Gemeinderat Hechingen: CDU-Urgestein Michael Mößner verlässt das Gremium, und bei der AfD wird endlich nachgerückt

Das war nach der jüngsten Kommunalwahl im Juni 2024: Am Abend des 23. Juli hatten die neu ins Amt verpflichteten Hecinger Stadträte bereits Platz genommen, und die Ausgeschiedenen saßen auf den Besucherstühlen, wo auch etliche Zuschauer waren. Ein Jahr und vier Monate nach der Wahl gibt es jetzt zwei neue Gesichter am Tisch.
Ernst Klett- CDU-Stadtrat Michael Mößner tritt nach 15 Jahren aus beruflichen Gründen zurück.
- Anton Scheda (AfD) folgt nach langer Übergangszeit als Nachrücker für Kai Rosenstock.
- CDU-Stadtverband-Vize Ronny Stengel übernimmt Mößners Mandat im Gemeinderat.
- AfD und CDU klären Personalwechsel am 7. Oktober in Hechingen.
- Verwaltungsgerichtsstreit zur Stadthallen-Nutzung der AfD könnte Thema werden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Sommerpause ist längst erledigt, und das Hechinger Stadtparlament hat in seiner zweiten Sitzung danach Personalfragen im Doppelpack zu klären: Bei der AfD wird nach einer auffallend langen Übergangszeit der Nachrücker für den ausgeschiedenen Fraktionsvorsitzenden verpflichtet, und die CDU muss einen langjährigen Mitstreiter ziehen lassen. Beides soll am kommenden Dienstag, 7. Oktober, ab 19.30 Uhr über die Bühne gehen. Die übliche Sitzungszeit verschiebt sich um eine Stunde, weil zuvor nicht öffentlich getagt wird. Es könnte sein, dass der Streit vor dem Verwaltungsgericht Sigmaringen um die Stadthallen-Anmietung der AfD debattiert werden muss.

Der langjährige CDU-Stadtrat Michael Mößner hört auf und wird bei der nächsten Gemeinderatssitzung vom Ehrenamt entbunden.
ArchivNach der Bürgerfragestunde geht es dann aber flott zu den Personalien. Die drittgrößte Fraktion, die AfD mit ihren sechs Plätzen am Ratstisch, soll nach zwei Monaten endlich wieder komplett sein. Aufgefüllt wird die Lücke, die der Fraktionsvorsitzende Kai Rosenstock hinterlassen hat. Der war Ende Juli aus der Partei und damit auch von seinem Stadtratsposten aus- und zurückgetreten. Auf ihn folgt als Nachrücker Anton Scheda aus dem Stadtteil Stein. Damit wäre das hellblaue halbe Dutzend am hinteren, rechten Eck des Ratssaales wieder voll.
Das hellblaue Dutzend
Noch einen Wechsel gibt es auf dieser Seite des Ratstisches: Die CDU, mit elf Stadträten größte Fraktion im aktuellen Gremium, muss ihr langjähriges Mitglied Michael Mößner ziehen lassen. Der ist neu in dieser Sitzungsperiode, aber trotzdem ein äußerst langjähriger Kommunalpolitiker: Vor der Pause in der vorigen Legislaturperiode war Mößner beachtliche 15 Jahre lang Stadtrat gewesen.
Der Christdemokrat sagt, er habe schon bei der Aufstellung der Kommunalwahlliste Bedenken gehabt, ob sich sein Geschäftsführer-Job mit unzähligen Wochenstunden tatsächlich mit dem Ehrenamt als Stadtrat kombinieren lässt. Nach einem starken Jahr lautet das Ergebnis: Nein, es geht leider partout nicht. „Die Zeit für beides fehlt einfach“, bedauert Michael Mößner gegenüber der HZ. Als Rücktrittsgrund reicht das voll und ganz aus.
Ein anderer CDU-Vize rückt nach
Aber, so weiß der Noch-Stadtrat, seine Fraktion habe gute Leute auch auf der Warteliste. Für Mößner soll Ronny Stengel nachrücken. Beide sind stellvertretende Vorsitzende des CDU-Stadtverbands. Stengel, bis vergangenen Herbst in Hechingen tätig, geht seither seiner Arbeit als Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart nach. Ein Schelm, der behaupten würde, dass Beamte Job und Ehrenamt eher miteinander vereinbaren können.

