach Überdruckbelüftung zum Rauchabzug.
  • Parallel lief ein echter Einsatz in Stetten, das Einsatzprozedere blieb dennoch geordnet.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Der Bus- und Autoverkehr bewegt sich ungehindert über die Fürstin-Eugenie-Straße durch die abendliche Rushhour – während die Hechinger Stadtabteilung der Feuerwehr direkt angrenzend im Gebäude der Staatsanwaltschaft nach eingeschlossenen Personen sucht. Ein Übungseinsatz „unter Realbedingungen“, sagt Kommandant Martin Kreller, am Montagnachmittag Moderator der Kirbeübung der Feuerwehrabteilung Stadt.

Menschenrettung hat Priorität

Zur Übungsidee: Im Keller der Staatsanwaltschaft waren in einem Lagerraum Altpapiertonnen in Brand geraten. Schnell war das Treppenhaus total verraucht – und damit den Menschen in den Obergeschossen die Flucht ins Freie nicht mehr möglich. In Summe hatte die Feuerwehr unter Atemschutz 23 Personen zu retten, darunter 15 Mitarbeitende der Staatsanwaltschaft, die die Kirbeübung ihrerseits mit einer Evakuierungsübung für ihre Brandschutzhelfer verbunden hatten.

Hinten

Durch den Personaleingang im rückwärtigen Gebäudeteil der Staatsanwaltschaft konnte die Feuerwehr unter Atemschutz ins Innere vordringen.

Sabine Hegele

Um es vorwegzunehmen: Die Menschenrettung war erfolgreich! Befreit wurden die eingeschlossenen Frauen und Männer einerseits über die Drehleiter, die auf der Fürstin-Eugenie-Straße Aufstellung genommen hatte. Einige wurden aber auch über den rückwärtig gelegenen Personaleingang aus der Gefahrenzone gebracht. Zur Ersten Hilfe war das Hechinger DRK vor Ort.

Einlass nur über eine Schleuse

Zurück zum Personaleingang. Dem kam deshalb eine besondere Stellung zu, weil der Einlass ins Gebäude der Staatsanwaltschaft über einen Schleuseneingang geregelt ist – der sich nicht „einfach so“ überwinden lässt. Das aus nachvollziehbarem Grund – schließlich lagern dort sensible Daten und Archivalien. Aus diesem Grund musste sich die Feuerwehr zusätzlich über ein Fenster in der Verlängerung des Haupteingangs Zutritt verschaffen.

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Die Staatsanwaltschaft verband die Kirbeübung ihrerseits mit einer Evakuierungsübung für die Brandschutzhelfer.

Die Staatsanwaltschaft verband die Kirbeübung der Hechinger Feuerwehr ihrerseits mit einer Evakuierungsübung für die Brandschutzhelfer.

Sabine Hegele

Der Befehl „Wasser Marsch“ war bei der Kirbeübung auch kaum zu vernehmen. Löschschaum kam ebenso wenig zum Einsatz. Einzig aufgebaut worden war eine Riegelstellung zum Nachbargebäude (mit einem C-Löschrohr), um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.

Nach knapp einer Stunde war das Feuer gelöscht. Umgehend startete darauf die Überdruckbelüftung. Das heißt: Um den Rauch aus dem Gebäude zu bekommen, wurde mit Überdruck frische Luft ins Innere geblasen.

Am Rande bemerkenswert: Parallel zur Kirbeübung war die Hechinger Feuerwehr zu einem „echten“ Einsatz ins benachbarte Stetten gerufen worden, nämlich zu einer Türöffnung. Dadurch veränderte sich die Reihenfolge, in der der Löschzug mit seinen Fahrzeugen üblicherweise ausrückt. Am zuverlässigen und umsichtigen Einsatzprozedere änderte das nichts. Die Feuerwehrkräfte arbeiteten ohne Reibungsverlust Hand in Hand zusammen.

Parallel ein „echter“ Einsatz

Einsatzleiter der Kirbeübung war Thorsten Killmaier, zweiter stellvertretender Gesamtstadtkommandant. Unterstützt wurde er von Marco Mühlberger, Stellvertreter von Stadtkommandant Martin Kreller.