Großbrand Hechingen-Weilheim: Tierrechtsorganisation Peta erstattet Anzeige, aber ermittelt wird sowieso

Beim Großbrand eines landwirtschaftlichen Betriebs in Weilheim sind in der Nacht auf den 15. Dezember 23 Rinder zu Tode gekommen. Die Feuerwehr konnte 75 Tiere retten. Die Tierrechtsorganisation Peta hat jetzt Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Hechingen erstattet. .
Christian Steinhilber- Großbrand in Hechingen-Weilheim: 23 Rinder starben, 75 Tiere wurden von der Feuerwehr gerettet.
- Peta erstattet Strafanzeige, um tierschutzrechtliche Verstöße und öffentliches Interesse zu betonen.
- Ursache des Brands vom 15. Dezember weiterhin unklar, Ermittlungen laufen noch.
- Peta kritisiert mangelnden Brandschutz, der jährlich tausende Tiere das Leben kostet.
- Sachschaden des Brandes wird auf etwa 150.000 Euro geschätzt, keine verletzten Menschen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die bundesweit tätige Tierrechtsorganisation Peta kennt man unter anderem von Zirkusgastspielen: Egal, wo ein Wanderzirkus gastiert, macht die Organisation in der Regel darauf aufmerksam, dass Tiere nicht in den Zirkus gehören. Im Falle eines Falles kann das auch mit Anzeigen einhergehen. Peta geht bei der Bekleidungsindustrie und Verbrauchern genauso gegen die Verwendung echter Pelze vor. Und außerdem will man, dass bei Stallbränden ganz genau hingeschaut wird. Das greift jetzt im Weilheimer Fall.
Medienberichte dienen als Informationsquelle
Die Peta-Leute geben in ihrer Mitteilung gleich bekannt, dass sie die Informationen nicht selbst gewonnen haben, sondern mithilfe der Medienberichte über den kolossalen Brand im Hechinger Stadtteil, der annähernd 130 Feuerwehrleute aus zahlreichen Hechinger Abteilungen plus Überlandhilfe aus Rangendingen und Grosselfingen gebunden hat. Auch, dass die Brandursache weiterhin unbekannt ist, erfährt man bei Peta.
Die Organisation nimmt den Großbrand zum Anlass, um generell darauf hinzuweisen, dass unzureichende Brandschutzmaßnahmen noch immer ein häufiger Grund dafür seien, „dass Tiere in Ställen qualvoll ersticken oder bei vollem Bewusstsein verbrennen“. Jährlich würden zehntausende Tiere bei Stallbränden sterben, „weil selbst die mangelhaften gesetzlichen Vorgaben nicht eingehalten werden“.
Strafanzeige hat Peta bei der Staatsanwaltschaft Hechingen aus zweierlei Gründen gestellt: Zum einen soll damit auf mögliche Verstöße gegen tierschutzrechtliche Straftatbestände hingewiesen werden, zum anderen soll das öffentliche Interesse an einer grundsätzlichen Ermittlung betont werden.
Ermittelt wird von Anfang an sowieso
Bei der Staatsanwaltschaft Hechingen ist die Strafanzeige registriert worden. Sie wäre aber nicht unbedingt nötig gewesen, denn laut Auskunft der Pressestelle kommt ein Verfahren ganz automatisch in Gang, wenn es brennt und eine mögliche Brandstiftung im Spiel sein könnte.
Brandursache weiterhin unbekannt
Knapp zwei Wochen nach dem Großbrand sind die Ermittlungen allerdings noch nicht abgeschlossen. Zur Brandursache kann deshalb laut Auskunft der Strafverfolgungsbehörde auch weiterhin nichts gesagt werden.
Bei dem Großbrand am frühen Morgen des 15. Dezember war für 23 Rinder jede Hilfe zu spät gekommen. Etwa 75 Tiere konnten vor dem Flammentod bewahrt werden. Menschen kamen nicht zu Schaden. Nach ersten Schätzungen entstand ein Sachschaden von annähernd 150.000 Euro.

