„IHK vor Ort“ in Bisingen
: Standortfragen, die Unternehmer bewegen

Rund 30 Unternehmerinnen und Unternehmer folgten der Einladung der IHK Reutlingen nach Bisingen. Im Mittelpunkt des Austauschs mit Bürgermeister Roman Waizenegger standen zentrale Standortthemen, die die Betriebe zuvor in einer IHK-Umfrage genannt hatten.
Von
swp
Bisingen
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Mit IHK vor Ort hatte die IHK Reutlingen die Unternehmerinnen und Unternehmer aus Bisingen eingeladen. Matthias Miklautz, Leiter der IHK-Geschäftsstelle Zollernalbkreis, Gastgeber Sven Koch von Green Places und Bürgermeister Roman Waizenegger (von links), der über die aktuelle Lage berichtete, führten durch den Abend.

Die „IHK vor Ort“ in Bisingen: Matthias Miklautz, Leiter der IHK-Geschäftsstelle Zollernalbkreis, Gastgeber Sven Koch von „Green Places“ und Bürgermeister Roman Waizenegger (von links) tauschten sich mit Unternehmerinnen und Unternehmern über die aktuelle Lage in der Gemeinde aus.

IHK
  • „IHK vor Ort“ in Bisingen: rund 30 Unternehmen diskutieren Standortthemen.
  • Sieben Felder: Breitband, Verkehr, Innenstadt, Gastro/Hotel, Kita, Gewerbe, Wohnen.
  • Bürgermeister: fast ganz Bisingen am Glasfaser; neue Kita „Reute“ in Planung.
  • 25 Hektar Gewerbepotenzial; 1,7 Mio. Euro Städtebauförderung fürs „Maute“-Areal.
  • Verkehr bleibt Problem: 6,1 Mio. Euro da; Straßensanierung ca. 350.000 Euro je 100 m.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Sieben Handlungsfelder prägten die Diskussion im Rahmen der Veranstaltung „IHK vor Ort“ in Bisingen: Breitbandausbau, Verkehrsinfrastruktur, Innenstadtentwicklung, Gastronomie und Hotellerie, Kinderbetreuung, Gewerbeflächen sowie Wohnen. Bisingens Bürgermeister Roman Waizenegger ging dabei konkret auf die Anliegen der Unternehmen ein und berichtete über aktuelle Maßnahmen von Verwaltung und Gemeinderat.

Entwicklungen sind vielversprechend

Positiv bewertete der Bürgermeister insbesondere den Stand beim Breitbandausbau und bei der Kinderbetreuung. „Fast der gesamte Ort ist mittlerweile an das Glasfasernetz angeschlossen – ein Ergebnis unserer frühzeitigen Investitionen“, so Waizenegger. Mit der neuen Kindertagesstätte „Reute“ entstehe zudem eine moderne Einrichtung, die in enger Abstimmung mit allen Beteiligten entwickelt wurde.

Auch bei den Gewerbeflächen gebe es Fortschritte: Die kommunale Entwicklungsperspektive biete rund 25 Hektar Potenzial für Unternehmen. Gleichzeitig investiere die Gemeinde gezielt in die Attraktivität der Ortsmitte. Für die städtebauliche Entwicklung – unter anderem im „Maute“-Areal – stünden 1,7 Millionen Euro aus der Städtebauförderung des Landes bereit. Bei der Bekämpfung von Leerständen verfolge die Gemeinde eine aktive Bodenpolitik.

Schnell und mutig investieren

Herausfordernd bleibe hingegen die Verkehrsinfrastruktur. Zwar stünden aus dem Sondervermögen des Bundes 6,1 Millionen Euro für die Straßensanierung zur Verfügung, doch die Kosten seien hoch: rund 350.000 Euro pro 100 Meter Straße. Die Mittel sollten daher möglichst schnell eingesetzt werden, um Preissteigerungen zu vermeiden.

Gemeinde kann nur den Rahmen schaffen

Beim Thema Wohnen sieht Roman Waizenegger die Handlungsmöglichkeiten der Kommune begrenzt. „Bezahlbarer Wohnraum ist ein vielschichtiges Thema, das vor allem auf Landes- und Bundesebene gelöst werden muss“, betonte er. Ähnlich verhalte es sich bei der Gastronomie: Die Gemeinde könne Rahmenbedingungen schaffen, unternehmerische Initiative sei jedoch entscheidend. Abschließend warb der Bürgermeister dafür, Mitglieder für die Freiwillige Feuerwehr zu gewinnen.

Auch Matthias Miklautz von der IHK Reutlingen informierte über aktuelle Projekte, Serviceangebote und regionale Wirtschaftszahlen. Gastgeber der Veranstaltung waren Philipp Uhrig und Sven Koch von „Green Places“, die modulare und nachhaltige Gewerbeflächen anbieten und Raum für den anschließenden Austausch boten.