Feuerwehrübung Hechingen: Spektakulärer Crash im neuen Stadtviertel Killberg IV

Spektakuläre Bilder lieferte die Kirbeübung der Hechinger Feuerwehr: Jugendfeuerwehrmann Tim Bulach als Unfallopfer im Wrack eines zerstörten Peugeot, umgeben von Einsatzkräften, die ihm zu Hilfe eilen.
Hardy Kromer- Feuerwehr und DRK übten auf dem Killberg IV einen schweren Verkehrsunfall mit Busbeteiligung.
- 50 Einsatzkräfte retteten Verletzte aus zwei Kleinwagen und versorgten Buspassagiere.
- Jugendfeuerwehr mimte Verletzte – Einsatz mit hydraulischen Geräten sorgte für Realitätsnähe.
- Über 100 Zuschauer, darunter Bürgermeister und Stadträte, verfolgten die Übung.
- Einsatzleiter lobte das Tempo – alle Aufgaben wurden in 45 Minuten abgeschlossen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ob am Turm der Stiftskirche, am Landgerichtsgebäude oder im Innenhof der „Domäne“ – die Kirbeübung der Hechinger Kernstadt-Feuerwehr und des Roten Kreuzes ist alljährlich eine Schau – und lockt regelmäßig eine dreistellige Zahl von Schaulustigen an. Der frühe Montagabend zeigte: Das ist selbst dann nicht anders, wenn die Übung auf den vergleichsweise abgelegenen Killberg verlegt wird. Auch in die luftigen Höhen des neuen Stadtviertels pilgerten mehr als hundert Kiebitze, um mitzuverfolgen, wie rund 50 Einsatzkräfte der beiden Blaulicht-Organisationen Menschenrettung bei einem sorgfältig inszenierten schweren Verkehrsunfall betrieben.
Laut Übungsidee, die Abteilungskommandant Martin Kreller dem Publikum erläuterte, hatte auf der Buswendeplatte am sogenannten Streuobstplatz ein Stadtbus gewendet und war mitten im Manöver von einem roten Polo gerammt worden, der viel zu schnell in Richtung Mirabellenweg fuhr und dabei die enge Kurve schnitt. Der Polo landete auf der Seite und prallte noch mit einem entgegenkommenden Peugeot zusammen. Die tragische Folge: ein toter Beifahrer im Polo, zwei eingeklemmte Fahrer in den beiden Kleinwagen und mehrere verletzte Fahrgäste, die durch den Bus geschleudert wurden. Letztere wurden – mit Theaterschminke originalgetreu zurechtgemacht – von Jugendfeuerwehrleuten gemimt.

Jugendfeuerwehrleute mimten verletzte Buspassagiere. Mit Theaterschminke war dabei nicht gespart worden.
Hardy KromerEin Szenario, das durchaus lebensnah ist. In der jüngeren Vergangenheit wurden die Hechinger Feuerwehrleute sehr oft zu schweren Verkehrsunfällen gerufen, selten im Stadtgebiet, aber umso öfter auf der B 27 oder der B 32. „Wir wissen nie, was uns an der Unfallstelle erwartet“, versuchte Martin Kreller die Zuschauer in die Perspektive der Einsatzkräfte mitzunehmen. „Wie viele verletzte, wie viele eingeklemmte Personen gibt es tatsächlich?“ Das sei an Ort und Stelle jedes Mal eine Herausforderung, weil die erste Alarmmeldung oft ungenau sei.

THW-Jugendleiter Uwe Riester (links) erhielt vom Feuerwehr-Abteilungskommandanten Martin Kreller den Auftrag, über die Nummer 112 den Notruf abzusetzen.
Hardy KromerTHW-Jugendleiter Uwe Riester wurde auserkoren, über 112 den Notruf abzusetzen. Fünf Minuten später rückte ein erweiterter Rüstzug mit fünf Feuerwehrfahrzeugen an, begleitet von zwei Rettungswagen des DRK-Ortsvereins und dem Notarztwagen. Erstmals bei der Kirbeübung dabei: die Notfallsanitäter-Azubis des Roten Kreuzes.

Mit Schere, Spreizer und anderen hydraulischen Gerätschaften zerlegten die Feuerwehrleute den auf der Seite liegenden Polo fachmännisch.
Hardy KromerUnter der Regie von Einsatzleiter Marco Mühlberger und Zugführer Frank Huber verschafften sich die Einsatzkräfte ein Bild von der unübersichtlich anmutenden Lage, um sich dann konzentriert daran zu machen, die beiden Unfallautos mit Säbelsäge, Schere, Spreizer und anderen hydraulisch betriebenen Gerätschaften flott und fachgerecht zu zerlegen.

28 Minuten nach Übungsbeginn war Feuerwehr-Jugendwart Christoph Heinzelmann, der den schwerverletzten Polo-Fahrer mimte, von den Feuerwehrleuten aus dem Unfallwagen befreit und von Rotkreuzkräften in eine stabile Position gebracht worden.
Hardy KromerImmer im Blick: das Wohl der Schwerverletzten. 28 Minuten nach Einsatzbeginn war Jugendwart Christoph Heinzelmann, der den eingeklemmten Polo-Fahrer mimte, mit großer Sorgfalt aus seiner misslichen Seitenlage befreit und auf einer Trage festgeschnallt. Wenige Minuten später war auch Jugendfeuerwehrmann Tim Bulach aus dem Peugeot gehievt. Abteilungskommandant Kreller zeigte sich mit dem Tempo zufrieden. Ziel im Rettungswesen sei es, ein Unfallopfer nach einer Stunde in Intensivbehandlung zu haben.

Szenario der Kirbeübung von Feuerwehr und DRK auf dem Hechinger Killberg war ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten. Hier befreien die Einsatzkräfte den zu Übungszwecken am Steuer eines Peugeot eingeklemmten Jugendfeuerwehrmann Tim Bulach aus seiner Notlage. Das Dach des Kleinwagens wurde mit hydraulischen Geräten weggeschnitten.
Hardy KromerOhne schweres Gerät, aber mit viel Empathie kümmerten sich derweil die DRK-Helfer um die verletzten Buspassagiere, die nach und nach zur weiteren Behandlung in die Rettungswagen gebracht wurden.

Blick ins Publikum: Insgesamt verfolgten mehr als hundert Zuschauer, darunter auch einige Altvordere der Hechinger Feuerwehr, die Kirbeübung auf dem Killberg.
Hardy KromerEine dreiviertel Stunde nach Übungsbeginn waren alle Aufgaben abgearbeitet und die Zuschauer, darunter Bürgermeister Philipp Hahn und etliche Stadträte, verließen den Killberg mit dem guten Gefühl, dass Feuerwehr und DRK auch schwierige Einsatzlagen mit viel Sachverstand und den nötigen Gerätschaften zu meistern imstande sind.

